Mit einer flexiblen Personalplanung geschmeidig durch die Krise

Von Christina Holl on 31. Juli 2020

Die Corona-Pandemie hat für viele Unternehmen auch in Sachen Personalplanung einiges durcheinandergebracht. Wer schon immer eine flexible Personalstrategie verfolgt hat, ist nun klar im Vorteil. Vielen anderen dürften die vergangenen Monate gezeigt haben, dass sie für außergewöhnliche Ereignisse nicht optimal aufgestellt sind. Ein guter Grund, die strategische Ausrichtung jetzt kritisch zu betrachten und einen krisensicheren Personalmix zu etablieren.

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Superpower Agilität: Vorteil in Spitzenzeiten, überlebenswichtig in Krisenzeiten

Die Corona-Pandemie verlangt Unternehmen eine gewisse Akrobatik ab: Veränderte Produktionsweisen und neue Lieferwege, digitale statt analoge Lösungen und der Fokus auf bestimmte Geschäftszweige, während andere in den Dornröschenschlaf fallen. Wenn Sie jetzt flexibel einsetzbare Mitarbeiter haben, können Sie sich glücklich schätzen. Vom Glück allein sollte und darf die Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens aber nicht abhängen. Der Schlüssel ist eine flexible Personalplanung.

Wenn Sie bei Ihrem Personalmix auf ein Kernteam setzen, das Sie nach Bedarf um Zeitarbeitskräfte, und projektbezogene Interim Manager bzw. Freelancer ergänzen, können Sie agil auf neue Anforderungen reagieren. In Zeiten, in denen das Geschäft floriert, ist dies sehr praktisch – in Krisenzeiten kann es überlebensnotwendig sein. Schließlich kann heute niemand absehen, welche Hygieneregeln in ein paar Wochen gelten, ob Ihre Zulieferer aus dem Ausland womöglich die Produktion aussetzen müssen oder ob mit einer großen zweiten Ansteckungswelle zu rechnen ist.

Gar nicht so paradox: Flexibilität als beruhigender Faktor

Es klingt zunächst einmal paradox, ist aber eigentlich ganz logisch: Eine Personalbedarfsplanung, die von vornherein feste Mitarbeiter und temporäre Kräfte kombiniert, sorgt auch für Ruhe in der Belegschaft. Sicher: Die Stammbesetzung ist gefordert, sich immer mal wieder auf neue Gesichter einzustellen. Im Gegenzug wissen Ihre festen Mitarbeiter aber auch, dass ein Umsatzrückgang nicht sofort Entlassungen nach sich ziehen wird. Und kaum etwas gefährdet das Vertrauen in den Arbeitgeber mehr als ein ständiges Personalroulette, vor dem sich niemand sicher fühlt.

Kosten-Nutzen-Aspekt: Wo sich eine flexible Personalplanung bezahlt macht

Klar: Ein flexibler, bedarfsgerechter Personalmix erfordert zweifelsohne mehr Aufmerksamkeit, als eine über Jahre beständige Belegschaft zu steuern. Dennoch rechnet sich der Aufwand in der Regel – und zwar nicht nur finanziell. Wenngleich die Kosten natürlich ein entscheidender Faktor sind. Es gibt einige gute Gründe, bei der Personalstrategie auf eine flexible Personalplanung zu setzen:

  1. Kostenersparnis: Es liegt auf der Hand: Durch die Kombination von festen und temporären Mitarbeitern senken Sie Ihre fixen Personalkosten. Sie zahlen nur noch für die Arbeitskraft, die Sie wirklich sinnvoll einsetzen können.
  2. Wettbewerbsvorteile durch agiles Handeln: Mit einem flexiblen Personalmix gehen Sie die Höhen und Tiefen am Markt sehr viel geschmeidiger mit als die Konkurrenz mit einer starren Personalplanung.
  3. Stärkere Mitarbeiterbindung: Wenn Ihre Mitarbeiter feststellen, dass Sie sie vor Überlastung schützen, indem Sie Verstärkung an Bord holen, sobald es nötig wird, sammeln Sie Pluspunkte auf Ihrem Employer-Branding-Konto. Gerade in Krisenzeiten ist es elementar, dass Ihr Kernteam sich gesehen und ernst genommen fühlt.
  4. Keine teuren Fehlentscheidungen: Kaum ein Personalverantwortlicher wird von sich behaupten können, sich noch keine (teuren) Fehlgriffe in Sachen Neueinstellung geleistet zu haben, wenn die Zeit drängte. Temporäre Kräfte sind schnell verfügbar und nehmen den Druck aus der angespannten Situation. So können Sie sich in Ruhe nach dem perfekten Kandidaten umsehen.
  5. Fokus auf wichtige Aufgaben: Wenn Zeitarbeitskräfte Ihrem Team die Routineaufgaben abnehmen, hat dieses Luft, komplexere Aufgaben anzugehen, seine Weiterbildung voranzutreiben – und sich gelegentlich ein Päuschen zur Regeneration zu gönnen.
  6. Schnelle Besetzung statt langer Time-to-Hire: Bis bei einem geeigneten Kandidaten für eine Festanstellung die Kündigungsfrist greift, können Monate vergehen. Freelancer haben oft sehr viel schneller Lücken in ihrem Kalender. Sie sind zudem die ideale Verstärkung, wenn Sie zwar bestimmte Skills dringend benötigen, aber keine ganze Stelle mit den Spezialaufgaben füllen können. Und wenn Sie einmal einen Onboarding-Prozess für Freelancer aufgesetzt haben, hält sich der Einarbeitungsaufwand in überschaubaren Grenzen.

Neuland auch für alte HR-Hasen: Umsetzung flexibler Personalplanung

So lohnenswert der Schritt zu einem flexiblen Personalmix ist, so herausfordernd kann die Umsetzung erscheinen. Wer bislang nur mit festen Mitarbeitern gearbeitet hat, stellt sich zu Beginn viele Fragen:

  • Welche Positionen sollte ich dauerhaft besetzen?
  • Für welche Stellen sind temporäre Mitarbeiter sinnvoll?
  • Wo finde ich die geeigneten Kandidaten zum passenden Zeitpunkt?
  • Sollte ich mich regional umschauen oder landesweit – vielleicht sogar global?

Bei diesen schwierigen Entscheidungen zahlt es sich aus, einen Experten an der Seite zu haben. Die Berater von Robert Half helfen Ihnen gerne dabei, Ihre individuelle Situation zu analysieren, zu bewerten und eine zukunftsweisende Personalstrategie zu entwickeln.

Gemeinsam mit Ihnen finden wir geeignete Kandidaten. Setzen Sie sich direkt mit unseren Personalberatern vor Ort in Verbindung oder senden Sie uns eine Personalanfrage: 

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Und auch bei der Suche nach den geeigneten Führungspersönlichkeiten, die essenziell für die Entwicklung und Umsetzung Ihrer Personal- und Unternehmensstrategie sind, können wir Ihnen behilflich sein: Unser Executive Search Team berät Sie gerne.

Bildquelle: © anastasia_p - unsplash.com

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