Das Bilanzbuchhalter-Gehalt: So viel verdient der Zahlenjongleur

Häufig haben Bilanzbuchhalter im Unternehmen Schlüsselpositionen inne – ihr Gehalt ist deshalb relativ hoch. Bereits das Einstiegsgehalt beträgt mindestens 45.000 Euro brutto im Jahr – Tendenz steigend.

Je nach Stadt und Berufserfahrung profitieren sie von besten Verdienstmöglichkeiten – das zeigt auch die aktuelle Gehaltsübersicht von Robert Half.

 
Analyse von Unternehmenszahlen durch den Bilanzbuchhalter

Bilanzbuchhalter-Gehalt: Aktuelle Verdienste und Prognosen

Das durchschnittliche Gehalt eines Bilanzbuchhalters beträgt im Jahr 2017 rund 59.000 Euro brutto Das entspricht einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 4.920 Euro. Und die Prognose ist gut: Der Fachkräftemangel trägt zum konstanten Aufwärtstrend der Verdienste bei.

Wie aus der Gehaltsübersicht von Robert Half hervorgeht, bekommen schon Berufseinsteiger mit bis zu zwei Jahren Erfahrung im Jahr 2017 ein Bruttojahresgehalt von bis zu 49.500 Euro. Im Jahr 2016 zahlten Unternehmen den Neulingen durchschnittlich etwas weniger, das Gehalt lag zwischen 44.500 Euro und 49.000 Euro. Der Wachstumstrend wird sich laut Prognosen 2018 mit Einstiegsgehältern bis zu 50.000 Euro fortsetzen.

Was verdient ein Bilanzbuchhalter? 2016, 2017 und Prognose für 2018 

Berufserfahrung 2016 2017 2018
0 - 2 Jahre 44.500 € - 49.000 € 45.000 € - 49.500 € 45.000 € - 50.000 €
3 - 5 Jahre 48.500 € - 56.000 € 49.250 € - 57.000 € 50.000 € - 57.500 €
6 - 9 Jahre 54.500 € - 63.500 € 55.250 € - 64.250 € 56.250 € - 64.250 €
10 - 15 Jahre 61.500 € - 68.250 € 62.250 € - 69.250 € 62.500 € - 69.250 €
> 15 Jahre > 66.750 € > 67.500 €

> 67.500 €

Quelle: Robert Half Gehaltsübersicht

Bilanzbuchhalter: Mehr Gehalt mit steigender Berufserfahrung

Die Höhe des Bilanzbuchhaltergehalts richtet sich unter anderem nach der Berufserfahrung. Im dritten Jahr macht das jährliche Durchschnittseinkommen einen Sprung von 47.500 auf 53.750 Euro.

Auch Bilanzbuchhalter mit sechs bis zehn Jahren Berufspraxis profitieren jedes Jahr ein wenig mehr: Während sie im Jahr 2017 mindestens 55.250 Euro verdient haben, steigt dieser Wert 2018 noch einmal um ganze 1,81 % auf 56.250 Euro an – ein weiteres deutliches Zeichen dafür, wie wertvoll Finanzexperten für Unternehmen sind.

Bilanzbuchhalter-Gehalt: Regionale Einkommensunterschiede

Bilanzbuchhalter werden in Deutschland nicht allgemeingültig tariflich entlohnt. Deshalb können sich die Verdienste je nach Region und Branche teils sehr unterscheiden. In fast allen deutschen Städten steigen die Durchschnittsgehälter für Bilanzbuchhalter jedoch an – besonders in Köln. Hier erhöht sich das Gehalt gleich um 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittlich 58.250 Euro.

Generell ist der Einkommensunterschied für Bilanzbuchhalter in Berlin und Frankfurt am größten. Während sie in der Bundeshauptstadt nur durchschnittlich 48.575 Euro im Jahr verdienen, liegt das Durchschnittsgehalt in Frankfurt bei 70.300 Euro im Jahr.

Welche Aufgaben hat ein Bilanzbuchhalter?

Wie kommen die Spitzenverdienste zustande? Ein Grund dafür ist, dass Bilanzbuchhalter auf höchster Unternehmensebene agieren: Aufgrund ihrer Bilanzanalyse treffen Chefs wichtige Entscheidungen, die den langfristigen Erfolg der Firma beeinflussen. In ihrer Hand liegen die Betriebs- und Finanzbuchhaltung sowie der Jahresabschluss. Wie steht es um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens? Darauf haben die Zahlenkenner ebenso einen Blick wie auf die Entwicklung von Ausgaben und Einnahmen.

Eine weitere Aufgabe: Je nach Unternehmensgröße verfassen sie auch die Steuererklärung des Unternehmens und vertreten es vor dem Finanzamt. Ihre Beurteilungen und Empfehlungen bieten der Geschäftsführung eine wichtige und geschätzte Entscheidungsgrundlage.

Bilanzbuchhalter werden – mit diesen Qualifikationen

Bilanzbuchhalter sind gut ausgebildete Profis. Sie bereichern ihr Team mit

  • einer dreijährigen Ausbildung plus dreijähriger Praxis in einem kaufmännischen Beruf,
  • einem Diplom- oder Bachelorabschluss an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademie
  • einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium an einer Hochschule und mindestens zwei Jahren Berufspraxis
  • ohne Ausbildung: mit sechsjähriger Berufspraxis im Finanz- und Rechnungswesen oder im Assistenz- und kaufmännischen Bereich.

Wer zusätzlich die Bilanzbuchhalterprüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) besteht, darf den Titel „geprüfter Bilanzbuchhalter“ tragen.

Übrigens: Für geprüfte Bilanzbuchhalter hält Robert Half lukrative Stellen bereit. Sie sind interessiert? Hier können Sie Ihren Lebenslauf hochladen

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