Weichen auf Aufschwung: Wohin geht die Reise 2021?

Von Christina Holl on 19. Januar 2021

Ist endlich ein Licht am Ende des Corona-Tunnels sichtbar? Eine aktuelle Umfrage von Robert Half deutet darauf hin. Demnach erwarten viele Führungskräfte schon sehr bald bessere Zeiten. Die Kehrseite der aufkeimenden Wachstumsstimmung: Die Suche nach qualifizierten Fachkräften wird damit nicht einfacher.

In diesem Artikel lesen Sie:

Hoffnung auf Unternehmenswachstum 2021
Gestärkt aus der Krise: Gründe für die Wachstumsstimmung
Personalnachfrage 2021: Keine Entspannung im War-for-Talents
Was 2021 auf der Agenda stehen sollte 

 

  • 72 % der Entscheider in deutschen Unternehmen sind hinsichtlich der Wachstumsaussichten für das erste Halbjahr 2021 zuversichtlich gestimmt.
  • 17 % der befragten Unternehmen planen bereits für die erste Jahreshälfte Neueinstellungen und wollen neue Positionen schaffe.
  • Geschäftsagilität, Anpassungsfähigkeit und Risikomanagement werden auch nach der Krise wichtige Themen bleiben.

Hoffnung auf Unternehmenswachstum 2021

2020 war für viele Unternehmen ein schwieriges Jahr. Aber nach einer Depression kommt bekanntermaßen der Aufschwung – die Frage ist nur, wann die Talsohle durchschritten ist. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie halten viele Entscheider offenbar für überstanden und blicken zuversichtlich ins neue Jahr. Der Optimismus bezüglich der Chancen auf Unternehmenswachstum ist international allerdings unterschiedlich stark ausgeprägt, wie eine aktuelle Umfrage von Robert Half in sechs Ländern zeigt.1

In Deutschland sind immerhin 72 % der befragten Führungskräfte zuversichtlich, dass bereits in der ersten Jahreshälfte 2021 für ihr Unternehmen Wachstum möglich ist.2Im internationalen Vergleich sind sie damit nur verhalten optimistisch. Deutlich positiver fällt die Einschätzung in Brasilien aus (88 %). Auch Unternehmensverantwortliche in Frankreich, Großbritannien (je 78 %) und Australien (77 %) bewerten ihre Wachstumsaussichten noch besser. Lediglich in Belgien ist die Stimmung gedämpfter als in Deutschland, hier gehen nur 68 % von Wachstum im ersten Halbjahr 2021 aus.

Gestärkt aus der Krise: Gründe für die Wachstumsstimmung

Woher rührt diese optimistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten? In der Bundesrepublik sind es diese drei Faktoren, die Unternehmen Hoffnung geben, gestärkt aus der Krise hervorzugehen:

  • die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten im Zuge der Corona-Pandemie (33 %),
  • die Beschleunigung der Digitalisierung (31 %) und
  • das Halten wichtiger Mitarbeiter (30 %).

In anderen Ländern spielt noch ein anderer Faktor eine zentrale Rolle: Global gesehen wird das allgemeine Wirtschaftsklima von 36 % der Befragten als wichtigster Grund für die Wachstumsstimmung genannt. In der Bundesrepublik teilt allerdings nur gut jede vierte befragte Führungskraft (26 %) diese Einschätzung.

Ohnehin ist es schwierig, ein globales Bild zu zeichnen. Während in Europa aktuell in zahlreichen Ländern aufgrund der hohen Infektionszahlen wieder Lockdowns gelten, werden die Auswirkungen des Coronavirus auf der Südhalbkugel durch den beginnenden Sommer derzeit abgemildert. Und im asiatisch-pazifischen Raum, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, ist man vielfach bereits einen Schritt weiter als hierzulande.

Insgesamt stehen die Zeichen für 2021 jedoch auf Erholung und Aufschwung. Der Trend zum hybriden oder vollständigen Arbeiten aus der Ferne sowie die Ausweitung von Online-Geschäftsaktivitäten haben weltweit Auswirkung auf die Personalnachfrage und Rekrutierungsmaßnahmen von Unternehmen.

Personalnachfrage 2021: Keine Entspannung im War-for-Talents

Obwohl die Pandemie weiterhin massiven Einfluss auf die Wirtschaft hat, planen nur wenige Arbeitgeber hierzulande, im ersten Halbjahr Stellen abzubauen. Drei Viertel der befragten Unternehmen beabsichtigen, ihre Mitarbeiterzahl konstant zu halten – was auch die Besetzung frei gewordener Stellen einschließt. 17 % wollen sogar neue Positionen besetzen.

Diese Daten bestätigen, was wir bei Robert Half schon seit Beginn der Pandemie beobachten: In unsicheren Zeiten ist eine resiliente, anpassungsfähige und agile Belegschaft Gold wert. Natürlich sind dies grundsätzlich wichtige Faktoren, die Unternehmen bei ihrer Personalstrategie immer im Hinterkopf haben sollten. Aber wenn schnelles Reagieren gefragt ist, etwa aufgrund disruptiver Marktentwicklungen oder ungeplanter digitaler Transformation, sind diese Eigenschaften entscheidend, um handlungsfähig zu bleiben.

Unternehmen, die über solche Arbeitskräfte verfügen, gelingt es leichter, auch in unsicherem Fahrwasser auf Kurs zu bleiben. Eben diesen Mitarbeitern ist in der Krise vielfach allerdings auch ihr Wert bewusst geworden. Das sorgt für eine Verschärfung im Kampf um qualifizierte Fachkräfte. Das gilt insbesondere für die Bereiche, in denen die Nachfrage nach Talenten derzeit stark steigt:

  1. Verarbeitende Industrie
  2. IT-Dienstleistungen
  3. Finanzdienstleistungen
  4. Pharmabranche
  5. Logistik

Infografik Wachstumsaussichten-2021

Was 2021 auf der Agenda stehen sollte

Das Krisenjahr 2020 hat viele Unternehmen dazu veranlasst, die eigenen Prioritäten neu zu bewerten und deutlich gemacht, wie wichtig organisatorische Resilienz ist. Agilität auf allen Unternehmensebenen – Stichwort: Geschäftsagilität, Anpassungsfähigkeit und durchdachtes Risikomanagement werden in vielen Unternehmen auch im neuen Jahr wichtige Themen bleiben. Jetzt gilt es, angestoßene Prozesse langfristig zu implementieren.

Denn auch wenn mit dem Impfstart das Ende der weltweiten Pandemie näher rückt: Die Wirtschaft wird volatil bleiben. Unternehmen müssen auf verschiedenste Szenarien vorbereitet sein. Das sorgt auch bei der Personalplanung für Herausforderungen. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften hat trotz der Krise nicht nachgelassen – im Gegenteil. Die Abwanderung von Leistungsträgern kann daher schwer zu kompensieren sein. Besser, es kommt gar nicht erst dazu. Eine flexible Personalstrategie hilft, bei unsteten Bedingungen handlungsfähig zu bleiben und kann die Belegschaft vor Überlastung schützen.

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1 1.800 befragte Führungskräfte mit Personalverantwortung in Australien, Belgien, Brasilien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Befragungszeitraum: November 2020.

2 300 befragte Führungskräfte mit Personalverantwortung. Befragungszeitraum: November 2020

Bildquelle: © Sam Farallon - unsplash.com