Wie SMART sind Ihre Ziele? 7 Tipps für die erfolgreiche Zielvereinbarung

Von Alenka Mladina 15. Februar 2016

“Nur wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg” sagte einst der antike Philosoph Epiktet. Diese Erkenntnis spielt auch in der Mitarbeiterführung und der Zielvereinbarung eine elementare Rolle. Führungskräfte, die sinnvolle Ziele setzen, bringen Ihr Team nicht nur auf den richtigen Kurs, Sie schaffen es außerdem schneller ans Ziel.

Es gibt zwei Aspekte, die erfolgreiche Manager in der Mitarbeiterführung immer gemeinsam haben: Erstens, sie bringen die 6 wichtigsten Soft Skills für die Mitarbeiterführung mit (Hier finden Sie die wichtigsten 6 Soft Skills).

Und Zweitens, sie setzen die richtigen Ziele für alle Beteiligten. Letzteres ist gar nicht so einfach. Ich habe Ihnen 7 Fragen mitgebracht anhand derer Sie überprüfen können, ob Sie die richtigen Ziele für Ihr Team gesetzt haben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Ziele zu vereinbaren?

Die meisten Menschen bevorzugen einen markanten Zeitpunkt, wie den Jahresanfang oder den Beginn des neuen Monats, um Ziele zu vereinbaren. Darauf sollten Sie nicht warten, sondern handeln, sobald es nötig ist. Unterscheiden Sie zwischen Team- und individuellen Zielen.

Legen Sie Jahres- und Projektziele fest. Bei neuen Mitarbeitern sollten Sie die übergeordneten Ziele früh kommunizieren. Sobald sich der neue Kollege einen guten ersten Überblick verschaffen konnte, sollten Sie gemeinsam eine detaillierte Zielvereinbarung ausarbeiten.

Habe ich die Ziele aufgeschrieben?

Bevor Ziele aufgeschrieben sind, sind sie oft nicht mehr als ein Gedanke. Wussten Sie, dass wir Menschen durchschnittlich 35 Gedanken pro Minute denken? Wenn Ihre Ziele nur in Ihrem Kopf existieren, sind sie unweigerlich vage und unsicher.

Damit Ihre Ziele konkret werden, müssen Sie diese zunächst für sich selbst schriftlich festhalten und anschließend für Ihre Mitarbeiter in Form einer Zielvereinbarung.

Kann jeder Mitarbeiter die Ziele nachvollziehen?

Gehen Sie auf Nummer sicher, dass Ihr Team die Ziele verstanden hat – und warum es sowohl für jeden einzelnen als auch für das Unternehmen wichtig ist, sie zu erreichen. Erst dann werden die Mitarbeiter voll bei der Sache sein und außerdem selbstständig am Erreichen der Ziele arbeiten können.

Erfüllen meine Ziele die SMART-Voraussetzungen?

Im englischsprachigen Raum hat sich für die Überprüfung der Ziele die SMART-Regel etabliert. Jeder Buchstabe steht dabei für eine Voraussetzung, die erfüllt werden muss.

S (specific) = spezifisch, genau

M (measurable) = messbar

A (attainable) = erreichbar

R (relevant) = wichtig, sinnvoll

T (time-bound) = zeitgebunden

Achten Sie darauf, sowohl qualitative, als auch quantitative Ziele festzulegen. Sehr anschaulich werden die SMART-Ziele in diesem Erklärvideo von Caritas dargestellt.

Sind alle Zielvorgaben aufeinander abgestimmt?

Sie sollten sicher gehen, dass alle Ziele im Unternehmen aufeinander abgestimmt sind. Nur wenn Ihr persönliches Ziel und die Ihrer Mitarbeiter auf ein gemeinsames Unternehmensziel ausgerichtet sind, werden Sie dieses auch erreichen können.

Habe ich realistische Ziele festgelegt?

Herausfordernde Ziele provozieren eine höhere Leistung als einfache Ziele. Wenn das Ziel jedoch nicht erreichbar ist, demotiviert es alle Beteiligten. Stellen Sie sicher, dass Sie realistische Ziele vereinbaren, die zwischen diesen Extremen liegt.

Weiß jeder Beteiligte, was er als nächstes tun muss

Ziele sind sinnlos, wenn Sie nicht in tägliche, wöchentliche und monatliche Aufgaben unterteilt werden, die von verschiedenen Mitarbeitern erledigt werden. Konzentrieren Sie sich auf das Wichtige und informieren Sie sich in regelmäßigen Teammeetings über die Zielerreichung.

Für manche Ziele ändern sich im Laufe der Zeit die Rahmenbedingungen oder es werden Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als falsch erweisen. Pochen Sie dann im Mitarbeitergespräch nicht auf die vereinbarten Ziele. Das wirkt demotivierend und kann schlimmstenfalls zum Verlust wertvoller Mitarbeiter führen. Achten Sie daher unbedingt auf eine positive Fehlerkultur, denn nur wer gar nichts tut, macht keine Fehler.

Zuletzt noch ein Hinweis: In vielen Unternehmen ist die Zielvereinbarung an die Bonuszahlung geknüpft. Heikel wird es für Sie als Vorgesetzten, wenn die Ziele nicht erreicht wurden und die Bonuszahlung daher geringer ausfällt als erwartet. Wie Sie Veränderungen beim Bonus richtig kommunizieren lesen Sie hier: Weniger Bonus? 4 Tipps für das Gespräch mit Ihren Mitarbeitern.

Was sind Ihre Best Practices, um Ziele für Ihr Team festzulegen? Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen, gleich unten im Kommentarfeld oder an [email protected].

 

Bildquelle: © Kurhan - Fotolia.com

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