Arbeitswelt nach Corona: Worauf sich Manager jetzt einstellen müssen

Von Christina Holl on 6. August 2020

Wie wird die Arbeit in der Zukunft nach Corona aussehen? Wie wird sich die Rolle des Managements verändern? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Paul McDonald von Robert Half und der freie Berater Nic Marks in einem YouTube-Video. 

Wie sieht die Zukunft der Arbeit nach Corona aus?

Seit Ausbruch von Covid-19 hat der Kampf gegen das Virus zahlreiche gewohnte Abläufe und Arbeitsprozesse beeinflusst. Diese Folgen werden die Unternehmen und ihr Management noch lange spüren. Zwar werden einige der Veränderungen mit der Zeit verschwinden, doch andere können dauerhaft sein und manche neu hinzukommen. 

Worauf müssen sich Führungskräfte und Mitarbeiter künftig einstellen? Dazu stellen Paul McDonald, Senior Executive Director bei Robert Half, und der Berater, Statistiker und Autor Nic Marks in einem Gespräch Überlegungen an.

Wie Covid-19 die Arbeitswelt verändern wird, sehen Sie auch in unserem Video:


Wir fassen hier die wichtigsten Thesen und Aussagen zusammen. Die zentrale und abschließende Botschaft sei aber schon an dieser Stelle genannt: Die Zeit nach Corona erfordert zwar große Umstellungen, aber “nach dem Regen kommt wieder Sonnenschein”.

Hinweis: Die Unterhaltung ist auf Englisch. Sie können sich bei Bedarf über das Zahnrad-Symbol unten rechts (Einstellung) deutsche Untertitel einblenden lassen.

Investieren in die Zufriedenheit der Mitarbeiter 

Nach den Wochen und Monaten der Kontaktbeschränkungen und dem deshalb vielfach verordneten Home-Office kommen viele Beschäftigte wieder an ihre Arbeitsplätze im Unternehmen zurück. Manche dürfte die zurückliegende Zeit mental mitgenommen haben. Damit verbunden ist oft ein Verlust an Produktivität. Deshalb sollte die psychische Gesundheit der Mitarbeiter im Vordergrund stehen. 

Nic Marks rät Unternehmen, in das Wohlbefinden der Belegschaft zu investieren. Denn Untersuchungen zeigten, dass zufriedene Mitarbeiter das Fünffache an Rendite pro Jahr hinsichtlich Kreativität, Innovation, Produktivität und Zusammenarbeit erbringen. Dieser Fakt wird wegen Corona stärker in den Fokus rücken.

Besonders jetzt ein offenes Ohr haben

Der Weg in die Zukunft der Arbeit wird bis auf Weiteres noch holprig sein können, weil Märkte, Kundenbedürfnisse und Lieferketten in Veränderung begriffen sind. Deshalb sollten Führungskräfte ihren Geschäftspartnern, aber auch ihren Mitarbeitern, jetzt besonders gut zuhören. Das hilft dem Management, Prozesse neu zu koordinieren und in die Organisation zu implementieren.

So können Unternehmen schneller reagieren und agil(er) werden. Das funktioniert in kleineren Betrieben besser, weil dort die Hierarchien flacher als in größeren sind.  

Technologische und soziale Kompetenzen stärken

Die Corona-Pandemie hat die fortschreitende Digitalisierung beschleunigt. Deshalb, so Marks, müssen Führungskräfte künftig technisch versierter als bisher sein. Weil die Entwicklung auch die Mitarbeiter betrifft, erhöht sich zusätzlich der Bedarf an sozialen Kompetenzen.

Es wird mehr Empathie gefragt sein, um den Beschäftigten, ihren Aufgaben und ihren Arbeitsbedingungen gerecht zu werden.

Remote-Work gleicht geografische Hindernisse aus

Für Unternehmen wird es wichtiger, neue Mitarbeiter ohne direkten Kontakt zu finden und einzustellen. Das Rekrutieren aus der Ferne erweitert allerdings gleichzeitig den Fokus auf die Kandidaten.

Der Arbeitsmarkt dürfte sich dahingehend verändern, dass mehr Mitarbeiter als heute das Home-Office oder eine freiberufliche Tätigkeit wählen. Die Drei- oder Vier-Tage-Woche oder die Einstellung von Freelancern könnten im Zuge von Future-Work beliebter werden.

Der Vorteil: Menschen sind produktiver, wenn sie freier darüber entscheiden können, wie sie arbeiten. Das dürfte eher wichtig werden, als der Einfluss von künstlicher Intelligenz und anderen Trends.

Wir bei Robert Half kennen die Herausforderungen für aktuelles Recruiting. Möchten Sie bei der Personalsuche auf unsere Expertise zurückgreifen, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Bildquelle: © Johannes Plenio - pexels.com

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