Mitarbeiterentwicklung und Weiterbildung

Um die Zukunft einer Firma zu sichern, reicht es heute nicht mehr aus, nur den aktuellen Wissensstand der Mitarbeiter zu kennen. Es kommt vielmehr darauf an, was diese in Zukunft wissen müssen, um für den zunehmenden Wettbewerb gerüstet zu sein. Zudem ist die Investition Ihres Unternehmens in die Weiterbildung der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor für die Motivation und Bindung herausragender Mitarbeiter.

Hier sind einige Optionen für Weiterbildungsmaßnahmen sowie deren Vor- und Nachteile aufgezeigt:
 

Weiterbildung in der Firma 

Schulungen innerhalb der eigenen Firma sind die am meisten verbreitete Form der Weiterbildung. Dafür werden mehrere Mitarbeiter gemeinsam von einem Referenten durch ein Weiterbildungsprogramm geführt. Der Trainer ist entweder selbst Mitarbeiter des Unternehmens oder ein fachlich qualifizierter Referent von außerhalb.

  • Vorteile: Der Hauptvorteil einer In-House-Schulung ist, dass sie viele Möglichkeiten zur Interaktion in der Gruppe bietet und Trainern die Chance gibt, die Gruppe zu motivieren und auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Mitarbeiter einzugehen.
  • Nachteile: Diese Form der Schulung erfordert einigen internen administrativen Aufwand (Zeitpläne erstellen, Schulungsräume reservieren etc).
     

Öffentliche Seminare

Sie können Ihre Angestellten ermutigen, an spezifischen Workshops teilzunehmen, die von Weiterbildungsinstituten angeboten werden. Diese Seminare finden meist in einem Hotel oder Tagungshaus statt und sind bestens zur Mitarbeiterentwicklung geeignet. Es gibt eine Vielzahl von Schulungsanbietern. Ihre Personalabteilung kann Sie bei der Auswahl unterstützen.

  • Vorteile: Öffentliche Seminare erfordern wenig oder gar keinen administrativen Aufwand. Die Kosten pro Teilnehmer sind überschaubar.
  • Nachteile: Die meisten angebotenen Seminare sind zwangsläufig eher allgemein gehalten. Die Themen haben nicht immer direkte Relevanz für Ihre Firma. Und: Die Qualität dieser Seminare ist nicht gleichbleibend hoch.
     

Fortbildungen für Führungskräfte 

Bei der Mitarbeiterentwicklung für Führungskräfte stehen Seminare und Workshops von Universitäten und Business Schools hoch im Kurs. Meist decken sie eine große Bandbreite an sowohl theoretischer Weiterbildung als auch praktischen Übungen zur Umsetzung von Managementmaßnahmen ab.

  • Vorteile: Die Referenten sind meist Hochschullehrer mit umfangreichem Fachwissen. Diese Seminare sind auch eine gute Möglichkeit für die Teilnehmer, Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen.
  • Nachteile: Fortbildungen an renommierten Universitäten können die Führungskräfte für längere Phasen in Anspruch nehmen, als Ihnen lieb ist. Auch sind diese Seminare oft teuer – deshalb sollten sie sorgfältig ausgewählt werden. Achten Sie darauf, dass Managementkonzepte und -techniken abgedeckt werden, die zu den strategischen Zielen und zur Unternehmenskultur Ihrer Firma passen, und sie praktisch anwendbar sind.
     

E-Learning

Die großen Vorteile des E-Learnings liegen in der Flexibilität und Geschwindigkeit, mit der eine Echtzeit-Situation wie im Seminarraum hergestellt wird, ohne dass man dort wirklich präsent sein muss.

  • Vorteile: E-Learning hat viele wichtige Vorteile:
    • Die Bandbreite und Reichweite von Fortbildungen in Unternehmen hat sich signifikant erhöht.
    • Die Nebenkosten der Weiterbildungen werden stark reduziert, z. B. Reise- und Übernachtungskosten für die Teilnehmer.
    • Die Teilnehmer können in ihrem eigenen Tempo und in ihrem eigenen Zeitplan lernen, so dass Arbeitsausfälle vermieden werden.
    • Die Teilnehmer können die Informationen speichern und später wieder darauf zurückgreifen.
    • Die Teilnehmer können sich individuelle Ziele setzen, um verschiedene Stufen des Lernerfolgs zu markieren.
  • Nachteil: Die Kehrseite des E-Learnings ist der Mangel an zwischenmenschlichem Kontakt. Der Referent ist nicht direkt mit den Teilnehmern in Kontakt, und das kann den Lernerfolg bei denjenigen hemmen, die nicht von sich aus motiviert sind. Andererseits: Wenn ein Angestellter nicht nach Erfolg strebt, passt er vielleicht nicht perfekt in Ihre Firma.