Work-Life-Balance und Arbeitszeit

Das Arbeitsumfeld spielt neben dem Gehalt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung eines Angestellten, in Ihrer Firma zu bleiben oder nicht. In dieser Hinsicht sind kleine Firmen großen gegenüber oft im Vorteil, denn sie können die Work-Life-Balance kreativer gestalten und Arbeitszeiten oft flexibler organisieren.

Eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung ist für Arbeitnehmer sehr attraktiv. In einer Studie von Robert Half bewerteten Angestellte die Wichtigkeit flexibler Arbeitszeiten mit am höchsten.

Flexibilität wird für Mitarbeiter heutzutage immer wichtiger und zahlreiche Arbeitszeitmodelle helfen ihnen, Arbeits- und Privatleben besser zu vereinbaren. Auch Unternehmen profitieren davon, denn Angestellte mit einer gewissen Arbeitszeitflexibilität arbeiten produktiver. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie für ein wenig mehr Geld zur Konkurrenz wechseln, sinkt.

Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung

Es gibt verschiedene Modelle für flexible Arbeitszeitgestaltung, von denen wir hier die fünf gängigsten vorstellen:

  • Flexible Arbeitszeiten. Bei dieser Art der Arbeitszeitgestaltung können die Angestellten ihren Arbeitstag oder ihre Arbeitswoche selbst gestalten. In manchen Firmen können die Angestellten nicht nur entscheiden, wann sie arbeiten, sondern auch, wie lange. Meist aber wird vom Unternehmen eine Kernarbeitszeit festgelegt, während der die Mitarbeiter anwesend sein müssen. Sie haben innerhalb gewisser Grenzen die Wahl, wann ihr Arbeitstag beginnt und wann er endet.
     
  • Home-Office. Mit Home-Office können Mitarbeiter regelmäßig und an vorher festgesetzten Tagen einen Teil ihrer Arbeit zu Hause erledigen.
     
  • Teilzeitarbeit. Die wöchentliche Arbeitszeit variiert meist zwischen 20 und 29 Stunden. In manchen Unternehmen können die Angestellten entscheiden, an welchen Tagen sie arbeiten und wie lange. Dieses Arrangement ist reizvoll, da die Mitarbeiter private Verpflichtungen, wie die Kinderbetreuung, mit ihrer Arbeit in Einklang bringen können
     
  • Job-Sharing. Wie der Name schon sagt, teilen sich zwei Teilzeitkräfte eine Vollzeitstelle. Das Gehalt und die Zusatzleistungen richten sich danach, welchen Anteil des Jobs der einzelne Angestellte übernimmt. Voraussetzungen für das Funktionieren dieses Arrangements ist, dass beide Arbeitskräfte für den Job qualifiziert sind, und vor allem, dass sie harmonisch zusammenarbeiten.
     
  • Verkürzte Arbeitswoche. Hier arbeiten die Angestellten die normale Anzahl von Wochenstunden, aber an weniger als fünf Tagen. Die meistverbreitete Form der verkürzten Arbeitswoche wird “4/10” genannt – die Angestellten arbeiten an vier Tagen jeweils 10 Stunden, anstatt 40 Stunden auf fünf Tage zu verteilen.