Empfehlungen von Mitarbeitern nutzen

Früher galten Empfehlungen von Mitarbeitern als eine eher riskante Art, offene Stellen zu besetzen, da sie oft dem Verdacht von Vetternwirtschaft und Klüngelei ausgesetzt waren. Tatsächlich jedoch können Referenzen für Unternehmen eine sehr verlässliche Quelle für die Suche nach neuen Mitarbeitern sein. Die meisten Angestellten würden niemals Freunde oder Bekannte für eine Stelle vorschlagen, für die diese nicht geeignet sind. In der Praxis hat sich ebenfalls gezeigt, dass die Fluktuation bei Mitarbeitern, die durch eine Empfehlung ins Unternehmen kamen, eher unterdurchschnittlich ist.

Es ist also keine Überraschung, dass immer mehr Firmen Programme für Mitarbeiter-Empfehlungen auflegen. Sie stellen Belohnungen (z. B. zusätzliche Urlaubstage, Ausflüge, Zusatzzahlungen) für Mitarbeiter in Aussicht, die erfolgreich einen neuen Kollegen empfehlen.

Bevor Sie ein Referenzprogramm auflegen, sollten Sie den systematischen Ablauf zur Verwaltung definieren.

Folgende Fragen können dazu in Ihre Überlegungen einfließen:

  • Welche Anreize wollen Sie Angestellten anbieten, die Ihnen Empfehlungen für neue Mitarbeiter geben? Hängen diese Incentives von der Qualifikation oder der Höhe der Position ab?
     
  • Wie lange muss der empfohlene Mitarbeiter in Ihrer Firma bleiben, bevor der Mitarbeiter die Zusatzleistung erhält? (Üblich ist in den meisten Unternehmen das Bestehen der Probezeit).
     
  • An welchen Ablauf muss sich ein Angestellter, der eine Empfehlung gibt, halten?
     

Wenn Sie ein Programm für Empfehlungen aufgebaut haben, kommunizieren Sie es Ihren Mitarbeitern, z. B. über E-Mails und interne Newsletter. Das Ziel sollte sein, so viele Referenzen wie möglich zu erhalten. Erinnern Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig an das Programm und sorgen Sie dafür, dass alle erfahren, wenn ein Kollege einen Bonus für eine Empfehlung erhält.