Vorbereitung aufs Assessment-Center

Überzeugen Sie im Stresstest

Junge Leute schauen sich ein Dokument an

Bei Unternehmen beliebt, von Bewerbern gefürchtet: das Assessment-Center. Wer zum Showdown der Personalauslese eingeladen wird, sollte sich gut vorbereiten. Denn bei Selbstpräsentation, Gruppendiskussion oder Postkorbübung lauern einige Stolperfallen.

 

Online oder offline: Arten von Assessment-Centern

Alle Assessment-Center haben ein Ziel: den idealen neuen Mitarbeiter finden. Diese Varianten gibt es:

  • Online-Assessment-Center: Insbesondere große Unternehmen setzen auf dieses Verfahren. Als Ergänzung zu Ihrer Online-Bewerbung müssen Sie Wissens- und Persönlichkeitstests meistern.
  • Einzel-Assessment-Center: Kommen eher bei der Auswahl von Führungskräften zum Einsatz.
  • Gruppen-Assessment-Center: die klassische Variante. Diese Form der Bewerberauswahl dauert ein bis drei Tage.
     

Mit guter Vorbereitung das Assessment-Center meistern

Assessment-Center sind für viele Bewerber Anspannung pur. Wer in Prüfungssituationen zum Stressschwitzen neigt, sollte ein zweites Hemd einpacken. Mit der richtigen Vorbereitung ist aber alles möglich. Apropos Hemd, beim Assessment-Center gilt der gleiche Dresscode wie beim Bewerbungsgespräch.

Im Assessment-Center stehen Sie unter permanenter Kontrolle durch sogenannte Assessoren. Je nach Teilnehmeranzahl sind drei bis fünf dieser Beobachter vor Ort – und beurteilen Sie anhand Ihrer beruflichen Kompetenzen, Leistungsmotivation sowie Persönlichkeit. Auch wenn Assessoren vermeintlich objektiv sind: Sympathien spielen im Assessment-Center eine wichtige Rolle. Seien Sie authentisch, niemand kann sich unter Dauerbeobachtung glaubhaft verstellen.
 

Einzelkämpfer oder Teamplayer: Assessment-Center Übungen

Gewöhnlich erwarten Sie im Assessment-Center Übungen, in denen Sie als Teamplayer überzeugen oder sich selbst präsentieren müssen. Je nach Länge des Assessment-Centers durchlaufen Sie drei bis acht Tests.

  • Einzelübungen: Beliebt unter den Assessment-Center-Übungen ist die Selbstpräsentation. In rund 15 Minuten gilt es einen zehnminütigen Vortrag über sich und den beruflichen Werdegang vorzubereiten. Platzieren Sie darin eigene Stärken wie Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen.

Tipp: Bereiten Sie Ihre Selbstpräsentation schon zu Hause vor. Glänzen Sie mit Eloquenz, Kompetenz und Wortwitz. Wer sympathisch agiert, kommt weiter.

  • Gruppenübungen: Mitläufer oder Initiator? Im Assessment-Center sind Übungen zu meistern, die genau diese Frage beantworten. Oft müssen Sie in der Gruppe ein branchentypisches Problem lösen. Achtung: Erst analysieren, dann Argumentation zurechtlegen und vorbringen.

Tipp: Achten Sie auf Ihre Körpersprache und versuchen Sie, das Problem einvernehmlich zu lösen. Dazu zählt auch, dass Sie konstruktive Kritik geben und annehmen können. Ihre Soft Skills wie Kommunikations- und Teamfähigkeit werden hier von den Assessoren genau geprüft.
 

Der Klassiker: die Postkorbübung

Die Postkorbübung im Assessment-Center testet Ihre Stressresistenz, Ihr analytisches Denken und Ihre Fähigkeit, Entscheidungen unter Zeitdruck wohlüberlegt zu treffen. Bei der Postkorbübung müssen Sie innerhalb eines engen Zeitfensters eine große Anzahl an Dokumenten (der symbolische Postkorb) sichten, die darin beschriebenen Probleme lösen und Termine koordinieren, die teilweise gleichzeitig stattfinden. Hinzu kommen ein dauerklingelndes Telefon und private Probleme – fertig ist der Stressbelastungstest.

Tipp: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick und bewahren Sie Ruhe. Machen Sie sich klar, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen und welche Sie an Mitarbeiter delegieren können. Einen idealen Weg gibt es selten. Legen Sie sich gute Argumente für Ihre Entscheidungen zurecht.

 

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