Projektliste zum Lebenslauf

Mann liest draußen.

Die Extra-Seite zu Ihrem Lebenslauf

Geben Sie Ihrem Lebenslauf das gewisse Extra – mit einer zusätzlichen Projektliste. Der Vorteil: Auf dieser „dritten Seite“ arbeiten Sie Ihre spezifischen Kompetenzen heraus und präsentieren Ihre praktischen Erfahrungen. Gerade die Fachabteilung ist besonders daran interessiert, im Detail zu sehen, was Sie bislang geleistet haben – ohne, dass Ihr Lebenslauf zu lang oder unübersichtlich wird.

Projektliste zum Lebenslauf: Erfahrung im Detail aufgelistet

Ihre praktischen Qualifikationen und beruflichen Einsatzgebiete würden jeden Lebenslauf sprengen? Dann ergänzen Sie Ihre Vita um eine ausführliche Projektliste.

Eine solche dritte Seite ist bei erfahrenen Fach- und Führungskräften sinnvoll, die bereits in vielen Projekten mitgearbeitet haben – zum Beispiel in den Branchen IT, Consulting, Marketing oder Finance. Ebenso bietet sich eine Projektliste für Selbständige und Freiberufler an, die sich um eine Festanstellung bewerben.

Auf der separaten Seite zeigen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber detailliert, an welchen Projekten Sie bislang mitgearbeitet bzw. welche Sie geleitet haben. HR-Manager interessiert vor allem, welche Aufgaben und Funktionen Sie dabei hatten – zum Beispiel Führungs-, Personal- oder Budgetverantwortung. Zudem stellen Sie besondere Erfolgsstorys heraus, wie von Ihnen geplante Kampagnen, gewonnene Kunden oder organisierte Events. Gleichzeitig rücken Sie bestimmte Aspekte Ihrer Persönlichkeit ins Rampenlicht – durch Ihren ganz eigenen Schreibstil.

Dadurch sammeln Sie bei Personalverantwortlichen Pluspunkte – vorausgesetzt, Ihre Projektliste bietet einen echten Mehrwert zu Ihrem Lebenslauf. Unnötige Doppelungen zur Vita und irrelevante oder zu ausschweifende Informationen kommen gar nicht gut an. Zudem ist beim Texten viel Fingerspitzengefühl gefragt: Wenn Sie Ihre Erfolgsstorys und besonderen Leistungen präsentieren, vermeiden Sie, dass Sie überheblich wirken.

Leistungen auf den Punkt gebracht: So erstellen Sie eine gute Projektliste

Die Projektliste ist antichronologisch aufgebaut. So sehen Personalverantwortliche sofort, in welcher Position Sie zuletzt gearbeitet haben.

Wichtig dabei: Beschränken Sie sich auf das Wesentliche. Wählen Sie nur besonders erfolgreiche Projekte aus, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Insgesamt sollte die Projektliste als Ergänzung zu Ihrem Lebenslauf nicht länger als eine Din-A-4-Seite sein.

Die meisten Personalverantwortlichen bevorzugen dabei einen Aufbau, der dem tabellarischen Lebenslauf ähnelt. Das heißt für Sie: Schreiben Sie kurze Stichpunkte anstatt lange, narrative Texte. Nennen Sie zu jedem Projekt Infos, die Ihre Leistungen greifbar machen und Ihre Tätigkeit detailliert beschreiben – zum Beispiel:

  • Zeitraum
  • Kunde bzw. Branche
  • Position und Projektverantwortung
  • Auftrag sowie Projektbeschreibung
  • Kosten des Projekts
  • Projektsprachen am Einsatzort

Die „dritte Seite“: Türöffner auch für Berufseinsteiger

Übrigens: Die Ergänzung zum Lebenslauf muss nicht zwingend eine Projektliste sein. Greifen Sie auf der Extra-Seite auch bestimmte Aspekte Ihres Lebenslaufs auf – etwa häufige Berufs- bzw. Branchenwechsel. Das bietet sich für Quereinsteiger oder Selbständige an, die keine entsprechenden Arbeitszeugnisse nachweisen können.

Optimal nutzen Sie die separate Seite für ein Motivationsschreiben. Darin erklären Sie – ergänzend zu Ihrem Anschreiben – warum Sie bei diesem Unternehmen arbeiten möchten und was Sie dazu qualifiziert. Gerade für Berufseinsteiger ohne praktische Erfahrung kann das ein Türöffner sein.

Eine weitere Möglichkeit, wie Sie zusätzlich zum Lebenslauf punkten: Fügen Sie Arbeitsproben in Ihre Bewerbung ein. So zeigen Sie schwarz auf weiß, was Sie bisher geleistet haben. Dadurch geben Sie dem einstellenden Unternehmen die Chance, sich ein direktes Bild von Ihrer Arbeitsleistung zu machen.

 

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