Lücken im Lebenslauf

Wann Personaler von Lücken sprechen

Frau sitzt auf Koffer am Meer

Wer ist schon perfekt? Sie brechen nach ein paar Semestern Ihr Studium ab oder erhalten unerwartet die Kündigung, und schon ist Sie da – die Lücke im Lebenslauf. Bewerben Sie sich nun für eine neue Stelle, spricht der Personaler Sie garantiert auf diesen Bruch in Ihrer Vita an. Das ist kein Grund zur Sorge, dafür eine typische Bewerbungsfrage.

Am besten Sie bleiben ruhig und stehen souverän zu Ihrem Werdegang.

Je nachdem wie lange und wann die Lücken im Lebenslauf auftauchen, haben Sie nichts zu befürchten. Eine Lücke gilt erst als solche nach einem Zeitraum von drei bis vier Monaten. Handelt es sich lediglich um drei oder vier Wochen, waren Sie möglicherweise im Urlaub. Vielleicht benötigten Sie nach einem Jobwechsel auch ein wenig Zeit, um auf andere Gedanken zu kommen. In diesem Fall macht Ihnen bestimmt kein Personaler einen Vorwurf, dass Sie erst einmal eine Auszeit brauchten.

Wie Sie sich bei Lücken im Lebenslauf verhalten

Die Grundregel: Seien Sie ehrlich! Merkt ein Personaler, dass Sie Ihren Lebenslauf aufgehübscht haben, wirken Sie insgesamt unglaubwürdig. Das kann zur Folge haben, dass Sie es nicht über das Vorstellungsgespräch hinausschaffen. Ihre Chance auf den Traumjob ist dann passé.

Täuschen Sie auch nicht, indem Sie im Lebenslauf die Monatsangaben bei Ihren Tätigkeiten weglassen:

So bitte nicht: Jahresangaben

2016 Angestellt bei Firma XY
2015 Praktikum bei Firma YZ

So machen Sie es richtig: Monatsangaben

02/2016 bis heute Angestellt bei Firma XY
01/2015 bis 01/2016 Praktikum bei Firma YZ
 

Bleiben Sie immer bei der Wahrheit, aber achten Sie auf Ihre Formulierung: Sind die Lücken im Lebenslauf entstanden, weil Sie krank, arbeitslos oder Studienabbrecher waren, schreiben Sie das genau so. Verschleiern Sie in diesen Fällen nichts – der Personaler ist auch ein Mensch und wird Ihre damalige Situation verstehen.

Waren Sie zum Beispiel wegen eines missglückten Jobwechsels eine Zeit lang arbeitslos, schreiben Sie stattdessen, dass Sie arbeitssuchend waren. Das wirkt aktiver und drückt Ihre Bemühungen aus. Geben Sie an, wenn Sie Ihr ehemaliger Arbeitgeber gekündigt hat. Verzichten Sie aber darauf, die Gründe bis ins Detail auszuführen – dazu haben Sie im Vorstellungsgespräch noch genug Zeit.

Wählen Sie auch Ihre Gliederung entsprechend Ihrer Vita aus: Entstand die Lücke erst kürzlich, entscheiden Sie sich für einen chronologischen Lebenslauf. Hat sie sich bereits früh in Ihrer Laufbahn ergeben, ist die antichronologische Variante die bessere Wahl. So stehen die positiven Positionen im Lebenslauf am Anfang und fallen dem Personaler als Erstes auf.

Fazit

Stehen Sie zu Ihrer Vita. Sie riskieren sonst, dass Sie in Erklärungsnot kommen und unglaubwürdig wirken. Viele Gründe für Lücken im Lebenslauf lassen sich leicht erklären und sind auch für Personaler nachvollziehbar. Achten Sie bei Brüchen im Lebenslauf auf Ihre Formulierung. Verwenden Sie positive und aktive Begriffe – so machen Sie einen guten Eindruck.