Erfolgreiche Gehaltsverhandlung

So überzeugen Sie Ihren Chef von einer Gehaltserhöhung

Handschlag zwischen zwei Männern im Büro

Die Gehaltsverhandlung ist eine delikate Angelegenheit. Nicht nur Timing und Ton müssen stimmen. Die eigentliche Arbeit beginnt bereits vorher. Wenn Sie bekommen wollen, was Ihnen zusteht, müssen Sie lange vor der Gehaltsverhandlung Argumente sammeln.
Die folgenden Tipps bereiten Sie optimal auf die Verhandlungen mit Ihrem Vorgesetzten vor.

Wenn die eigene Überzeugung stimmt, klappt auch die Gehaltserhöhung

Nicht nur im Vorstellungsgespräch sorgt das Thema Gehaltsverhandlung für Schweißperlen auf der Stirn. In regelmäßigen Abständen sollten Sie auch das Gespräch mit Ihrem Chef suchen, um Ihre Vergütung neu auszuhandeln. Wie in jedem Gespräch gilt hier: Wenn Sie selbst von Ihrem Anliegen überzeugt sind, fällt es Ihnen auch leichter, andere davon zu überzeugen. Die Gehaltsverhandlung beginnt deshalb bereits lange vor dem eigentlichen Termin – indem Sie überzeugende Argumente sammeln.
 

Die Gehaltserhöhung durch Leistung rechtfertigen

Das beste Argument für eine Gehaltserhöhung sind berufliche Erfolge. Das setzt allerdings zwei Dinge voraus: Ihre Leistungen sind sichtbar, bestenfalls sogar messbar, und Ihr Vorgesetzter nimmt sie auch wahr. Zu große Bescheidenheit wie auch Prahlerei sind im Berufsleben fehl am Platz: Wenn Sie nicht dafür sorgen, dass Ihr Chef Ihre Erfolge mitbekommt, bringen Sie sich selbst um den verdienten Lohn.
 

Regelmäßige Feedbackgespräche als Vorbereitung

Das erreichen Sie durch regelmäßige Feedbackgespräche. Sie sind eine gute Gelegenheit, um über Ziele und Leistungen zu sprechen. Vereinbaren Sie solche Gespräche mindestens alle sechs Monate. Sie zeigen damit Ihre Motivation, das Beste zu geben, und können bei dieser Gelegenheit Ihren Vorgesetzten darauf hinweisen, dass Sie Ihre Ziele erreicht haben.
Das Thema Gehalt sollten Sie bei solchen Gesprächen allerdings außen vor lassen, sonst suggerieren Sie dem Vorgesetzten, dass es Ihnen hauptsächlich ums Geld geht. Heben Sie sich diesen Punkt lieber für die eigentliche Gehaltsverhandlung auf.
 

Gute Argumente für die Gehaltserhöhung: messbare Ergebnisse

  • Die besten Karten im Gehaltspoker haben Sie, wenn sich Leistung, Erfolge und Motivation schwarz auf weiß nachweisen lassen. Folgende Argumente können Sie dabei ins Feld führen:
    Ihr Aufgaben- oder Verantwortungsbereich hat sich erweitert. Ziehen Sie hierzu Ihren Arbeitsvertrag heran und vergleichen Sie die dort beschriebenen Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche mit Ihrem aktuellen Arbeitsalltag.
  • Der Erfolg Ihrer Abteilung: Gibt es dort messbare Verbesserungen, seit Sie Ihre Stelle angetreten haben oder seit Ihrer letzten Gehaltsverhandlung?
  • Ihre Motivation für die Zukunft: Legen Sie dem Vorgesetzten Ziele vor, die Sie im kommenden Jahr erreichen möchten.
     

Schlechte Argumente: private Ausgaben und Unzufriedenheit

In der Gehaltsverhandlung sind ausschließlich berufliche Leistungen als Argumente zulässig. Vermeiden Sie private Gründe, sie schwächen Ihre Position. Gestiegene Lebenshaltungskosten oder ein aufgenommener Kredit überzeugen Ihren Arbeitgeber nicht davon, dass Sie ein höheres Gehalt verdient haben.
Ebenso wenig sollten Sie eine Gehaltsverhandlung anstreben, weil Sie mit Ihrem Job unzufrieden sind. Der Grund ist in den seltensten Fällen das Gehalt. Suchen Sie in diesem Fall lieber das Gespräch, um direkt Dinge anzusprechen, die Sie stören.
Eine zeitliche Empfehlung für die Gehaltsverhandlung in der Form „jedes x-te Jahr“ gibt es übrigens nicht. Der richtige Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn Sie genügend Argumente gesammelt haben.

 

* Im vorliegenden Text wird durchgängig die männliche Form benutzt. Im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes sind diese Bezeichnungen als nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten.

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