Mit bester Empfehlung

So geben Sie Referenzen in Ihrer Bewerbung an

Geschäftsmann und -frau schauen auf Tablet

Karriere macht man, indem man mit Köpfchen und Können überzeugt. Schon in den Bewerbungsunterlagen bietet sich Ihnen die ideale Gelegenheit – durch Referenzen und Empfehlungsschreiben. Doch nicht jeder eignet sich als Referenzgeber. Diese Tipps helfen Ihnen, die Stolpersteine auf dem Weg zum perfekten Referenzschreiben zu umgehen.

Der Unterschied zwischen Referenzen und Empfehlungsschreiben

Arbeitszeugnisse müssen laut Gesetz immer wohlwollend verfasst werden, der Interpretationsspielraum für verklausulierte Formulierungen ist jedoch groß. Deshalb werden Empfehlungsschreiben immer gefragter, wie sie vor allem in den USA schon länger gang und gäbe sind. Statt Zurückhaltung ist bei Referenzen der große Auftritt gefragt: Denn das Referenzschreiben hebt Ihre Vorteile klar und deutlich hervor.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Referenzen in Bewerbungen unterschieden:

  • die konkrete Benennung einer Person mit Kontaktdaten, die Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber Auskunft über Ihre Fähigkeiten gibt und
  • das Empfehlungsschreiben, das auf rund einer Seite über Ihre Leistungen und persönlichen Eigenschaften informiert.

 

Wer sich als Referenzgeber eignet – und wer nicht

Nahe Verwandte haben bestimmt nur Positives über Sie zu berichten, sind aber für Empfehlungsschreiben tabu. Überzeugen können Sie hingegen mit Ihrem Ausbilder, (ehemaligen) Arbeitgebern und Kollegen. Referenzschreiben von Geschäftspartnern oder Universitätsprofessoren machen sich ebenfalls gut. Zugegeben: Fingerspitzengefühl gehört dazu, wenn Sie jemanden um eine Referenz bitten möchten. Stellen Sie sich vorab zwei Fragen. Erstens: Kennt die Person mich und meine Fähigkeiten wirklich gut? Zweitens: Ist sie bereit, in meinem Sinne positiv darüber zu berichten? Können Sie beide Fragen mit „Ja“ beantworten, bitten Sie den potenziellen Referenzgeber direkt um Unterstützung. Falls nicht, suchen Sie lieber weiter.

Tipp: Pflegen Sie Ihr berufliches Netzwerk, online wie offline. Oft findet sich dadurch von selbst jemand, der von Ihrer Persönlichkeit, Kompetenz und Leistungsbereitschaft überzeugt ist und gerne ein Referenzschreiben erstellt.

 

Referenzen optimal platzieren

Handelt es sich bei den Referenzen in Ihrer Bewerbung um Kontaktdaten, können Sie diese schon im Anschreiben nennen: „Mein ehemaliger Vorgesetzter Max Mustermann gibt Ihnen gerne Auskunft über meine strukturierte Arbeitsweise.“ Alternativ fügen Sie die Informationen auf einer gesonderten Seite nach Ihrem Lebenslauf an – mit Name, Position und Kontaktmöglichkeiten sowie einer kurzen Erklärung, in welcher Beziehung Sie zu Ihrem Fürsprecher stehen.

Entscheiden Sie sich für ein Empfehlungsschreiben in Briefform, platzieren Sie es idealerweise als erstes in Ihrem Anhang. Es ist durchaus als Ersatz für die sogenannte „Dritte Seite“ zu sehen. Ein bis zwei Referenzschreiben genügen.

 

Empfehlungsschreiben – das muss rein

Zu guter Letzt kommt es natürlich immer auf den Inhalt an. Diese Kriterien machen ein überzeugendes Referenzschreiben aus:

  • Klare Ausrichtung: Sprechen Sie sich mit dem Autor ab, welche Eigenschaften besonders erwähnt werden sollten und warum. Bewerben Sie sich etwa für eine leitende Position, sollte das Referenzschreiben Ihre Führungsqualitäten betonen.
  • Formal korrekt: Das ideale Empfehlungsschreiben ist eine DIN-A4-Seite lang und vom Referenzgeber persönlich unterschrieben.
  • Vollständig: In welchem Arbeitsverhältnis stehen Sie zueinander? Wie kennen Sie sich? Welche Erfolge haben Sie aus Sicht des Referenzgebers erzielt? Diese Fragen muss das Empfehlungsschreiben beantworten.
  • Auf den Punkt gebracht: Was der Name Empfehlungsschreiben verspricht, sollte der Fürsprecher halten. Das heißt, am Ende steht eine Empfehlung Ihrer Referenzperson. Etwa für welchen Bereich Sie besonders geeignet sind.

 

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