Case Study Generation Y

Informelle Prozesse statt starrer Strukturen für die Generation Y

Millionen Menschen sind fasziniert von der intellektuellen Herausforderung Schach. Cisha entwickelt und vermarktet professionelle E-Learning-Umgebungen rund um den König der Brettspiele – wie beispielsweise die Onlineplattform Chess24. Die meisten Mitarbeiter des 2012 gegründeten Start-ups sind nach 1980 geboren – also Vertreter der sogenannten Generation Y. Wie sich die Unternehmensführung auf die spezifischen Bedürfnisse dieser anspruchsvollen Generation einstellt und Spaß an der Arbeit mit unternehmerischem Erfolg verbindet, verrät Gründer und CEO Michael Brundig in der Fallstudie.

Wenn ich die Generation Y mit einem Wort beschreiben sollte, würde ich sagen: Sie ist freiheitsliebend. Dem müssen sich Unternehmen stellen, wenn sie diese gleichzeitig sehr leistungsbereiten Menschen als Mitarbeiter für sich gewinnen wollen. Denn Gratis-Obst und Sportangebote – die es bei uns natürlich auch gibt – wirken nur in der Recruiting-Phase als Argument. Arbeitszeiten, Gehalt und Arbeitsgeräte werden ohnehin als selbstverständlich wahrgenommen.

Langfristig ist vielmehr das Arbeitsumfeld entscheidend: Unsere Mitarbeiter möchten spüren, dass sie sich im Unternehmen entfalten können und einen wertvollen Beitrag für ihr Team leisten. Gerade IT-Spezialisten lieben es, zu experimentieren und kreative Lösungen zu entwickeln. Da erzeugen starre, stark formalisierte Arbeitsprozesse schnell Unzufriedenheit.

Wir bei Cisha verzichten daher auf einengende Strukturen. In den seltenen Planungsmeetings geben wir lediglich das Ziel vor, für den Weg setzen wir jedoch auf einen selbstorganisierenden Prozess aus spontanen Meetings und informeller Kommunikation. Dafür schaffen wir die nötige Infrastruktur aus entsprechenden Kommunikationsplattformen: Mit Hilfe von Workflow-Tools verteilen die Teams beispielsweise ihre Aufgaben selbständig und diskutieren die Arbeitsschritte untereinander.

Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung dieser Prozesse: Zu unseren festen Routinen gehört es, nicht nur regelmäßig den Projektfortschritt zu bewerten, sondern auch die Arbeitsabläufe. Damit trennen wir strikt zwischen Sach- und Kommunikationsebene und geben jedem Kollegen eine Stimme. Das zeichnet uns als Arbeitgeber aus und bringt uns hoffentlich trotz des Fachkräftemangels auch in Zukunft motivierte Mitarbeiter.

Welche Chancen und Herausforderungen sehen sich die IT Abteilungen bis zum Jahr 2020 gegenüber? Laden Sie sich unsere Broschüre kostenfrei herunter.

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