Welche Kompetenzen einen guten Business Partner auszeichnen

Führungsqualitäten als Kernkompetenz

CFO Report 2013

Bis vor nicht allzu langer Zeit hatten die meisten Fachkräfte im Finanzwesen einen Buchhaltungshintergrund und benötigten für ihre Tätigkeit lediglich fundierte Finanzfachkenntnisse. Soziale Kompetenzen waren wünschenswert, aber nicht notwendig. Business Partner allerdings benötigen diese sozialen Fähigkeiten zwingend. Darüber hinaus sind unternehmerisches Denken, Führungsqualitäten, Präsentationsfähigkeiten und andere Soft Skills gefragt.

Die Studie zeigt, dass Führungskräfte ein profundes Verständnis der jeweiligen Branche (38 %) und des eigenen Geschäftsbereichs (27 %) als wichtige Kompetenzen erachten. Viele Business Partner stellt jedoch genau dieser Punkt vor große Herausforderungen. Neben den entsprechenden Fachkenntnissen spielen Neugier und die Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen und Dinge infrage zu stellen, eine große Rolle. Auch sehr gute Kommunikationsfähigkeiten halten Führungskräfte in Finanzabteilungen für unerlässlich.

Ein weiterer Schlüsselfaktor sind Führungsqualitäten, die immerhin 36 % der Befragten für eine besonders wichtige Eigenschaft halten.

Thibault de Tersant, Finanzvorstand von Dassault Systèmes, stellt klar: „Jemand, der nur reagiert und Analysen erstellt, ist nicht sehr hilfreich. Partner in der Finanzabteilung müssen Probleme aktiv angehen und Lösungen entwickeln. Sie sollten daher stets Initiative zeigen und die Führungsrolle engagiert ausfüllen." Antoine Bayon de Noyer, Deputy Group CFO des Reiseunternehmens Carlson Wagonlit Travel, bestätigt diese Sicht: „Führungsqualitäten sind wichtig, um als Business Partner erfolgreich zu sein. Dies beinhaltet einen unverbrauchten Blick auf Fragen und die aktive Suche nach möglichen Lösungen unter Berücksichtigung verschiedener Alternativen."

Talentmanagement im Finanzwesen

Das Anforderungsprofil für Mitarbeiter in Finanzabteilungen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Business Partner müssen heute nicht nur versiert mit Wirtschaftsthemen umgehen, sondern zudem ausgeprägte Kommunikations- und Führungskompetenzen mitbringen. Doch Mitarbeiter mit diesen Fertigkeiten und Talenten sind schwer zu finden. Zudem gibt über die Hälfte (53 %) der Befragten in Deutschland an, es sei sehr schwierig, traditionelle Finanzangestellte zu Business Partnern umzuschulen.

Im Rahmen der Personalentwicklung und des Talentmanagements im Finanzwesen kommt naturgemäß der Personalabteilung eine Schlüsselstellung zu – sie definiert die zentralen Fertigkeiten neuer Arbeitskräfte und legt Entwicklungspläne und Fortbildungsprogramme für aktuelle Mitarbeiter fest. Um entsprechende Stellen adäquat besetzen zu können, müssen Finanzressorts jedoch ihren Einfluss auf die Personalabteilung weiter ausdehnen, so die Überzeugung der befragten Führungskräfte.

Eine Möglichkeit, geeignete Business Partner intern weiterzubilden, besteht im Rotationsprinzip: Mitarbeiter der Finanzabteilung werden dabei für eine gewisse Zeit in anderen Arbeitsbereichen eingesetzt. Obwohl diese Methode als durchaus effizient gilt, suchen 80 % der befragten Unternehmen das erforderliche Personal außerhalb des Unternehmens.

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