Wie Vorgesetzte zur Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter beitragen können

März 10, 2014

Was Angestellte im Job zufrieden macht und wie Chefs zum Glück Ihrer Assistenzkräfte beitragen können, lesen Sie in einer aktuellen Studie von Robert Half.

Studie zeigt, was im Job glücklich macht

Sind es monetäre Anreize, Chancen zur persönlichen Entfaltung oder einfach die gute Stimmung im Kollegenkreis, die dafür sorgen, dass Angestellte ihrer Arbeit mit Freude nachgehen? OfficeTeam, der spezialisierte Personaldienstleister für Fachkräfte im Büro- und Assistenz­management hat nachgefragt, was Menschen bei der Arbeit jeweils glücklich und unglücklich macht. Demnach hängt Zufriedenheit im Berufsleben auch maßgeblich von der Führungskraft ab.

Insgesamt wurden für die Studie über 200 Fachkräfte im Assistenz- und kaufmännischen Bereich gefragt, woraus sie bei der Arbeit Glück schöpften. Auf Platz eins rangiert bei 23 % der Befragten ein gutes Einkommen, dicht gefolgt von interessanten Aufgaben und Arbeitsinhalten (22 %). Ein fairer Chef und eine Work-Life-Balance, die es den Mitarbeitern erlaubt, berufliche und private Bedürfnisse zu vereinbaren, machen jeweils 16 % der Befragten glücklich.

Als unwichtig für die eigene Zufriedenheit im Job schätzen 31 % der Office-Mitarbeiter hingegen attraktive Zusatzleistungen ein. Ebenso abgeschlagen landen Entwicklungsmöglichkeiten und eine angenehme Unternehmenskultur bei 22 % bzw. 16 % der Befragten auf dem letzten Platz der Zufriedenheitsfaktoren.

Schlechte Chefs – unglückliche Mitarbeiter

Die meisten Faktoren, die umgekehrt zur Unzufriedenheit von Arbeitnehmern beitragen, lassen sich durch passende Führungskonzepte verbessern: Von den befragten Fachkräften im Assistenz- und kaufmännischen Bereich gaben 31 % an, die negative Stimmung im Betrieb schlage ihnen aufs Gemüt. Zudem beklagte sich jeweils mehr als ein Viertel der Befragten über mangelnde Wertschätzung vom Chef (28 %) und ungenügende Kommunikation (27 %).

Mitarbeiter wünschen sich Fairness und Offenheit

Was aber kann eine Führungskraft tun, um zur Zufriedenheit ihrer Teammitglieder beizutragen? Dazu äußerten die Befragten ihre Vorstellungen: Mit jeweils 95 % Zustimmung wünschen sie sich, dass ihr Chef sich fair verhält und klar kommuniziert. Daneben soll ein Vorgesetzter ein positives Arbeits- und Teamklima fördern (93 %) sowie gute Leistungen mit Anerkennung belohnen (91 %).

Vorgesetzte geben sich wenig Mühe

In der Realität scheinen Führungskräfte diesen Anforderungen nur mäßig nachzukommen: Von den Befragten gaben nur 41 % an, dass ihr Chef Interesse an seinen Mitarbeitern zeige, Fairness und Offenheit gegenüber neuen Ideen und Vorschlägen attestierten ihrem Vorgesetzten jeweils 35 % der Fachkräfte im Assistenz- und kaufmännischen Bereich. Mit 34 % ergreift rund jede dritte Führungskraft Maßnahmen für ein angenehmes Miteinander im Team. Fast ein Viertel der Befragten (23 %) gab sogar an, ihr Chef unternehme nichts, um Mitarbeiter glücklicher zu machen.

Die Geschäftsführung ist gefordert

Doch nicht nur auf Führungsebene gibt es Verbesserungspotenzial. Auch strukturelle Veränderungen durch die Unternehmensleitung können zum Glück der Mitarbeiter beitragen. So sagten 78 % der Befragten, eine Flexibilisierung der Arbeitszeit sei für das eigene Glücksempfinden sehr wichtig oder wichtig. Für 71 % ist vorstellbar, mit einer besseren Work-Life-Balance glücklicher zu werden und 66 % wären mit einer guten verkehrstechnischen Anbindung oder guten Lage ihres Arbeitsplatz zufriedener.

Wenn Arbeitnehmer ihre Arbeit mit Unbehagen verrichten, gibt es offenbar meist einen klar identifizierbaren Verantwortlichen – ihren Vorgesetzten. Das kann niemals im Interesse der Unternehmen sein“, beurteilt Sven Hennige, Managing Director Germany & Central Europe von Robert Half die Umfrageergebnisse. „Um die natürlich vorhandene Motivation und Leistungsbereitschaft von Fachkräften nicht zum Schaden von Mitarbeitern, Kunden und auch Unternehmen zu untergraben, sollte sich das Management stetig weiterbilden. Führungskompetenz und Soft Skills stehen fachlichem Know-how dabei auf Augenhöhe gegenüber.