Längeres Studium, vergleichbare Noten – aber mehr Erfahrung

Studenten, die während des Studiums auch Berufserfahrungen sammeln, benötigen durchschnittlich einen Monat länger, um das Studium abzuschließen. Dennoch sammeln sie relevante Vorerfahrungen, die für potenzielle Arbeitgeber eines der wichtigsten Einstellungskriterien darstellen. Aus diesem Grund sollten Studierende einen Nebenjob wählen, der nah an ihrem Fach und ihren Karrierewünschen ist, möglichst viele Berufserfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.

Jobbende Studenten

Ein Nebenjob während des Bachelor-Studiums wirkt sich nicht wesentlich auf die Abschlussnote aus, verlängert jedoch häufig die Studiendauer. Das belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die im DIW Wochenbericht 20 veröffentlicht wurde. Demnach fällt die Abschlussnote lediglich um 0,03 Skalenpunkte schlechter aus als bei Studierenden ohne Nebenjob. Wer 10% seiner Regelstudienzeit in einem Nebenjob arbeitet, benötigt durchschnittlich aber einen Monat länger, um das Studium abzuschließen.

Passende Vorerfahrungen erleichtern die Jobsuche

„Nicht außer Acht lassen sollten Studenten aber, dass sie mit einem studiennahen Nebenjob viele wertvolle Erfahrungen sammeln können. Für potenzielle Arbeitgeber sind relevante Vorerfahrungen eines der wichtigsten Einstellungskriterien überhaupt. Sie erleichtern den Einstieg ins Berufsleben deutlich und rechtfertigen höhere Einstiegsgehälter. Dagegen macht eine Nachkommastelle bei der Endnote oder ein etwas schneller abgeschlossenes Studium nur selten den Unterschied“, sagt Sandra Ramsauer, die als Senior Manager beim Personaldienstleister Robert Half für die Vermittlung von Werkstudenten zuständig ist. „Vorkenntnisse sind aber nicht nur für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ein höheres Gehalt wichtig: Wer Arbeitserfahrung in einem fachlichen Gebiet sammelt, kann viel besser entscheiden, in welche Richtung er die eigene Karriere entwickeln möchte“, so Raumsauer.

Kleine und mittelständische Firmen für Studenten besonders attraktiv 

„Studierende sollten einen Nebenjob wählen, der nah an ihrem Fach und ihren Karrierewünschen ist, so dass er ihnen für später möglichst viel Berufserfahrung und Kontakte beschert“, rät Ramsauer. Wer BWL studiert, kann beispielsweise als Assistenz in der Buchhaltung oder im Marketing arbeiten statt zu kellnern. Zudem können Studierende mit Nebenjobs in Wirtschaftsunternehmen oft mehr verdienen als mit anderen Tätigkeiten, wie dem Austragen von Zeitungen oder dem Verkauf von Popcorn an der Kinokasse. Besonders große Nachfrage besteht aktuell nach Studenten aus den Fachbereichen Informatik, Finanz- und Ingenieurswissenschaften sowie Betriebswirtschaftslehre.

Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen stehen die Chancen gut, einen studentischen Nebenjob zu bekommen. Zudem können Studierende dort aufgrund der geringeren Unternehmensgröße vielfältigere Erfahrungen sammeln als in Großkonzernen, in denen für jede Aufgabe ein eigener Arbeitsbereich zuständig ist.

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