Kommentar: Ineffiziente Einstellungsprozesse schüren Unzufriedenheit bei Mitarbeitern

Oktober 20, 2015

Einer aktuellen Studie zufolge beginnen rund zwei Drittel aller Beschäftigten schon in den ersten drei Monaten nach einem Stellenwechsel wieder mit der Suche nach einem neuen Job (Quelle: Indeed, Pressemeldung vom 20.10.2015).

 

Einer aktuellen Studie zufolge beginnen rund zwei Drittel aller Beschäftigten schon in den ersten drei Monaten nach einem Stellenwechsel wieder mit der Suche nach einem neuen Job (Quelle: Indeed, Pressemeldung vom 20.10.2015).

Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half, kommentiert die Studienergebnisse:

„Es kommt häufig vor, dass Kandidaten gerade in den ersten Wochen nach der Einstellung rasch unsicher sind, ob ihr neuer Job tatsächlich der richtige ist. In der Regel lässt sich das auf einen mangelhaften Recruiting- und Onboardingprozess zurückführen.“

„Ein häufiger Grund für Unzufriedenheit von Arbeitnehmern kurz nach der Einstellung sind falsche Versprechungen vonseiten des Arbeitgebers. Gerne werden Kompetenzen und weitrechende Selbständigkeit zugesprochen, die die spätere Position in der Realität gar nicht hergibt.“

„Zur Unzufriedenheit neuer Mitarbeiter führen auch in Aussicht gestellte attraktive Karrieremöglichkeiten, die sich dann ebenfalls als nicht realistisch herauskristallisieren. Dabei nehmen fehlende Karriereperspektiven laut einer Robert Half Studie unter 200 HR-Managern den ersten Platz der häufigsten Gründe für einen Jobwechsel ein. Wenn Unternehmen neue Mitarbeiter langfristig binden möchten, müssen sie an dieser Stelle unbedingt transparent sein.“

„Daneben kann die Ursache für Unzufriedenheit auch in einer Fehleinschätzung des Arbeitgebers liegen. 80 % der Personalmanager, die im Rahmen der Arbeitsmarktstudie von Robert Half befragt wurden, hatten bereits einmal einen Mitarbeiter eingestellt, dessen Leistung unter den Erwartungen lag. Das liegt sehr häufig an einem nicht optimalen Bewerbungsprozess. Es gibt aber auch Bewerber, die sich besonders gut verkaufen können, in der Realität aber nicht die versprochene fachliche Leistung abrufen können. Am Ende kann beides in eine Fehleinstellung münden.“

Wie Unternehmen Fehlentscheidungen vermeiden können zeigt die Broschüre: „Recruiting: Wie Sie das Risiko einer Fehlentscheidung minimieren“, die kostenlos zur Verfügung steht.