Karriere in der IT: Auf die Arbeitsplätze, fertig, los!

April 6, 2016

2015 beschäftigte die ITK-Branche bereits mehr als eine Millionen Menschen. Auch in Zukunft wird der Markt wachsen sowie der Bedarf an IT-Fachkräften steigen. Die Jobaussichten für IT-Profis oder diejenigen, die es werden möchten, sind also weiterhin rosig. Welche Daten und Fakten sprechen konkret für eine Karriere in der IT?

10 Gründe, warum in IT-Jobs die Zukunft liegt

2015 beschäftigte die ITK-Branche dem Branchenverband Bitkom zufolge bereits mehr als eine Millionen Menschen. Auch in Zukunft wird der Markt durch die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung wachsen sowie der Bedarf an IT-Fachkräften steigen. Die Jobaussichten für IT-Profis oder diejenigen, die es werden möchten, sind also weiterhin rosig. Welche Daten und Fakten konkret für eine Karriere in der IT sprechen, hat der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half Technology zusammengestellt.

Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half kommentiert: „Eine Karriere im IT-Bereich ist aussichtsreich und attraktiv – mehr denn je. Unternehmen sehen mehr und mehr die Notwendigkeit, die Karriereperspektiven für IT-Profis etwa durch Mentoring-Programme oder Workshops zu verbessern, um sie auf dem Weg zu verantwortungsvolleren Positionen zu unterstützen. Im Technologieumfeld passen Firmen Karrierewege kontinuierlich an und schaffen neue Jobprofile. So war etwa die Position des Chief Digital Officer vor ein paar Jahren noch vollkommen unbekannt, heute ist sie eine zentrale Führungsposition.

Robert Half Technology nennt zehn Gründe, warum es sich lohnt, eine Karriere in der IT einzuschlagen:

1. Fachkräftemangel begünstigt Karrierepläne

Die Mehrheit der Technologieverantwortlichen (88 %) findet es herausfordernd oder sehr herausfordernd, qualifizierte IT-Profis zu finden. Gleichzeitig sind 80 % besorgt, ihre besten Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. Denn durch die positive Wirtschaftslage sind IT-Fachkräfte in einer vorteilhaften Position, ihren nächsten Karriereschritt zu planen – sei es eine neue Jobposition, eine Gehaltssteigerung oder ein größerer Verantwortungsbereich.

2. Mit mehr Selbstbewusstsein zu höherem Gehalt

Der zunehmende Bedarf an IT-Fachkräften hat ein gestiegenes Selbstbewusstsein der Kandidaten in Gehaltsverhandlungen zur Folge. Jeder zweite CIO (50 %) macht die Erfahrung, dass IT-Profis heute häufiger über ihr Gehalt verhandeln als in den vergangenen Jahren. Der Hauptgrund: IT-Experten können oftmals zwischen mehreren Jobangeboten auswählen. 

3. IT-Gehälter im Aufwind

Im Jahr 2016 erwarten deutsche CIOs im IT-Bereich Gehaltssteigerungen von etwa 6 % in Deutschland. Mit dem Gehaltsplus übertreffen IT-Profis nicht nur die von der deutschen Bundesbank prognostizierte Inflationsrate von etwa 1,1 % sondern auch die erwartete Gehaltsentwicklung von durchschnittlich 3,0 %. Der Gehaltsanstieg spiegelt somit den hohen Bedarf an IT-Profis wider. Sie sind maßgeblich an der Geschäftsentwicklung beteiligt und sind besonders für anstehende Digitalisierungsprojekte ein wichtiger Partner bei der Umsetzung.

Einen Überblick über die Gehälter von 46 IT-Positionen gibt die Gehaltsübersicht von Robert Half.

4. Gesucht: IT-Sicherheitsexperten

Spezialisierte IT-Profis sind besonders gefragt: Für 43 % der CIOs ist es besonders schwierig, qualifizierte Fachkräfte im Bereich IT-Security zu finden. Der Sicherheitsaspekt spielt bei vielen aktuellen Themen, wie Digitalisierung, Big Data und Cloud Computing eine wichtige Rolle.

5. IT mit großem Einfluss in Unternehmen

Durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 gewinnt die IT zunehmend Einfluss in Unternehmen und ihren Geschäftsprozessen. Um diese Herausforderung zu stemmen, brauchen IT-Abteilungen personelle Unterstützung. Die Technologiechefs sehen insbesondere in folgenden Bereichen den größten Einfluss auf die Unternehmensentwicklung:

  • IT-Sicherheit (46 %)
  • Cloud-Technologie (24 %)
  • Mobile Lösungen (13 %) 

6. Dynamisch: IT-Pläne für die Zukunft

Knapp die Hälfte der CIOs (49 %) ging im vergangenen Jahr von steigenden IT-Budgets aus, wodurch Unternehmen zunehmend neue Initiativen planen können. Technologiechefs brauchen personelle Unterstützung vor allem für diese geplanten Projekte:

  • Mobile Lösungen (34 %)
  • Verbesserung der Geschäftsprozesse (30 %)
  • Virtualisierung (30 %)

7. Trends 2020: IT-Abteilungen wachsen

Zwei Drittel der deutschen CIOs (66 %) gehen davon aus, dass ihre Teams bis zum Jahr 2020 um 30 % wachsen werden. Gleichzeitig nehmen sie an, dass es schwieriger wird, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten (47 %) und neues Personal zu finden (51 %). Vor allem der deutsche IT-Mittelstand sieht zuversichtlich in die Zukunft. Einer Studie von Bitkom zufolge möchte mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (60 %) neue Mitarbeiter einstellen. 

8. IT fördert Unternehmenswachstum

IT-Abteilungen nehmen verstärkt Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Eine Mehrheit der Technologieverantwortlichen (91 %) stuft die Zusammenarbeit als wichtig oder sehr wichtig für die Wachstumspläne ihres Unternehmens ein. Dabei sieht fast die Hälfte der CIOs und CTOs (45 %) eines steigende Effizienz von Prozessen und Mitarbeitern als größten Vorteil bei der Geschäftsentwicklung.

9. Potenzial für weibliche IT-Spezialisten

Frauen haben gute Chancen in der IT-Branche: In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl der weiblichen IT-Fachkräfte in etwa einem Drittel der Unternehmen (36 %) gestiegen – und diese Entwicklung setzt sich fort. Mentoring-Programme und spezielle Netzwerke können helfen, Frauen im IT-Sektor zu fördern.

10. Innovation ist Trumpf

CIOs und CTOs schätzen ihre Unternehmen als überdurchschnittlich innovativ ein. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht innovativ) bis 5 (sehr innovativ) sehen sie sich bei 3,57. Dennoch sollten Firmen stetig an ihrer Innovationsfähigkeit feilen, um bei der Rekrutierung von IT-Fachkräften der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Denn die Innovationsführerschaft kann für IT-Profis der ausschlaggebende Grund für die Wahl des Arbeitgebers sein.