Karriere-Coaching steigert Produktivität und Motivation

Juli 25, 2012

42 Prozent der befragten Arbeitsnehmer sagen, dass ihr Chef kein effektiver Karriere-Coach für sie ist. Weitere Ergebnisse der Robert Half Studie hier.

Robert Half Studie: Mitarbeiter wünschen sich bei ihrer beruflichen Karriere mehr Unterstützung durch den Chef

Herausragende Leistungen erreichen Spitzensportler nur mit einem engagierten Coach – dies gilt zunehmend auch im Berufsalltag. Für 88 Prozent der deutschen Arbeitnehmer ist es wichtig, einen Vorgesetzten zu haben, der auch ein guter Karriere-Coach ist. Doch die Realität sieht anders aus: 42 Prozent der Befragten sagen, dass ihr Chef kein effektiver Karriere-Coach für sie ist. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie, die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half unter 6.000 Büroangestellten durchgeführt hat.

Ein Drittel der Beschäftigten bekommt nie ein Karriere-Coaching und 28 Prozent werden höchstens ein Mal im Jahr gecoacht. Der Studie zu Folge sollten Unternehmen hier rasch tätig werden, denn ein professionelles Karriere-Coaching steigert die Arbeitsleistung und Produktivität. Dies geben mehr als drei Viertel (77 Prozent) der befragten Arbeitnehmer an. Ein weiterer Pluspunkt ist die Verbesserung der Motivation (67 Prozent).

Ein professionelles Karriere-Coaching ist ein gutes Mittel, um Mitarbeiter lange und eng an die eigene Firma zu binden und zugleich die Produktivität des Unternehmens zu verbessern“, beschreibt Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International, die Vorteile eines solchen Programms. Aus Sicht der Befragten sind gegenseitiges Vertrauen und Respekt (38 Prozent), gefolgt von Wissen und Expertise (33 Prozent) und einer positiven Einstellung (13 Prozent) die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Coach mitbringen sollte.

Kenntnis des Coaching-Stils steigert Erfolg

Die Verdichtung der Studiendaten ermöglicht es, insgesamt vier unterschiedliche Coaching-Typen zu identifizieren. Die damit korrespondierenden Eigenschaften und Verhaltensweisen zu kennen, ist sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeiter wichtig für ein erfolgreiches Coaching.

Der Entscheider-Coach

Für willensstarke Menschen mit ausgeprägtem kaufmännischem Denken ist Führung eine Selbstverständlichkeit. Wettbewerbs- und ergebnisorientiert wollen sie stets die Besten sein – und erwarten dies auch von ihren Mitarbeitern. Diese Coaches setzen hohe Ziele und haben ebenso hohe Ansprüche.

Der kollaborative Coach

Dieser Chef ist eine großzügige Führungskraft, die sehr gut zuhören kann und sich stets für ihr Team einsetzt. Er kennt die besondere Dynamik seines Teams und versteht es, die Zusammenarbeit verschiedener Gruppen zu optimieren. Als Coach investiert er viel Zeit und Energie in die Entwicklung seiner Mitarbeiter.

Der Überzeuger-Coach

Diese Coaches sprühen vor Kreativität und Ideen. Sie lieben es, mit ihrem Team zu brainstormen und so neue Konzepte und Lösungen zu entwickeln. Zudem ermutigen sie ihre Mitarbeiter, außerhalb der üblichen Parameter zu denken und sind in der Lage, flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

Der diagnostische Coach

Diagnostische Coaches führen ihre Abteilungen mit klarer Struktur und legen viel Wert auf funktionierende Prozesse. Bei diesem Coach wird das Team keine unangenehmen Überraschungen erleben, wenn es seinerseits langfristig und verlässlich agiert. Mit ihrer Fähigkeit, Probleme zu lösen, unterstützen diagnostische Coaches ihre Mitarbeiter bei der Entwicklung der individuellen Stärken und ermutigen sie zu konstruktivem Denken, um solide Geschäftsstrategien zu erarbeiten.

Tipps zur Verbesserung der Coaching-Fähigkeiten

  • Führungskräfte sollten sich bewusst machen, dass Coaching ein fester Bestandteil ihres Aufgabenbereichs ist.
  • Es kann durchaus vorkommen, dass Coaches ihr Verhalten den individuellen Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter anpassen müssen und nicht umgekehrt.
  • Ein guter Coach lebt das vor, was er seinen Mitarbeiter rät.
  • Im Rahmen von regelmäßigen Weiterbildungsmaßnahmen, wie der Teilnahme an Seminaren, sollten Coaches ihre Fähigkeiten weiter vertiefen und ausbauen. Auch der Austausch mit dem eigenen Vorgesetzten und der Personalabteilung ist hilfreich für die erfolgreiche Arbeit als Coach.