Jeder zehnte Mitarbeiter bleibt weniger als ein Jahr

Januar 24, 2013

Haupttrennungsgrund ist die mangelnde Eingliederung der Mitarbeiter in die Unternehmenskultur, wie eine Studie von Robert Half zeigt. Mehr dazu hier.

Studie: Unternehmenskultur Hauptgrund für kurze Arbeitsverhältnisse im Finanz- und Rechnungswesen

Die Zeiten, in denen Mitarbeiter ihr Leben lang bei einem Unternehmen arbeiten, sind vorbei. Im Finanz- und Rechnungswesen liegt die durchschnittliche Firmenzugehörigkeit aktuell bei sechs Jahren. Jeder zehnte Beschäftigte bleibt seinem Arbeitgeber noch nicht einmal ein Jahr treu, wie die aktuelle Workplace Studie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt, für die 2.100 CFOs in 13 Ländern befragt wurden. Als Hauptgrund nannten die Finanzchefs Anpassungsschwierigkeiten der neuen Kollegen an die Unternehmenskultur.

Neben der mangelnden Eingliederung in die Unternehmenskultur sind unterschiedliche Erwartungen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber der am häufigsten genannte Trennungsgrund. Jeder fünfte Chef stellt fest, dass neue Mitarbeiter trotz eines überzeugenden Lebenslaufs die an sie gestellten Erwartungen nicht erfüllen. 18 Prozent der Fachkräfte kündigen ihrerseits, weil die neue Rolle ihren Vorstellungen nicht entspricht.

„Die Unternehmenskultur spielt im Job heute eine immens wichtige Rolle. Es gibt Bewerber, die sich besonders in einem mittelständischen Unternehmen mit familiärer Atmosphäre wohlfühlen, während Andere die Herausforderungen eines global agierenden Unternehmens schätzen“, erklärt Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International. „Bei der Vermittlung von Bewerbern legen wir daher auf diesen Faktor besonderen Wert und stellen immer wieder fest, dass eine passende Unternehmenskultur die Weichen für eine langfristige Arbeitsbeziehung setzt.“

Keine Probleme bei der Einarbeitung und Personalplanung

Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter hingegen scheint in vielen Unternehmen sehr gut zu laufen. Nur fünf Prozent der Befragten sehen die Abwanderung von Mitarbeitern in einer unzureichenden und ineffektiven Einarbeitung begründet. Auch die Personalplanung haben deutsche CFOs gut im Griff. Lediglich drei Prozent mussten aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen Mitarbeiter noch im ersten Jahr ihrer Firmenzugehörigkeit freistellen.