Flexible Personalstrategie in der IT-Sicherheit

September 14, 2016

Der hohe Fachkräftebedarf und die häufige Projektarbeit im Bereich der IT-Sicherheit führt zu einer flexiblen Personalstrategie in deutschen Unternehmen:

Arbeitsmarktstudie 2016: IT-Sicherheit mit größtem Stellenaufbau bis 2020

Der hohe Fachkräftebedarf und die häufige Projektarbeit im Bereich der IT-Sicherheit führt zu einer flexiblen Personalstrategie in deutschen Unternehmen: Neben festangestellten IT-Sicherheitsexperten möchten 56 % der IT-Chefs in den kommenden zwölf Monaten zusätzliche Stellen für Zeitarbeitskräfte oder freiberufliche Mitarbeiter in der IT-Sicherheit schaffen oder vakante Positionen mit ihnen besetzen. Dies geht aus der Studie „IT-Sicherheit – Die digitale Zukunft meistern“ des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half Technology hervor, an der deutschlandweit 200 CIOs und CTOs teilnahmen.

Hinsichtlich der Festanstellung sind die Recruitingabsichten in den Unternehmen noch höher als im temporären Bereich: Etwa ein Drittel (31 %) der CIOs und CTOs planen den Ausbau ihres Security-Teams. Fast die Hälfte (49 %) möchten frei gewordene Positionen neu besetzen. Auch in Zukunft werden die Teams für die IT-Sicherheit weiter wachsen. 72 % der IT-Chefs rechnen damit, dass in diesem Fachbereich mit Abstand die meisten neuen Stellen bis zum Jahr 2020 geschaffen werden.

Robert Half hat CIOs und CTOs gefragt: Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die Einstellung von IT-Sicherheitsexperten in den kommenden zwölf Monaten? Würden Sie sagen, Sie … 

   Festanstellungen  Zeitarbeitskräfte & freiberufliche Mitarbeiter
 ... schaffen zusätzlich Stellen? 31 % 15 %
 ... besetzen frei gewordene Stellen neu? 49 % 41 %
 ... schaffen weder neue Stellen noch besetzen Sie frei gewordene Stellen neu? 17 % 21 %
 ... bauen Stellen ab? 1 % 4 %
 Wir beschäftigen keine IT-Sicherheitsexperten in Festanstellung bzw. als Zeitarbeitskräfte/auf freiberuflicher Basis 3 % 20 %

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2016, Befragte: 200 CIOs und CTOs in Deutschland

„IT-Sicherheit erfordert eine flexible Personalstrategie, die festangestellte mit temporären Mitarbeitern ergänzt“, erläutert Sven Henninge, Senior Managing Director Central Europe & the Netherlands bei Robert Half die Einstellungsabsichten der IT-Verantwortlichen. „Festangestellte IT-Sicherheitsexperten sind gerade in Zeiten des Fachkräftemangels für einen kontinuierlichen Geschäftsablauf und die Etablierung der IT-Abteilung als Business-Partner wichtig. Temporäre Mitarbeiter erlauben hingegen die nötige Flexibilität bei kurzfristig anstehenden Projekten, wie etwa die Implementierung von Verschlüsselungstechniken oder eine umfassende Prüfung des aktuellen IT-Sicherheitsstatus. Diesem Vorteil sind sich allerdings nicht alle Unternehmen bewusst: Immerhin jeder fünfte CIO und CTO möchte unserer Arbeitsmarktstudie zufolge keine Zeitarbeitskräfte oder Freiberufler einsetzen.“

Cloud-Security-Experten besonders hoch im Kurs

Vor allem in der Cloud-Security haben IT-Verantwortliche Bedarf an IT-Sicherheitsexperten (54 %). An zweiter und dritter Stelle der gefragtesten Kompetenzen in der IT-Security folgen die Datenanalytik (42 %) und IT-Sicherheitstechnologien (41 %).  

Robert Half hat CIOs und CTOs gefragt: Welche der folgenden Kompetenzbereiche aus der IT-Sicherheit sind besonders gefragt?

 Cloud Security  54 %
 Big Data/Datenanalytik  42 %
 IT-Sicherheitstechnologien
 (IAM, SIEM/SOC, DLP, Malware Protection)
41 %
 Mobile Security 37 %
 Anwendungssicherheit 30 %

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2016, Befragte: 200 CIOs und CTOs in Deutschland

„Um ihr Team für die IT-Sicherheit optimal aufzustellen, müssen Unternehmen analysieren, in welchen Bereichen ihnen temporäre und festangestellte Fachkräfte fehlen“, so Sven Hennige. „IT-Verantwortliche sollten allerdings nicht nur auf das jeweilige Spezialwissen der IT-Experten achten. Da die IT-Sicherheit alle Bereiche eines Unternehmens durchdringt, müssen sie auch die Bedeutung von Corporate Governance, Risikomanagement und gesetzliche Vorgaben verstehen, um zu einer wirksamen Sicherheitsinfrastruktur beitragen zu können.“

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.