Deutsche Unternehmen blicken im internationalen Vergleich positiv auf das Jahr 2020

Die COVID-19-Pandemie wirkt sich auf die wirtschaftliche Entwicklung aller Unternehmen weltweit aus. In einer globalen Arbeitsmarktstudie wurden Führungskräfte zu Einflussfaktoren und ihrer Einschätzung befragt. Hierbei zeigen sich deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich optimistischer.

Nur ein Viertel der deutschen Führungskräfte sehen negative Auswirkungen durch die Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens

  • Für 32 % der befragten Führungskräfte in Deutschland hat die COVID-19-Pandemie positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens bis Ende 2020.
  • Nur 26 % beurteilen die Auswirkungen negativ.
  • Zum Vergleich: In Brasilien bewerten 58 % die Auswirkungen als nachteilig, in Großbritannien sind es 50 % und in Kontinentaleuropa (Belgien, Frankreich, Deutschland) 34 %.

Das Jahr 2020 wird in seiner wirtschaftlichen Entwicklung bestimmt von der COVID-19-Pandemie. Was bedeutet das für Unternehmen? Wie blicken sie auf dieses Jahr und welche Faktoren spielen für ihr Vertrauen oder auch Misstrauen eine Rolle? Die aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt, wie Unternehmen auf diese Phase der beispiellosen, wirtschaftlichen Veränderungen reagieren.

Die ausschlaggebenden Faktoren

Knapp jeder Dritte (32 %) der befragten Führungskräfte in Deutschland vertraut trotz Corona auf die positive wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens bis Ende 2020. Für 42 % der Befragten zeigen sich bisher keine Auswirkungen aufgrund der Pandemie. Als Gründe für diese Einschätzung nennen 31 % die Gesetzes- und Regulierungsänderungen und auch das zu erwartende Wirtschaftklima nach COVID-19 stimmt 31 % der Befragten positiv. Mehr als jeder Vierte (26 %) erwartet gar eine Ausweitung der Geschäftsmöglichkeiten. Auch in den anderen vier befragten Ländern nennen die befragten Führungskräfte diese Aspekte als Ursache für einen vorsichtig optimistischen Blick auf die kommenden Monate.

Mit Investitionen aus der Krise

Die positive Grundstimmung in Deutschland spiegelt sich auch in den in naher Zukunft geplanten Investitionen wieder: 22 % der befragten Manager mit Personalverantwortung (GMs) geben an, dass für sie die Automatisierung von Prozessen und Projekte, die die digitale Transformation vorantreiben, die höchste strategische Priorität bis Ende des Jahres haben. Für 21 % der befragten CFOs steht die Kostensenkung an oberster Stelle, wohingegen für 20 % der befragten CIOs die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit der Systeme und der Schutz von Unternehmensinformationen die Top 1 Priorität ist.

Deutsche Unternehmen stellen weiterhin ein

Mehr als drei Viertel (77 %) der befragten Unternehmen geben an, auch während der COVID-19-Pandemie aus dem Homeoffice neue Mitarbeiter eingestellt oder eingearbeitet zu haben. Lediglich 10 % geben an, dass es aktuell einen Einstellungsstopp auf unbestimmte Zeit gibt. Spannend ist, dass 83 % der befragten Führungskräfte angeben, Arbeitnehmer außerhalb der eigenen Region einstellen zu wollen und verstärkt remote arbeiten zu lassen. Das zeigt, dass sich virtuelle Bewerbungs- und Onboardingmaßnahmen durch Corona vielerorts durchgesetzt haben.

Günstiger Zeitpunkt für strategische Neuausrichtung

„Das Vorantreiben der digitalen Transformation, die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit und das Senken der Kosten werden in den kommenden Monaten von entscheidender Bedeutung sein“, erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France.

„Personalverantwortliche müssen sich jetzt entscheiden, welche Projekte sie bis Ende des Jahres priorisieren und prüfen, ob sie Ihre Businessziele mit der aktuellen Belegschaft erreichen können. Denn durch die Pandemie haben sich die wesentlichen Kompetenzen, die für das Unternehmenswachstum erforderlich sind, möglicherweise verschoben. Jetzt ist der strategisch günstige Zeitpunkt, entweder Positionen neu zu gestalten, aktuelle Mitarbeiter weiterzubilden oder Stellen projektbasiert interimsweise zu besetzen.“

 

Pressekontakt:
Christina Holl
T: +49 (0)89 5454 260 22
E: [email protected]

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