CFOs erwarten durch Automatisierung der Finanzabteilungen vor allem Vorteile für Mitarbeiter

März 9, 2017

Die Automatisierung und Digitalisierung der Finanzabteilungen bedeuten für viele Mitarbeiter strukturelle Veränderungen und einen erhöhten Bedarf an neuen Kompetenzen. Da ist es nicht überraschend, dass sie sich zunehmend um ihren Arbeitsplatz sorgen.

Sorgen um Stellenabbau meist unbegründet

Die Automatisierung und Digitalisierung der Finanzabteilungen bedeuten für viele Mitarbeiter strukturelle Veränderungen und einen erhöhten Bedarf an neuen Kompetenzen. Da ist es nicht überraschend, dass sie sich zunehmend um ihren Arbeitsplatz sorgen. Allerdings meist zu unrecht, wie die aktuelle Befragung von 200 CFOs im Rahmen der Arbeitsmarktstudie von Robert Half jetzt ergab. Im Gegenteil: Die Führungskräfte sehen neben Vorteilen für das Unternehmen sogar zahlreiche Verbesserungen für ihre Angestellten.

Eine erhöhte Produktivität, schnellere Entscheidungen – was die Automatisierung einem Unternehmen an Nutzen bringt, ist inzwischen bekannt. Doch was bedeutet sie für die Mitarbeiter? Vor allem Vorteile, sagen 200 CFOs aus deutschen Unternehmen. Dazu zählen konkret: Arbeitserleichterung, etwa durch weniger Dateneingabe, und die Möglichkeit, sich aufgrund digitalisierter Prozesse schneller neue Kompetenzen anzueignen. Und das sei bereits Realität: 76 % der Finanzmanager geben an, dass die neuen Technologien und digitalen Prozesse ihrem Team bereits dabei helfen, ihre Arbeit besser zu leisten. Mehr noch: Ein Viertel der Befragten (24 %) geht davon aus, dass die Automatisierung sogar eine Verbesserung der Work-Life-Balance zur Folge hat.

Robert Half hat 200 CFOs nach ihrer Zustimmung zu folgenden Statements befragt:

  1. „In der Finanzabteilung meines Unternehmens wurden neue Technologien und digitale Prozesse eingeführt, damit mein Team seine Arbeit besser machen kann.“
    (76 % Zustimmung)

  2. „Automatisierung am Arbeitsplatz führt in meinem Finanzteam nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen, erfordert aber eine signifikante Anpassung der erforderlichen Kompetenzen.“
    (69 % Zustimmung)

  3. „Die Finanzabteilung meines Unternehmens verfügt über die für die Entwicklung und Implementierung von Digitalisierungsmaßnahmen erforderlichen Kompetenzen.“
    (66 % Zustimmung)

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2017, Befragte: 200 CFOs in Deutschland

Automatisierung – Fluch oder Segen?

Die Finanzangestellten selbst stehen den Veränderungen dagegen zögerlich gegenüber. Wie 56 % der CFOs angeben, empfinden die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz aufgrund der zunehmenden Digitalisierung als weniger sicher. Dabei ist die Sorge der Angestellten unbegründet, denn mit 69 % bestätigt die Mehrheit der Befragten CFOs, dass aufgrund der Automatisierung zwar eine signifikante Anpassung der nötigen Kompetenzen erforderlich sei, sich daraus allerdings kein Abbau von Arbeitsplätzen im Finanzteam ergebe. „Die Sorge der Mitarbeiter ist verständlich“, erklärt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half. „Allerdings bedeuten digitalisierte Prozesse eben häufig auch eine Vereinfachung von komplexen Arbeitsschritten und einen besseren Workflow. Davon profitiert also nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Belegschaft.

Herausforderungen im Zuge der Automatisierung

Die Automatisierung der Finanzabteilung bringt für Unternehmen und Angestellte also viele positive Veränderungen. Deshalb ist besonders irritierend, dass rund ein Viertel der CFOs (26 %) nicht auf die volle Unterstützung ihrer Geschäftsleitung und Führungskräfte zählen kann, wenn es darum geht, die Automatisierung im Unternehmen voranzutreiben. „Offenbar gibt es auch im Senior Management noch Skeptiker hinsichtlich der Neuerungen. Das ist besonders überraschend, da viele nötige Kompetenzen in den Teams bereits überwiegend vorhanden sind,“ erklärt Christian Umbs. Denn zwei Drittel (66 %) der Befragten geben an, die Finanzabteilung sei gut geschult und versiert im Umgang mit neuen Technologien.