Attraktive Wettbewerber sind größtes Hindernis bei der Mitarbeitersuche für kleine und mittelständische Unternehmen

Das Recruiting qualifizierter Mitarbeiter ist und bleibt eine der schwierigsten Aufgaben für Manager in deutschen Unternehmen. Ein Hauptgrund: Sie stehen im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter mit begehrteren und attraktiveren Unternehmen in ihrer Region. So gaben 44 % aller Befragten in der aktuellen Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half an, gute Kandidaten an andere Unternehmen zu verlieren, mit denen man nicht konkurrieren könne.

Große Unternehmen verlieren Top-Talente hauptsächlich durch zu lange Einstellungsverfahren

Das Recruiting qualifizierter Mitarbeiter ist und bleibt eine der schwierigsten Aufgaben für Manager in deutschen Unternehmen. Ein Hauptgrund: Sie stehen im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter mit begehrteren und attraktiveren Unternehmen in ihrer Region.

So gaben 44 % aller Befragten in der aktuellen Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half an, gute Kandidaten an andere Unternehmen zu verlieren, mit denen man nicht konkurrieren könne. 

Vor allem für Personalverantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen ist der Wettbewerb mit anderen Firmen das größte Hindernis bei der Gewinnung von Top-Talenten. In großen Unternehmen schätzt man die mangelnde Schnelligkeit bei der Einstellung als am schwerwiegendsten ein.

Ein weiteres Hindernis, mit dem Unternehmen aller Größen zu kämpfen haben, sind technologische Probleme: Veraltete Technologien machen sie als Arbeitgeber unattraktiv. 

Anforderungen an Qualifikationen stehen auf dem Prüfstand

Sladjan Petkovic, Managing Director bei Robert Half: „Je nach Unternehmensgröße unterscheiden sich die Bewertungen der Herausforderungen im Rekrutierungsprozess und mögliche Lösungsansätze. Viele Unternehmen haben erkannt, dass Geld allein kein Allheilmittel ist, um qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.“

Mit insgesamt 40 % geben die meisten Befragten an, flexibler auf Qualifikationsanforderungen einzugehen, also bei geeigneten Kandidaten auf Kann-Kenntnisse zu verzichten, die anschließend in Trainings vermittelt werden können.

„Unternehmen, die diese Flexibilität beweisen und die Schulung neuer Mitarbeiter bereits bei der Einstellung mit einplanen, haben einen Wettbewerbsvorteil“, so Petkovic. 

Außerdem setzen 39 % auf die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Personalvermittler. In großen Unternehmen wird bei der Besetzung offener Stellen häufiger auf die externe Unterstützung zurückgegriffen. Hier ist die Zusammenarbeit mit Personalvermittlern mit 48 % die Top-Maßnahme zur Besetzung offener Stellen.

Was sind die drei größten Hindernisse, wenn es darum geht, Top-Talente in ihr Unternehmen zu bringen?

  Total Klein (49-249 MA) Mittel (250-499 MA) Groß (500+ MA)
Wettbewerber sind attraktiver 44 % 43 % 45 % 41 %
Zu langes Einstellungsverfahren 38 % 32 % 35 % 50 %
Veraltete Technologie im Unternehmen   38 % 38 % 39 % 38 %

Quelle: Robert Half Arbeitsmarktstudie 2019; Befragte: 702 Personalverantwortliche

Welche Maßnahmen würden Sie ergreifen, wenn Sie Probleme haben, eine offene Position in Festanstellung zu besetzen?

  Total Klein (49-249 MA) Mittel (250-499 MA) Groß (500+ MA)
Flexibler auf die Qualifikations-
anforderungen eingehen und neue
Mitarbeiter schulen
40 % 37 % 40 % 43 %
Zusammenarbeit mit einem
spezialisierten Personalvermittler
39 % 42 % 34 % 48 %
Erhöhung des Gehalts/Vergütungspakets 34 % 32 % 36 % 34 %

Quelle: Robert Half Arbeitsmarktstudie 2019; Befragte: 702 Personalverantwortliche