Der Aufbau im Lebenslauf

Formale und inhaltliche Kriterien

Kugelschreiber in einer Hand

Der Lebenslauf ist Ihre Visitenkarte im Bewerbungsverfahren. Bevor Personaler Ihr Anschreiben lesen, werfen Sie meistens zuerst einen Blick auf Ihren Curriculum Vitae (CV). Nur wenn Ihr Werdegang, Ihre Kenntnisse und Kompetenzen zu der ausgeschriebenen Stelle passen, lesen Personaler auch das Anschreiben.

Damit Sie diese erste Vorauswahl erfolgreich überstehen, achten Sie auf einen logischen Aufbau im Lebenslauf. Vermeiden Sie Fehler bei Formatierung, Rechtschreibung und Grammatik. Unsere Checkliste für einen perfekten Lebenslauf hilft Ihnen weiter.

Die richtige Reihenfolge

Personaler haben nicht viel Zeit. Oft filtern sie aus zahlreichen Bewerbungen innerhalb weniger Minuten geeignete Kandidaten aus. Es ist daher wichtig, dass Sie den Lebenslauf strukturiert aufbauen. Eine übersichtliche Gliederung sorgt dafür, dass der Personaler nicht nach Ihren Kompetenzen [Link: Lebenslauf erstellen: Kompetenz ist nicht gleich Kompetenz] suchen muss und Sie ihn schnell von Ihrer Qualifikation überzeugen.

Die Einleitung

Die gängige Reihenfolge im Lebenslauf ist in fünf Abschnitte unterteilt: Beginnen Sie mit Ihren persönlichen Angaben wie:

1. Abschnitt: Persönliche Daten

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • optional Geburtsdatum und -ort sowie Familienstand

Stehen Ihre Kontaktdaten direkt am Anfang, findet der Personaler sie leicht, um Sie zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen.

Der Hauptteil

Im nächsten Absatz folgt Ihr beruflicher Werdegang. Fangen Sie mit Ihrer aktuellsten Tätigkeit an und listen Sie alle weiteren chronologisch absteigend darunter auf. Beginnen Sie zum Beispiel mit Ihrer Position als Vermögensberater und erwähnen Sie anschließend Ihre Bankausbildung. Geben Sie dabei jeweils links den jeweiligen Zeitraum in Monaten und Jahren an. Rechts daneben nennen Sie den Namen und den Sitz des Unternehmens, in dem Sie gearbeitet haben sowie Ihre Position und Ihre Aufgaben. Ihre Angaben müssen der Wahrheit entsprechen, seien Sie jedoch nicht zu bescheiden – schließlich möchten Sie bei Ihrem Arbeitgeber in spe überzeugen.

2. Abschnitt: beruflicher Werdegang

  • Zeitraum (Monat/Jahr)
  • Unternehmen (Name, Adresse)
  • Genaue Position, Aufgaben, Schwerpunkt

Nun ist Ihre schulische Ausbildung gefragt: Gehen Sie hierbei genauso vor, wie bei Ihren beruflichen Tätigkeiten – beginnend mit der aktuellsten Station. Haben Sie studiert oder eine Ausbildung absolviert, dann sind Ihr Abschluss, die inhaltlichen Schwerpunkte und das Thema Ihrer Abschlussarbeit beziehungsweise die Berufsbezeichnung relevant. In diesem Abschnitt können Sie auch diverse Praktika aufführen. Erwähnen Sie diese jedoch nur, wenn Sie entscheidend für die aktuelle Stelle sind oder Lücken im Lebenslauf schließen.

3. Abschnitt: schulische Ausbildung

  • Zeitraum (Monat/Jahr)
  • Studium (Name der Hochschule)
  • inhaltliche Schwerpunkte
  • Thema der Abschlussarbeit, Note
  • Schule (Name der Schule)
  • Abschlussbezeichnung, Note
  • Berufsausbildung (Name des Unternehmens, Adresse)
  • inhaltliche Schwerpunkte
  • genaue Berufsbezeichnung

Bewerben Sie sich zum Beispiel als Fremdsprachenkorrespondent und haben ein Jahr im Ausland verbracht, sollten Sie das unbedingt im vierten Abschnitt anbringen. Der Personaler sieht so, dass Sie Fremdsprachen beherrschen und flexibel sind.

4. Abschnitt: Auslandsaufenthalte

  • Zeitraum (Monat/Jahr)
  • Auslandssemester
  • Au Pair-Aufenthalte

Der Schluss

Lassen Sie zum Ende hin nicht nach – im Schlussteil können Sie noch einmal richtig punkten. Erwähnen Sie im letzten Absatz Ihre Fremdsprachen- und Computerkenntnisse. Ist es für die Stelle relevant, führen Sie hier auch Ihre Führerscheine auf. Ehrenamtliches Engagement wird besonders gerne gesehen: So zeigen Sie Ihre Motivation und Hilfsbereitschaft.

5. Abschnitt: weitere Fähigkeiten

  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Computerkenntnisse
  • ehrenamtliches Engagement
  • Hobbys

Mit Ort, Datum und Unterschrift ist der Aufbau im Lebenslauf perfekt.

Die Formatierung

Präsentieren Sie dem Personaler ein einheitliches Bild, indem Sie konsequent eine Schriftart verwenden. So kann er sich auf das Wesentliche konzentrieren – Ihre Qualifikation. Gängige Schrifttypen sind Arial oder Times New Roman. Wählen Sie höchstens zwei unterschiedliche Schriftgrößen: den Text in Größe 10 oder 12, die Überschriften entsprechend in 12 oder 14.

Ist Ihre Bewerbung interessant, machen sich viele Personaler am Rand Ihres Lebenslaufs Notizen. Lassen Sie deshalb dafür ausreichend Platz und wählen Sie mindestens einen Seitenrand von 1,25 Zentimetern.

Bewerben Sie sich bei einer Bank oder einem IT-Unternehmen, wählen Sie kein allzu ausgefallenes Design oder bunte Farben. Das erzeugt Unruhe und lenkt den Personaler ab. Anders es, wenn es um einen kreativen Job geht, zum Beispiel als Marketingassistent. Hier haben Sie die Chance, mit Ihren gestalterischen Ideen zu punkten.

Fazit – Aufbau im Lebenslauf

Achten Sie im Lebenslauf immer auf eine klare Struktur. Die wichtigsten Informationen müssen auf den ersten Blick erkennbar sein. Sind Sie sich unsicher, zeigen Sie Ihre Bewerbung am besten einem Freund. Lesen Sie ihm das Stellenangebot vor und fragen Sie ihn, inwiefern Sie die Anforderungen erfüllen. Kann er Ihre Frage beantworten, haben Sie beim Aufbau im Lebenslauf alles richtig gemacht.

 

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