Zurück zum Ex-Chef: So klappt die Rückkehr

Von Alenka Mladina 17. September 2013

Den neuen Job haben Sie schon in der Tasche. Nun müssen Sie nur noch die Kündigung über die Bühne bringen. Egal, ob Sie im Frust oder mit einer Träne im Knopfloch gehen: Sie sollten Ihre Kündigung stilvoll gestalten. Vielleicht besteht irgendwann die Chance auf einen Wiedereinstieg und bessere Karrierechancen.

Suchen Sie am besten zuerst das Gespräch mit Ihrem direkten Vorgesetzten. Erläutern Sie ihm Ihre Kündigung und heben Sie vor allem die positiven Aspekte des neuen Jobs hervor. Das können tolle Karrieremöglichkeiten, ein interessanterer Aufgabenbereich, Teamverantwortung oder auch ein attraktiveres Gehaltspaket sein. Wichtig ist, dass Sie dabei ehrlich bleiben!

Vermeiden Sie negative Äußerungen über Ihren aktuellen Arbeitgeber und Kollegen. Konzentrieren Sie sich darauf, das weitere Vorgehen mit Ihrem Noch-Chef abzustimmen. Reichen Sie Ihre Kündigung schriftlich ein. Nicht vergessen: Lassen Sie sich den Erhalt der Kündigung ebenfalls schriftlich bestätigen.

Bleiben Sie trotz Kündigung in guter Erinnerung

Wir empfehlen Ihnen, das Team gemeinsam mit Ihrem Chef über die Kündigung zu informieren. Machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken über mögliche Fragen Ihrer Kollegen – etwa zur künftigen Aufgabenverteilung. Entwickeln Sie in den verbleibenden Wochen eine detaillierte Übergabe. Nehmen Sie dabei auch Wünsche Ihrer Kollegen auf. Das können genaue Abläufe immer wiederkehrender Aufgaben sein oder die ausführliche Dokumentation eines Projektes, das Sie nicht mehr abschließen werden.

Versuchen Sie, Ihren Kollegen mit dem Dokument die Arbeit nach Ihrem Weggang zu erleichtern. Sind Kündigung und Übergabe geklärt, organisieren Sie zum Abschied am besten einen kleinen Ausstand für Ihre Kollegen. Mit kleinen Anekdoten, Dankbarkeit und Wertschätzung bleiben Sie in guter Erinnerung und halten die Tür für einen Wiedereinstieg offen.

Karriere beim alten Arbeitgeber ist gar nicht so unüblich

Unsere Arbeitsmarktstudie zeigt ein erfreuliches Ergebnis: 81 % der Personaler stehen einem Wiedereinstieg von Ex-Mitarbeitern offen gegenüber. Und angesichts des Fachkräftemangels dürfte die Zahl der Comeback-Befürworter weiter steigen.

Rückkehrwillige Ex-Mitarbeiter sind deshalb so gern gesehen, weil sie neue Erfahrungen und einen Blick von außen mitbringen. Trotzdem kennen sie die internen Abläufe und können Ihre Karriere im alten Unternehmen von jetzt auf gleich fortsetzen.

Aber Vorsicht: Bevor Sie sich zu einem Wiedereinstieg bei Ihrem Ex-Arbeitgeber entscheiden, sollten Sie genau prüfen, was sich seit ihrer Kündigung dort verändert hat. Bestehen nach wie vor die gleichen Probleme, die Sie zur Kündigung bewogen hatten, dürfte der neuerliche Jobfrust nach ihrem Wiedereinstieg nicht lange auf sich warten lassen.

Holen Sie sich deshalb Informationen ein – am besten aus erster Hand, etwa von Ihren Ex-Kollegen. Wer hat im Unternehmen aktuell das Sagen? Und wie ist die Stimmung? Ist Ihr Eindruck positiv, tut ein Wiedereinstieg auf jeden Fall Ihrer Karriere gut.

Sind Sie schon mal zu Ihrem Ex-Arbeitgeber zurückgekehrt? Welche Auswirkungen hatte das auf Ihre Karriere?

 

Bildquelle:  © Peter Atkins - Fotolia.com

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