Wie Sie am besten auf Bewerbungsabsagen reagieren

Von Alenka Mladina 18. September 2014

„Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass…“. Schon wieder haben Sie eine Standardabsage erhalten? Wie bei den letzten Bewerbungsabsagen geht aus dem Schreiben nicht hervor, was konkret zu dieser Entscheidung geführt hat. Für Sie ist das sehr ärgerlich, besonders wenn Sie die Absage nach einem positiven Bewerbungsgespräch erhalten. Am fachlichen Können lag es dann wohl nicht. Was können Sie tun?

Absage nach Bewerbungsgespräch: Woran hat’s gelegen?

Gerade dann, wenn nur eine standardisierte Absage ins Haus flattert, bleiben viele Fragen offen. Warum habe ich die Stelle nicht bekommen? Habe ich mich nicht gut präsentiert? Habe ich etwas Falsches gesagt? Oder wurde die Stelle vielleicht gar nicht besetzt? Wer immer wieder Absagen nach dem Bewerbungsgespräch erhält, sollte auf jeden Fall aktiv werden. Zum Einen erfahren Sie nur so, dass es vielleicht ganz knapp für Sie war. Die Absage wäre dann etwas leichter zu ertragen.

Mit einer höflichen Reaktion halten Sie sich zudem für ein späteres Bewerbungsverfahren im Spiel. Oder Sie erhalten Feedback, das Ihnen bei der Reflexion hilft. Sie werden in den nächsten Bewerbungsgesprächen davon profitieren.

Richtig reagieren auf Bewerbungsabsagen 

Eine eigene Absage zu schreiben, wie dieser Bewerber ist zwar einfallsreich, aber nicht sehr erfolgsversprechend. Professioneller ist es, ein Schreiben aufzusetzen, in dem Sie sich für das freundliche Gespräch und die angenehme Atmosphäre bedanken. Bitten Sie darin auch um Feedback für die Bewerbungsabsage, auch wenn Sie dieses auf Grund des AGG mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht schriftlich bekommen. Denn Unternehmen machen sich mit konkreten Begründungen für Bewerbungsabsagen angreifbar. Grund dafür ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Sie haben vielleicht schon mal unter dem Begriff Antidiskriminierungsgesetz davon gehört.

Gründe für die Bewerbungsabsage erfahren Sie meist nur am Telefon

Eine persönliche Einschätzung erhalten Sie eher am Telefon. Lassen Sie sich dabei nur nicht zu schnell entmutigen. Der zuständige Personaler erinnert sich vielleicht nicht gleich an Sie oder hat die Entscheidung nicht selbst gefällt – kennt die Gründe also gar nicht. Bleiben Sie dran und fragen Sie höflich an, ob er die Gründe für Sie herausfinden kann und Sie in ein paar Tagen wieder anrufen dürfen.

Dann stehen die Chancen gut, auch ehrliches Feedback zu bekommen. Am einfachsten ist es übrigens, wenn Sie mit einem professionellen Personalberater zusammenarbeiten. Sollten Sie eine Absage nach dem Bewerbungsgespräch erhalten, nennen unsere Berater immer die Gründe für die Entscheidung und liefern wertvolle Tipps für das nächste Bewerbungsgespräch. 

Wie Sie Feedback schon im Bewerbungsgespräch erfragen

Am Ende habe ich noch einen Tipp, wie Sie schon während des Bewerbungsgesprächs um Feedback bitten. In der Regel stellen Personaler am Ende des Gesprächs gern die Frage, ob Sie – als Bewerber – noch Fragen haben.

Nutzen Sie diese Gelegenheit und fragen Sie Ihr Gegenüber, was er vom künftigen Mitarbeiter in dieser Position erwartet. Aus der Antwort können Sie bereits Anhaltspunkte herausfiltern, wie Ihre Chancen stehen. Damit bietet sich Ihnen auch die ideale Möglichkeit, die wichtigsten Punkte aufzugreifen und Ihre Qualifikation kurz und knapp nochmal darzustellen. So bleiben Sie garantiert in Erinnerung.

Haben Sie schon einmal auf eine Absage nach dem Bewerbungsgespräch reagiert? Wie war die Reaktion?

Weitere hilfreiche Tipps zur Jobsuche, Bewerbung und das Vorstellungsgespräch finden Sie übrigens in unseren Karrieretipps.

Karrieretipps

 

Bidquelle: @ Coloures-pic - Fotolia.com

Das könnte Sie auch interessieren