Veränderungsbereitschaft – die Job-Stärke für die Zukunft

Von Alenka Mladina 12. April 2016

Die wichtigste Stärke für den Arbeitsmarkt der Zukunft ist Veränderungsbereitschaft. Unternehmen erwarten, dass ihre Mitarbeiter sich weiterbilden und flexibel bleiben. Für die Blogparade von Karrierecoach Svenja Hofert haben wir analysiert, was das für Sie als Mitarbeiter genau bedeutet.

Veränderungsbereitschaft – ein sperriges Wort. Grundsätzlich bedeutet es, dass ein Mensch offen auf Neues reagiert. Anstatt ausschließlich auf bewährte Methoden zurückzugreifen, bleibt er flexibel, lernt dazu und entwickelt sich weiter. 

Wofür brauchen Sie Veränderungsbreitschaft in Ihrem Job?

Der technologische Wandel und die Digitalisierung spielen in vielen Branchen eine entscheidende Rolle: Je effizienter Daten verarbeitet werden, desto mehr Ressourcen spart die Firma. Deshalb aktualisieren viele Unternehmen ihre Softwareprogramme und passen ihre Prozesse an. Das funktioniert nur, wenn sich auch die Mitarbeiter darauf einlassen, sich gerne verändern sowie neue Aufgaben schnell und eigenständig erledigen.

Gleichzeitig verändert sich die Zusammenarbeit im Unternehmen. Bisher herrschte in den meisten Konzernen ein strenges Silodenken vor. Das bedeutet, dass die einzelnen Bereiche ihre Arbeitsfelder klar voneinander trennen. Mittlerweile vernetzen sich die unterschiedlichen Abteilungen besser miteinander und nutzen Überschneidungen. Als Mitarbeiter profitieren Sie davon, wenn Sie bereit sind, neue Ideen zuzulassen: Tauschen Sie sich mit Kollegen aus und lernen Sie voneinander.

Damit die Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen gelingt, verzichten Sie auf Fachjargon. CFOs etwa wünschen sich, dass Finanzprofis ihre Kommunikationsfähigkeiten erheblich verbessern.

Problem in der Finanzbranche: Zu wenig Veränderungsbereitschaft

Auch in der Finanzbranche machen sich die Auswirkungen der digitalen Transformation bemerkbar. In einer Arbeitsmarktstudie von Robert Half haben 34 % der befragten CFOs angegeben, dass sie bei ihren Mitarbeitern die Veränderungsbereitschaft vermissen. Außerdem kritisieren sie:

Das sind die größten Herausforderungen, die CFOs für die Zukunft der Finanzbranche sehen.

Die Finanzchefs erwarten von ihren Angestellten, dass sie in den kommenden fünf Jahren sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen weiterentwickeln. Neben besseren Softwarekenntnissen und erhöhter Kommunikationsfähigkeit fordert jeder zweite CFO eine Steigerung der Führungskompetenz. Veränderungsbereitschaft bedeutet deshalb auch, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur Manager müssen Führungsaufgaben bewältigen. Auch als Teammitglied steigt Ihr Wert für das Unternehmen, wenn Sie Projekte souverän leiten oder neue Mitarbeiter zuverlässig einarbeiten.

Mitarbeiter der Finanzbranche müssen ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen erheblich weiterentwickeln, um beruflich erfolgreich zu sein.

So eignen Sie sich Veränderungsbereitschaft als Stärke an

Nicht jeder Mensch ist von Veränderungen begeistert. Wenn Sie eher ein skeptischer oder vorsichtiger Typ sind, reagieren Sie vielleicht reserviert. Das ist völlig in Ordnung. Veränderungsbereitschaft bedeutet nicht, dass Sie jede Neuerung bereitwillig mitmachen müssen. Umgekehrt sollten Sie jedoch auch nicht alles von Anfang an ablehnen. Versuchen Sie, Veränderungen schrittweise zu begegnen:

1. Bleiben Sie auf dem Laufenden: Informieren Sie sich regelmäßig über Newsletter, Blogs oder in Internet-Foren über die Entwicklungen in Ihrer Branche.

2. Holen Sie sich Feedback ein: Besprechen Sie mit Ihrem Chef, welche Fähigkeiten Sie seiner Meinung nach für die Zukunft ausbauen sollten.  

3. Bilden Sie sich weiter: Recherchieren Sie, welche Schulungen oder Konferenzen es in dem Bereich gibt. Schlagen Sie Ihrem Chef vor, dass Sie daran teilnehmen.

4. Reagieren Sie selbstsicher: Veränderungen haben zur Folge, dass Fehler passieren können. Haben Sie keine Angst davor, sondern gehen Sie professionell damit um.

Bauen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse aus – egal, ob Sie eine Führungsposition anstreben oder einfach Ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt steigern wollen. Bleiben Sie sich immer selbst treu, aber lassen Sie sich auf Neues ein – vielleicht entdecken Sie dabei ja zufällig ein bisher verborgenes Talent.

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