Ups! 7 Argumente, mit denen Sie sich im Gehaltsgespräch ins Aus schießen

Von Alenka Mladina 20. Februar 2018

„Kollege XY verdient mehr als ich.“ Wenn Sie mit diesem Argument Ihre Gehaltsverhandlung führen, erreichen Sie vor allem eines: Sie verärgern Ihren Chef! Der interessiert sich nämlich für erbrachte Leistungen und nicht für Ihre Kindergartenrethorik. Welche Argumente Sie sich bei der Gehaltsverhandlung besser sparen sollten.
 

„Woanders verdiene ich mehr“

Na, dann arbeiten Sie auch woanders! So oder ähnlich wird Ihr Chef reagieren, wenn Sie ihm unterschwellig drohen, Ihren Job zu wechseln. Haben Sie wirklich ein anderes Angebot an der Hand, dann stehen Ihre Chancen auf eine Gehaltserhöhung besser. In dem Fall sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über die neue Ausgangssituation, aber ohne ihm dabei die Pistole auf die Brust zu setzen.

Das geht immer: Weisen Sie freundlich darauf hin, wie viel eine Fachkraft in Ihrer Position und in Ihrer Region verdient. Wir unterstützen Sie beim Hausaufgabenmachen mit unserer aktuellen Gehaltsübersicht.

„Jetzt bin ich schon fünf Jahre dabei – Zeit für eine Lohnerhöhung.“

Vielleicht soll Ihr Chef Sie außerdem allmorgendlich mit einem Knicks begrüßen, wenn Sie sich zur Arbeit bemühen? Wachen Sie auf! Sie werden nicht für Ihre Anwesenheit bezahlt. Überlegen Sie sich stattdessen, welche Entwicklungen Sie in dieser Zeit vorangebracht haben. Das stößt auf offene Ohren.

„Mehr bin ich Ihnen nicht Wert?“

Werden Sie keinesfalls schnippisch, wenn Sie ein Gehaltsgespräch führen. Mit Ihrer beleidigten Art stimmen Sie Ihren Chef erst recht nicht um. Womöglich hat er Ihren Wert wirklich nicht erkannt. Dann halten Sie ihm das nicht vor, sondern helfen ihm mit konkreten Zahlen und Fortschritten auf die Sprünge.

„Ich bin besser als Kollege XY. Mein Lohnzettel spricht aber eine andere Sprache.“

Mimimimi. Sind Sie berufstätig oder wieder im Kindergarten? Argumentieren Sie bloß nicht mit den Gehältern anderer. Erstens mögen es Chefs grundsätzlich nicht, wenn sich Angestellte hinter ihrem Rücken über ihre Gehälter austauschen. Zweitens wirken Sie illoyal gegenüber Ihren Kollegen. Drittens: Beurteilt Ihr Arbeitgeber Sie nach Ihrer Leistung.

Übrigens ist es wichtig, wann Sie eine Gehaltsverhandlung führen. Der beste Zeitpunkt für ein Gehaltsgespräch ist etwa, wenn Sie mehr Verantwortung übernehmen. Weitere günstige Momente finden Sie in diesem Beitrag.

„Hallo Chef, Sie auch im Schwimmbad. Sagen Sie mal ...“

Führen Sie eine Gehaltsverhandlung niemals im lockeren Rahmen. Ihr Chef hat mitnichten Interesse an beruflichen Gesprächen während seiner Freizeit. Außerdem wird er sich fragen, ob Sie ihm nur Honig ums Maul schmieren, weil Sie etwas von ihm wollen.

„Ich brauche mehr Geld, weil meine Kinder bald studieren“

Autsch. Ihr Chef ist nicht die Caritas. Er entlohnt Sie nicht für Ihr Privatleben, sondern für getane Arbeit. Verschonen Sie ihn daher mit privaten Gründen für eine Gehaltserhöhung und überlegen Sie sich stattdessen stichhaltige Argumente, die auf Ihren Qualifikationen fußen. Tipps und clevere Argumente für die Gehaltsverhandlung, verraten wir Ihnen hier.

„Meine Schmerzgrenze liegt bei …“

Mit dieser Aussage schießen Sie sich selbst ins Knie. Denn haben Ihre Schmerzgrenze erstmal gezogen, ist die Verhandlung quasi schon beendet. Mehr als den genannten Betrag werden Sie nicht rausholen können – schade!

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