So lösen Sie Denkblockaden, die Ihrem Karrierewechsel unnötig im Weg stehen

Von Alenka Mladina 15. April 2016

Ein Karrierewechsel lockt mit vielen Vorteilen: Mehr Zufriedenheit im Job, bessere Aufstiegschancen oder Entwicklungsmöglichkeiten. Haben Sie sich auch schon mal überlegt, die Karriere in eine neue Richtung zu lenken?

Es gibt dafür spannende Optionen, die nicht unbedingt allzu weit vom bisherigen Job entfernt sein müssen.

Zum Beispiel der Karrierewechsel

  • vom Steuerfachwirt zum Controller,
  • von der Teamassistentin zur Assistenz der Geschäftsführung,
  • in die Selbstständigkeit als Interim Manager
  • oder doch gleich vom Finanzbereich in die IT.

Egal, wohin man wechselt: Die Entscheidung, den sicheren Job aufzugeben, ist immer schwierig. Und so denken wir neben den Verlockungen natürlich auch an die Gefahren: Muss ich wieder ganz unten anfangen? Bin ich zu alt dafür? Wird das Geld im neuen Job reichen?

Diese Fragen können so große Ängste hervorrufen, dass sie Sie blockieren und sogar davon abhalten, eine gute Chance zu ergreifen. Deshalb haben wir den typischen Denkblockaden bei der Entscheidung zum Karrierewechsel auf den Zahn gefühlt:

Download Gehaltsübersicht

Sie befürchten, ein Karrierewechsel bedeutet Einbußen beim Gehalt?

Der Job als Controller reizt Sie, aber als ausgebildeter Steuerfachwirt würden Sie erst einmal wie ein Berufseinsteiger starten. Bedeutet das auch, dass Sie dann weniger verdienen? Diese Denkblockade bereitet Wechselwilligen Bauchschmerzen. Vor allem Arbeitnehmer, die schon lange bei einem Unternehmen sind und eine gut bezahlte Stelle haben, lassen sich dadurch von einem Jobwechsel abschrecken.

Bevor Sie sich dieser schweren Entscheidung stellen, sollten Sie herausfinden, ob die Befürchtungen überhaupt begründet sind. Ohne erste Erfahrung oder relevanten Kenntnissen wird es sicher schwer, überhaupt den Einstieg zu schaffen.

Aber wenn Sie einen Teil Ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten auf den neuen Job übertragen können, sieht die Sache schon ganz anders aus. Gerade ein Karrierewechsel in einen aktuell am Arbeitsmarkt sehr gefragten Job, der auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt ist, kann dann eine Gehaltserhöhung mit sich bringen. Vergleichen Sie deshalb Ihr Gehalt mit dem marktüblichen Niveau und gehen Sie gut vorbereitet in die Gehaltsverhandlung.

Ihre Denkblockade ist fehlende Zuversicht?

Eine der größten Sorgen bei einem Karrierewechsel: Habe ich überhaupt eine Chance, einen Job zu finden? Um das sicherzustellen, sollten Sie vorher unbedingt den Arbeitsmarkt scannen. Für bestimmte Jobs ist die Nachfrage derzeit höher als das Angebot an Fachkräften. Unternehmen werden in diesen Bereichen eher unerfahrene Kandidaten einstellen.

Gute Chancen haben Sie in den Positionen, die gerade besonders stark gesucht werden. Hier erfahren Sie, welche Profile im Finanz- und Rechnungswesen, IT - oder kaufmännischen Bereich richtig stark gefragt sind. Allerdings gilt auch hier: relevante Fachkenntnisse sind Türöffner. Sie müssen wissen, was die wichtigsten Kompetenzen Ihres Traumjobs sind. Wenn Sie sich in diesen Bereichen weiterbilden, steigen Ihre Chancen plötzlich ums Vielfache.

Sie wollen eine andere Karriere, wissen aber nicht welche?

Vielleicht wissen Sie derzeit nur, dass Sie Ihren jetzigen Job nicht mehr ausüben möchten. Ihnen fehlt aber noch die Alternative für den Karrierewechsel. Natürlich sollten Sie sich nicht blind auf die Suche machen oder gar den Job kündigen, ohne einen anderen in Aussicht zu haben.

Schauen Sie sich doch mal in unserem Job-Glossar um. Dort finden Sie viele Berufe mit Beschreibung der Aufgaben und Anforderungen und stoßen möglicherweise auf Ihren neuen Traumjob.

Sie glauben, in Ihrem Alter ist ein Karrierewechsel nicht mehr möglich?

Viele Menschen ziehen einen Karrierewechsel erst gar nicht in Erwägung. Ihre Denkblockade: “Dafür bin ich jetzt schon zu alt”. Sie befürchten, dass es zu lange dauert, um im neuen Beruf aufzusteigen oder dass Unternehmen lieber jüngere Mitarbeiter einstellen. Aber ist es jemals zu spät für einen Wechsel der Karrierelaufbahn, wenn es Sie glücklicher macht?

Wenn Sie Angst vor Zurückweisung haben und einen Job im Finance-, IT oder kaufmännischen Bereich anstreben, kontaktieren Sie uns: Wir prüfen jede Bewerbung, begleiten Sie professionell durch die Bewerbungsphase und lassen Sie auch nach dem unterschriebenen Arbeitsvertrag nicht allein.

Was, wenn Ihr Traumberuf am Arbeitsmarkt nicht gefragt ist?

Generell haben Sie sich schon dafür entschieden, die Karriere zu wechseln. Sie wissen, wo Sie hin wollen und bringen die benötigten Fähigkeiten mit. Die Entscheidung für den Karrierewechsel steht hieb- und stichfest. Nur das Timing für den Karrierewechsel halten Sie für schlecht. Derzeit werden nämlich nicht besonders viele Stellen im Risk Management ausgeschrieben.

Trotzdem ist das ein Argument, das Sie nochmals überdenken sollten. Selbst, wenn im gewünschten Beruf derzeit nicht viele Menschen eingestellt werden, muss das Ihre Chancen nicht schmälern. Unternehmen suchen vor allem nach den motiviertesten Mitarbeitern. Achten Sie darauf, dass Ihre Motivation in der Bewerbung und im Vorstellungsgespräch deutlich sichtbar wird.

Ihre Denkblockade sind Versagensängste?

Jeder Neuanfang bringt die Angst vorm Scheitern mit sich. Sie verlassen Ihr gewohntes Umfeld und sind erst einmal unsicher, ob Sie im neuen Job erfolgreich sein werden. Das ist nur natürlich. Denken Sie doch mal zurück, an Ihre ersten Tage im jetzigen Job. Sie erinnern sich sicher wieder, dass sie dieses Gefühl auch damals hatten, nicht wahr? Es gehört einfach dazu, nur eine Denkblockade sollte daraus nicht entstehen.

Sie können diese Unsicherheit mit dem Wissen abschütteln, dass Sie etwas mitbringen, das gute Erfolgaussichten für den Karrierewechsel verheißt: Motivation und Leidenschaft für den neuen Beruf.

Es fällt Ihnen schwer, Abschied zu nehmen?

Sie haben sich für den Karrierewechsel entschieden und blicken ein letztes Mal zurück: Auf die hart erarbeitete Position, die Sie verlassen, die Netzwerke, die Sie geknüpft haben. Und all das sollen Sie einfach hinter sich lassen? Das sind typische letzte Gedanken, die Sie nicht vom geplanten Wechsel abhalten sollten.

Es ist eine unnötige Sorge, Sie würden Ihre Kontakte zurücklassen. Bestimmt werden Sie sich nicht mehr so intensiv mit langjährigen Wegbegleitern austauschen. Die richtig guten Kontakte werden Sie bestimmt auch weiter begleiten. Wer könnte auch auf Ihrem neuen Karrierepfad Interesse für einen Austausch haben – oder Sie mit interessanten Kontakten im neuen Arbeitsumfeld versorgen? Anstatt Kontakte zurückzulassen, sollten Sie diese als Wegbereiter für die Zukunft sehen.

Sie haben eine ganz andere Denkblockade und wünschen sich einen Experten an Ihrer Seite? Wenn Sie einen Wechsel in einen Finanz-, IT- oder kaufmännischen Beruf planen, können Sie sich hier über aktuelle Jobs informieren. Oder Sie können sich auch direkt initiativ bewerben.

Bildquelle: © coloures-pic / Fotolia.com

Das könnte Sie auch interessieren