Public Viewing als Teambuilding – aber ohne den Chef

Von Alenka Mladina 30. Juni 2014

In WM-Zeiten wächst die Nation zusammen – nicht nur privat. Eine aktuelle Befragung von Robert Half zeigt: Viele Büroangestellte nutzen Public Viewing um Kollegen außerhalb vom Büro besser kennenzulernen. Eine Teambuilding-Maßnahme, die Chefs unterstützen können – auch wenn Sie dabei interessanterweise selbst nicht erwünscht sind.

Public Viewing mit Kollegen ist beliebt

Wenn ich mit Kollegen in der Mittagspause zu unserem Lieblingsitaliener gehe, merken wir sehr deutlich, dass wir uns aktuell in der fünften Jahreszeit befinden: der WM-Zeit. An den Autos flattern die Flaggen und jedes Restaurant zeigt stolz seine Nationalfarben. Und dann sind da natürlich die Massen von Menschen, die sich in Bars, Cafes und Biergärten zum Public Viewing treffen. Oft wildfremde Menschen, die sich nach einem Sieg ihrer Lieblingsmannschaft in die Arme fallen.

Diese Euphorie bringt übrigens auch Arbeitskollegen näher zusammen: Eine Befragung durch Robert Half hat kürzlich gezeigt, dass deutsche Büroangestellte Sportereignisse wie die WM zum Teambuilding nutzen. 71 % der Befragten sehen sich die Spiele gerne gemeinsam mit Kollegen an.

Kollegen privat kennen zu lernen fördert das Teambuilding

Das sollte Chefs freuen: Denn die meisten Angestellten betreiben dabei Teambuilding in Eigeninitiative. Mehr als ein Drittel der Befragten nutzt die Gelegenheit, um ein gutes Verhältnis zu den Kollegen aufzubauen (Darauf sollten neue Kollegen übrigens gerade in der Probezeit achten, Tipps dazu finden Sie hier). Weitere 22 % möchte Kollegen von der privaten Seite kennenlernen.

Darüber hinaus sieht ein Teil der Befragten (9 %) die Möglichkeit Kollegen kennenzulernen, die in anderen Abteilungen arbeiten. Klingt nach einer Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Angestellte: Das Unternehmen wächst zusammen und die Mitarbeiter haben Gelegenheit zum internen Netzwerken.

Chefs können durch internes Public Viewing das Teambuilding unterstützen

Wer hätte gedacht, dass die Fußball-WM Chefs die Chance bietet, die Atmosphäre in der Firma zu stärken? Anstatt teure Teambuilding-Maßnahmen zu organisieren, laden Sie doch einfach zum internen Public Viewing ein. Sie brauchen dafür nur einen Beamer, eine Leinwand und Lautsprecher. Ein paar Häppchen und Getränke dazu, und schon ist das Teambuilding im Büro perfekt.

Gerade wenn die Anstoßzeit auf das Arbeitsende fällt, werden viele Mitarbeiter dankbar sein, die erste halbe Stunde des Spiels nicht auf dem Heimweg zu verpassen. Der Chef selbst sollte sich - wenn es nach den befragten Büromitarbeitern geht - nicht zum gemeinsamen Fußball schauen hinzugesellen: Denn gemeinsam mit dem Vorgesetzten verfolgen nur 4 % der Befragten gerne Sportereignisse.

Philipp Lahm trauen viele auch in der Wirtschaft eine Führungsrolle zu

Apropos Chef: Was denken Sie, welchen deutschen Nationalspieler sich die Befragten als Führungskraft in der Wirtschaft vorstellen können? Natürlich einen, der bereits im Nationalteam Führungsverantwortung übernimmt: den Kapitän Philipp Lahm. Die Befragten schätzen vor allem seine Fähigkeit strategisch zu denken und seine Flexibilität. Kein Wunder: Ob Abwehr oder Mittelfeld – er überzeugt auf allen Positionen.

Verfolgen Sie mit Kollegen Sportereignisse wie die aktuelle Fußballweltmeisterschaft oder bevorzugen Sie es mit Freunden, Familie und Bekannten zu schauen?

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