Personalrekrutierung nach Volksentscheid: Bittere Pille oder Zuckerschlecken?

Von Alenka Mladina 21. März 2014

17.01 Uhr am 9. Februar 2014 – die Uhren in der Schweiz stehen für einen Moment still. Bis zuletzt blieb die Stimmung spannend und dann: Die Einwanderungsinitiative wurde angenommen. Gerade für Arbeitgeber warf diese Abstimmung viele Fragen auf - besonders für die Personalsuche.

Schließlich stehen die Zeichen auf Wachstumskurs und viele Unternehmen planen zusätzliches Personal einzustellen – das im eigenen Land zum Teil fehlt. Heute, wenige Wochen nach dem Knall, haben sich die Wogen geglättet und die Schweizer Unternehmen finden wieder zurück zum Optimismus, mit dem sie ins Jahr 2014 starteten.

CFOs auf Personalsuche

Die Schweizer Wirtschaftskarten wurden am 9. Februar neu gemischt. Verständlicherweise drängt sich mir die Frage auf, ob unsere Arbeitsmarktstudie 2014 an Aussagekraft verloren hat.

Die Antwort lautet: Keine Spur! Anfangs März durchgeführte Studien bekräftigen unsere Resultate: Schweizer Unternehmen werben weiter intensiv um Fachkräfte. Buchhalter, Controller & Co. sind begehrter denn je, da 81 % der Schweizer Finanzchefs im ersten Halbjahr 2014 auf Personalsuche sind.

Schweizer Unternehmen auf Wachstumskurs

Robert Half,  Arbeitsmarktstudie 2014, Befragung von 100 CFOs in der SchweizInsbesondere der Geschäftsgang der Schweizer KMUs lässt aufhorchen: Ungeachtet der pessimistischen Stimmen nach dem Volksentscheid steuern sie ungebremst auf Wachstumskurs.

Wer jetzt nicht auf den rollenden Wirtschaftszug aufspringt, hinkt dem Wettbewerb hinterher. So stehen in vielen Unternehmen lange To-do-Listen an: Neue Projekte, Ausbau des Produkt - und Leistungsportfolio sowie die Expansion im In- und Ausland.

Schwierige Personalsuche dämpft Optimismus

Nur der Mangel an Fachkräften und damit verbunden die zeitaufwändige Personalsuche drosselt ihre flotte Gangart. Für wechselwillige Finanzprofis stehen die Zeichen also optimal: Sie können aktuell zwischen mehreren interessanten Offerten wählen.

Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2014, Befragung von 100 CFOs in der Schweiz

Deshalb ist es für Personalentscheider auch so diffizil, derzeit die frei gewordenen Stellen zu besetzen. Häufig beobachte ich, wie Bewerber im letzten Moment doch noch das Angebot vom Wettbewerb annehmen.

Die Entscheidung an der Urne hat den Engpass an qualifizierten Fachkräften voraussichtlich weiter verschärft. Was bleibt Ihnen als Unternehmer? Sie müssen ein noch attraktiverer Arbeitgeber werden!

Setzen Sie alles daran, qualifiziertes Personal durch zusätzliche „amuse bouches“ wie Home Office, Essensgutscheine, Billette für öffentlichen Verkehr zu halten. Bieten Sie Weiterbildungsmöglichkeiten.

Wenn Sie talentierte Mitarbeiter fördern und weiterentwicklen, trägt das nicht nur zur Motivation und Loyalität bei. Es sichert Ihnen essentielles Know-how und trägt zu Ihrer Arbeitgeberattraktivität bei.

Wenn es um die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter geht, können Ihnen professionelle Personaldienstleister wie Robert Half ein wertvoller Partner sein. Profitieren Sie von deren bestehenden Netzwerken und dem großen Erfahrungsschatz in der Personalsuche. Das erspart Ihnen viel Zeit und Kosten. Und vor allem, Sie können sich auf die vielen anderen Herausforderungen des Jahres konzentrieren.

Wie erleben Sie die Schweiz nach der Abstimmung? Welche Auswirkungen hat der Volksentscheid auf Ihre Personalsuche?

 

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