Nicht zufrieden im Job? 6 Stellschrauben für ein glücklicheres Arbeitsleben

Von Christina Holl 26. Juni 2015

Zufrieden im Job zu sein, ist keine Glückssache. Daran kann man arbeiten, etwa mit einer guten Work-Life-Balance. Mit unseren 6 Tipps geben wir Ihnen eine kleine Anleitung für mehr Zufriedenheit im Job. Nur umsetzen müssen Sie sie selbst.

Sie sind dabei das Haus zu verlassen und werfen noch einen letzten Blick in den Spiegel. Was sehen Sie? Lächelt Ihnen die Person entgegen beim Gedanken an den kommenden Arbeitstag? Oder zeigen die Mundwinkel eher nach unten? Kurz gesagt: Freuen Sie sich aufs Büro? Sind Sie zufrieden im Job?

Eine Umfrage von Robert Half unter 200 Fachkräften hat ergeben: Die meisten Angestellten sind zufrieden im Job, wenn sie ein gutes Einkommen haben (23 %) und sie interessante Aufgaben übertragen bekommen (22 %). Hakt es daran, lässt sich das leider nicht immer von heute auf morgen ändern. An anderen Stellschrauben können Sie hingegen sehr wohl drehen und zum Beispiel Ihre eigene Work-Life-Balance wieder in Ordnung bringen. Außerdem haben wir noch 6 Tipps, wie Sie darüber hinaus für mehr Zufriedenheit im Berufsalltag sorgen können:

1. Arbeiten Sie an Ihren Fähigkeiten

Das Gefühl auf der Stelle zu treten, macht einen nicht gerade zufrieden im Job. Wann geht es denn endlich weiter auf der Karriereleiter? Warten Sie nicht darauf, dass man Sie abholt, sondern machen Sie selbst den ersten Schritt. Belegen Sie einen Kurs, in dem Sie eine Spezialisierung vertiefen oder der Sie bei gesetzlichen Regulierungen im Finanz- und Rechnungswesen auf den neuesten Stand bringt. Dann haben Sie bei der nächsten Beförderungsrunde gute Argumente für Ihren Chef für eine Erweiterung Ihres Aufgabengebiets – oder eine attraktive Ergänzung im Lebenslauf für die nächste Bewerbung.

2. Achten Sie auf die kleinen Erfolge

Nun gut, vielleicht sind Sie nicht zu 100-prozentig zufrieden im Job. Aber Sie können trotzdem Motivation daraus ziehen, dass Sie eine gute Arbeitsleistung erbracht oder ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen haben. Oft hilft es, sich die eigenen Erfolge bewusst zu machen, auch wenn sie zunächst klein erscheinen. Bei genauerer Betrachtung sind sie das gar nicht. Und mal ehrlich: Wenn Ihr Beitrag nicht wertvoll für das Unternehmen wäre, wären Sie Ihren Job schneller los als Ihnen lieb ist.

3. Gehen Sie auf Ihre Kollegen zu

Selbst wenn die Arbeit mal keinen Spaß macht und Sie nicht zufrieden im Job sind, gibt es immer noch die lieben Kollegen, die einem den Tag versüßen können. Vorausgesetzt natürlich, man gibt sich die Mühe, sie besser kennenzulernen. Nutzen Sie diese Chance und gehen Sie auf die Kollegen zu. Nichts ist so wichtig, wie ein netter Kollege, er einem mit seiner freundlichen Art durch einen harten Arbeitstag hilft. Verabreden Sie sich zum gemeinsamen Mittagessen oder arrangieren Sie kleine Teamfeiern oder eine sommerliche Grill-Party.

4. Helfen Sie Ihrem Team

Einem Kollegen aus der Patsche zu helfen oder das Team voranzubringen, kann eine große Motivation sein und für mehr Zufriedenheit im Job sorgen. Und wer weiß, was die gute Tat letzten Endes nach sich zieht: Ihr Engagement fällt sicher auch dem Chef auf oder der Kollege steht Ihnen zur Seite, wenn Sie das nächste Mal selbst Unterstützung brauchen.

5. Suchen Sie nach neuen Herausforderungen

Wenn das alles nichts hilft und die Motivation am Boden bleibt, müssen Sie in den sauren Apfel beißen und sich nach einem neuen Job umschauen. Vielleicht werden Sie bei einem anderen Unternehmen zufriedener im Job. Es lohnt sich deshalb immer, die Augen aufzuhalten: Scannen Sie Jobportale, die Stellenanzeigen auf Xing und LinkedIn oder das Jobangebot von Robert Half oder laden Sie Ihren Lebenslauf selber hoch.

6. Sprechen Sie mit Experten

Personalvermittler beschäftigen sich tagein, tagaus mit Job- und Karrieremöglichkeiten und verfügen über ein großes Netzwerk interessanter Arbeitgeber. Wenn Sie momentan nicht zufrieden im Job sind, könnten Sie über Personalvermittler von freien Stellen erfahren, zu denen Sie selbst keinen Zugang haben. Denn viele Unternehmen schreiben Jobs exklusiv über Recruiting-Spezialisten aus.

Bonus-Tipp: Vergessen Sie Ihre Work-Life-Balance nicht

Wenn Sie nicht zufrieden im Job sind, hat das nicht immer direkt mit der Arbeit zu tun. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Manchmal sollten Sie nicht fragen: „Ist das der richtige Job für mich?“ Sondern: „Ist meine Work-Life-Balance in Ordnung?“ Es ist wichtig, dass Sie in Ihrer Freizeit den Kopf frei bekommen. Nur so können Sie Ihre Kräfte regenerieren. Damit das klappt, haben wir Ihnen ein paar Work-Life-Balance-Maßnahmen zusammengestellt. Einen Hinweis für mehr Freude im Beruf gibt auch unsere Grafik mit den „fünf Glücksfaktoren für den perfekten Job“.

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Bildquelle: © Andrey Popov - Fotolia.com

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