Neuer Job: Der richtige Zeitpunkt für einen Jobwechsel

Von Alenka Mladina 4. September 2014

Ein bisschen Auf und Ab am Arbeitsplatz ist normal. Doch wenn die Unzufriedenheit andauert, spielt man schon mal mit dem Gedanken an einen neuen Job.

Gleichzeitig kommen Zweifel auf: Ist es nur eine Phase, die vorbei geht? Werde ich eine gleichwertige Stelle finden? Lesen Sie hier, wie Sie das richtige Timing für den Jobwechsel erkennen.

 

Wenn die Stimmung schlecht ist, wird der Jobwechsel attraktiv

Das Leben ist kein Ponyhof – genauso wenig wie der Arbeitsplatz. Aber mit wie viel Unzufriedenheit muss man klarkommen und wann ist es Zeit für einen Jobwechsel? Ich fand das in meiner beruflichen Vergangenheit nicht immer einfach zu entscheiden. Schließlich haben viele Faktoren darauf Einfluss, ob man glücklich und zufrieden ist: Das können die täglichen Aufgaben sein, die Kollegen, der Chef oder auch die eigene Einstellung.

Und manchmal sorgen private Probleme dafür, dass man sich am Arbeitsplatz unzufrieden fühlt. Daran würde ein neuer Job auch nichts ändern. Auf der anderen Seite sollte man sich nicht zu viel zumuten. Wenn keine Besserung in Aussicht ist, ist ein glatter Schnitt mit Neubeginn die beste Lösung. Falls Sie einmal ins Zweifeln kommen, habe ich hier für Sie fünf Hinweise, mit denen Sie herausfinden, wann das Timing für den Jobwechsel stimmt.

Ein neuer Job löst keine privaten Probleme

Hand aufs Herz: Ist es wirklich die tägliche Arbeit, die Ihnen zu schaffen macht? Oder schreien Sie generell nach Veränderung? Denn ein neuer Job löst nicht all Ihre Probleme. Gegen Unzufriedenheit sollten Sie vorgehen – aber packen Sie das Problem bei der Wurzel. Für private Probleme ist ein Jobwechsel nur dann eine Lösung, wenn die bisherige Stelle die Probleme verursacht: Zum Beispiel, wenn Sie durch lange Arbeitszeiten zu wenig Zeit für Ihre Beziehung oder Ihre Familie haben.

Interne Lösungen kommen vor dem Jobwechsel

Okay, Sie wissen jetzt: Die aktuelle Situation am Arbeitsplatz macht Sie unglücklich. Ein neuer Job sollte trotzdem nicht die erste Wahl sein. Fragen Sie nach neuen Aufgaben, wenn Sie sich unterfordert fühlen. Akzeptieren Sie, dass Sie nicht mit jedem Kollegen super auskommen. Und wenn gar nichts mehr hilft, können Sie sich immer noch um eine interne Versetzung bewerben, bevor Sie sich einen neuen Job suchen.

Seien Sie informiert

Wartet da draußen überhaupt ein interessanter neuer Job auf Sie? Halten Sie Augen und Ohren offen: Seien Sie in Netzwerken aktiv und tauschen Sie sich mit Kollegen aus der Branche aus. Auch meine Kollegen aus der Beratung helfen Ihnen gerne weiter. So wissen Sie immer, wie Ihre Chancen auf einen guten neuen Job stehen und wann das Timing für einen Jobwechsel optimal ist.

Außerdem erfahren Sie Ihren Marktwert, was Ihnen auch bei internen Verhandlungen hilft. Dasselbe gilt übrigens für die eigene Firma: Vielleicht werden dort künftig neue Jobs geschaffen, auf die Sie sich bewerben können oder sogar neue Niederlassungen eröffnet.

Darf der Jobwechsel Einschränkungen mit sich bringen?

Ein Jobwechsel muss nicht immer ein Karrieresprung sein. Vielleicht machen Sie neue Aufgaben und ein anderes Umfeld zufriedener, auch wenn Sie sich dafür etwas einschränken müssen. Zu wie viel Veränderung sind Sie für den neuen Job bereit? Wenn Sie beispielsweise gerade eine Wohnung gekauft haben, sind Gehaltseinbußen vielleicht erst einmal nicht drin. Kommt der Umzug für einen neuen Job in Frage oder sind Sie durch Ihre Familie an den derzeitigen Standort gebunden?

In der Ruhe liegt die Kraft

Überstürzen Sie Ihre Entscheidung nicht. Sie haben momentan eine Stelle und sind für das Projekt Jobwechsel in einer sehr komfortablen Lage. Sagen Sie einem neuen Job erst zu, wenn Sie alle Details geklärt haben und sich zu 100 % sicher sind. Nur dann wird der neue Job auch die gewünschte, positive Veränderung bringen.

 

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