Motivationstricks: So kurieren Sie Ihre Mitarbeiter vom Urlaubs-Blues

Von Alenka Mladina 8. August 2016

Jedes Jahr die gleiche Situation: Nach der Rückkehr aus dem Urlaub fällt der ein oder andere Mitarbeiter in ein sommerliches Motivationsloch. Wir haben ein paar Maßnahmen zusammengestellt, wie Sie Ihren Angestellten wieder heraus helfen und sie für die anstehenden Aufgaben motivieren.

Haben Sie nach der Urlaubszeit das Gefühl, Ihre Mitarbeiter wären nicht ganz bei der Sache? Nach zwei, drei Wochen Entspannung ist die Rückkehr an den Arbeitsplatz für viele Angestellte schwierig und die Schaffensfreude lässt auf sich warten. Für Sie als Vorgesetzten ist es jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung, sie wieder zu motivieren. Doch in diesem Jahr geben wir Ihnen konkrete Tipps an die Hand, mit denen Sie Ihren Mitarbeitern die Rückkehr erleichtern.

4 Motivationstricks, wie Sie Ihre Mitarbeiter aus dem Tief nach dem Urlaub herausholen:

1. Bereiten Sie die Abwesenheit gut vor

Eine gute Rückkehr an den Arbeitsplatz beginnt schon vor der Abreise: Besprechen Sie, welche Aufgaben während des Urlaubs des Mitarbeiters übernommen werden müssen – und arrangieren Sie die Übergabe an einen Vertreter. Damit vermeiden Sie, dass Deadlines verpasst werden, und helfen dem Kollegen, sich zu entspannen. Wenn er seine Arbeit in sicheren Händen weiß, entspannt er besser und ist nach der Rückkehr produktiver.

2. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter im Urlaub in Ruhe

Ihre Mitarbeiter sollen sich im Urlaub entspannen. Verzichten Sie deshalb darauf, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen – selbst, wenn der Mitarbeiter anbietet, im Urlaub E-Mails zu lesen. Sie erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass er abschalten kann und erholt zurückkommt.

3. Überfordern Sie die Rückkehrer nicht

Egal wie viel Arbeit sich in seiner Abwesenheit angesammelt hat: Überhäufen Sie den Mitarbeiter in den ersten Tagen nach dem Urlaub nicht mit Aufgaben. Auch wenn er sich in die Arbeit stürzen will, sollten Sie ihm einen langsamen Wiedereinstieg ermöglichen. Warten Sie ein paar Tage, bevor Sie ihm neue Projekte übergeben. Das wirkt garantiert motivierender als den Mitarbeiter schon am ersten Tag mit zusätzlichen Projekten zu erschlagen.

4. Zeigen Sie Ihre Freude über die Rückkehr

Heißen Sie Ihre Mitarbeiter persönlich „Willkommen zurück“ und zeigen Sie damit Ihre Wertschätzung. Tun Sie das bei erster Gelegenheit und lassen Sie dabei die Arbeit außen vor – sonst bekommt die schöne Geste einen faden Beigeschmack.

Die Symptome der Urlaubsrückkehrer - und wie Sie ihnen begegnen

Sollten Ihre Mitarbeiter trotz dieser Maßnahmen Anzeichen des Urlaubs-Blues zeigen, finden Sie hier Gegenmittel für die häufigsten Symptome. Das Motivationstief nach dem Urlaub hat viele Gesichter. Manche Mitarbeiter können sich nicht konzentrieren, anderen ist die Unlust förmlich anzusehen. Doch für jedes Leiden geben wir Ihnen als Führungskraft die richtige Reaktion zur Hand. 

Mangelnder Enthusiasmus

Die Urlaubszeit ist eine Quelle für schöne Erinnerungen. Das bringt viele Angestellte dazu, noch in den folgenden Wochen sehnsüchtig in die Vergangenheit zu blicken – anstatt sich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Diese Wehmut wirkt sich oft spürbar auf die Arbeit aus.

Ihr Gegenmittel: Bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, sich auf die Zukunft zu freuen, statt in der Vergangenheit zu schwelgen. Finden Sie heraus, was Ihren Mitarbeitern wichtig ist, und setzen Sie es als Motivation ein. Organisieren Sie zum Beispiel nach den Sommermonaten eine kleine Firmenfeier.

Fehlende Konzentration

Der Urlaub mag vorbei sein, aber die Gehirne vieler Mitarbeiter sind immer noch im Urlaubsmodus und sie lassen sich leicht ablenken. Sie erkennen das daran, dass die Kollegen länger für Aufgaben brauchen als gewöhnlich. Viele verbringen auffällig viel Zeit beim Plausch in der Kaffeeküche.

Ihr Gegenmittel: Wenn die Aufmerksamkeitsspanne der Kollegen niedrig ist, sollten Sie die Arbeit in kleine Portionen unterteilen. Geben Sie ihnen zu Beginn kleinere Projekte oder zerlegen Sie große Projekte in übersichtliche Teilschritte. So kann der Mitarbeiter schneller Punkte von seiner To-Do-Liste streichen. Und das motiviert – vor allem nach dem Urlaub.

Schlechte Arbeitsqualität

Manchmal liefern Mitarbeiter nach dem Urlaub nicht die gewohnte Qualität ab. Kollegen, die in dieser Zeit Deadlines verpassen und Standards nicht mehr einhalten, leiden sehr wahrscheinlich am Urlaubs-Blues. Oft fehlt Ihnen aber nur ein Schubs in die richtige Richtung und jemand, der ihnen hilft, wieder in die Spur zu kommen.

Ihr Gegenmittel: Nutzen Sie die ersten Tage nach dem Urlaub, um Ihren Mitarbeiter bei den aktuellen Projekten wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Wenn Sie dem Kollegen seine Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten vor Augen halten, fällt es ihm leichter, wieder in den Arbeitsmodus zu schalten. Zusätzlich können Sie ihn mit Weiterbildungsangeboten oder persönlicher Förderung motivieren.

So sehr man sich als Führungskraft auch anstrengt: Manchmal ist dem Urlaubs-Blues nicht beizukommen. Nicht immer gelingt es, die Mitarbeiter nach der Rückkehr zu motivieren. Doch selbst mit dieser Erkenntnis lässt sich einiges anfangen. Legen Sie wichtige Projekte möglichst nicht in die Haupturlaubszeit oder die Wochen danach. Und falls sich das nicht vermeiden lässt: Greifen Sie den Kollegen unter die Arme, indem Sie Unterstützung von qualifizierten Zeitarbeitskräften holen. Dann sollte der Urlaubs-Blues wirklich keine Chance mehr haben.

Wie helfen Sie Ihren Mitarbeitern dabei, den Urlaubs-Blues zu überwinden? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

Bildquelle: © darkbird / Fotolia.com

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