Mehr Selbstvertrauen im Vorstellungsgespräch: Tricks für Ihre Körpersprache

Von Alenka Mladina 8. Februar 2017

Unsere Körperhaltung beeinflusst maßgeblich, wie wir uns fühlen und wie wir auf andere wirken. Nutzen Sie deshalb zum Beispiel Power-Posen für mehr Testosteron und lächeln Sie für einen Endorphin-Schub: Mit diesen Tipps stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein für Ihr Vorstellungsgespräch - das werden auch Ihre Interviewpartner an Ihrer Ausstrahlung merken.

Vor Ihrem Gespräch: Power-Posen für mehr Selbstbewusstsein

Sogenannte Power-Posen wirken wahre Wunder auf Ihr Selbstbewusstsein. Beim Power-Posen nehmen Sie eine raumeinnehmende, ausladende Haltung ein. Setzen Sie sich zum Beispiel auf einen Stuhl, legen Sie Ihre Beine locker auf den Tisch und verschränken Sie Ihre Hände hinter Ihrem Kopf. Eine Power-Pose im Stehen: Stellen Sie Ihre Füße schulterbreit auseinander und stemmen Sie Ihre Hände in die Hüften. Gerader Rücken, Kopf hoch und Brust rausgestreckt – müde herunterhängende Schultern verboten!

Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass solche Power-Posen direkt Ihre Stimmung heben: Ihr Testosteronspiegel steigt, gleichzeitig sinkt das Stresshormon Kortisol. Nach nur ein paar Minuten Power-Posen fühlen Sie sich selbstbewusster und voller Energie.

Auf die Körpersprache kommt es an

Power-Posen sind auch eine wunderbare Übung für Ihr Vorstellungsgespräch: Denn Körpersprache und eine gute Haltung sind im Job-Interview extrem wichtig. Laut einer Studie des Allensbach-Instituts machen Ihre Gestik und Mimik 55 Prozent Ihrer Kommunikation aus. Sogar die Stimme ist mit 26 Prozent wichtiger als der Inhalt des Gesagten mit nur 19 Prozent. Die Körpersprache im Vorstellungsgespräch trägt also sehr viel dazu bei, wie Sie wahrgenommen werden.

Gehen Sie im Bewerbungsgespräch subtiler vor als beim Power-Posen während Ihrer Vorbereitung: Füße auf dem Tisch kommen natürlich nicht gut an. Andere Aspekte der machtausstrahlenden Posen können Sie übernehmen: Nehmen Sie eine offene Körperhaltung ein. Verschränken Sie nicht die Arme, sondern legen Sie diese zum Beispiel links und rechts von sich auf die Stuhllehne. Sitzen und stehen Sie mit geradem – aber nicht steifem – Rücken. Machen Sie sich etwas breiter als normalerweise. Das strahlt Selbstbewusstsein aus – das merken Ihre Interviewpartner und Sie selbst auch.

Für die nonverbale Kommunikation zählt auch der Blickkontakt. Weichen Sie Augenkontakt schnell aus, wirken Sie unsicher. Starren Sie wiederum zu penetrant, um Ihre Nervosität zu überspielen, irritieren Sie Ihre Gesprächspartner. Blicken Sie Ihren Interviewern gelassen aber freundlich in die Augen, während Sie sprechen – Blinzeln dabei nicht vergessen. Lassen Sie Ihren Blick zwischen den Gesprächspartnern hin und her schweifen, wenn Sie mit mehreren Personen sprechen.

Der magische Effekt eines Lächelns

Eine weitere Wunderwaffe, um Ihr Selbstbewusstsein zu stärken und Sicherheit auszustrahlen: Lächeln Sie! Und zwar am besten direkt vor Ihrem Gespräch, um Endorphine auszuschütten. Das Glückshormon verleiht Ihnen Selbstsicherheit. Und auch im Vorstellungsgespräch ist lächeln erwünscht. Das macht sie zugänglich, sorgt für eine lockere Stimmung und ein gutes Gespräch.

Achten Sie jedoch darauf, nicht zu Kichern – das wirkt schnell unseriös. Ein weiterer Hinweis: Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn Ihre Gesprächspartner Ihnen kein Lächeln zurückschenken. Das ist oft eine Methode, um Sie aus der Reserve zu locken. Bleiben Sie einfach weiter Sie selbst und machen Sie sich klar: Kein Lächeln bedeutet nicht unbedingt, dass Ihr Vorstellungsgespräch gerade schlecht läuft!

Selbstsicherheit durch Ihre Stimme vermitteln

Um ein Vorstellungsgespräch selbstbewusst zu führen, reden Sie am besten langsam. Wenn Sie sich verhaspeln, kommt Ihre Nervosität zurück und Ihr bis dahin gewonnenes Selbstbewusstsein ist dahin. Sprechen Sie bedacht, anstatt durch Ihre Antworten zu hetzen. So vermitteln Sie auch Ihrem Ansprechpartner eine gewisse Souveränität. Außerdem machen Sie es Ihrem Gesprächspartner leichter, Ihnen zu folgen, vor allem wenn Sie über komplizierte Projekte berichten.

Achten Sie beim Sprechen auch darauf, nicht zu flach zu atmen. Dazu tendieren Menschen, wenn sie nervös sind. Atmen Sie langsam und kontrolliert tief ein und aus: Das sorgt dafür, dass Ihre Stimme nicht vor Nervosität kippt. Außerdem beruhigt es Sie, verschafft Ihnen automatische kleine Pausen und hilft Ihnen, sich zu konzentrieren.

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Lesen Sie auch den ersten Teil zum Thema: Mehr Selbstvertrauen im Vorstellungsgespräch: So bereiten Sie sich mental vor.

Bildquelle: © Jeanette Dietl / Fotolia.com

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