Klare Anzeichen für Sie, im Job die Notbremse zu ziehen

Von Christina Holl 28. April 2016

Es gibt gute und weniger gute Tage im Beruf. Doch wären Sie anderswo tatsächlich zufriedener? Hier sind 7 untrügliche Anzeichen, dass Ihr jetziger Job nicht mehr zu Ihnen passt und Sie sich eine neue Stelle suchen sollten.

Gerade läuft es bei Ihrer Arbeit überhaupt nicht. Handelt es sich nur um eine Phase oder liegt es sogar an mir selbst - diese Fragen stellen Sie sich in dieser Situation sicherlich. Wenn Sie schwarz auf weiß sehen möchten, ob Sie noch im richtigen Job sind, fertigen Sie eine Pro-und-Contra-Liste an. Denn es fällt niemandem leicht, seinen sicheren Arbeitsplatz gegen „eine Fahrt ins Ungewisse“ zu tauschen.

Doch wer zu lange wartet, verschwendet Zeit und Energie in einem Job, der einfach nicht mehr zu ihm passt. Und dabei gibt es genügend spannende Jobs, die vielleicht viel besser auf Sie zugeschnitten sind. Hier sind 7 Anzeichen, bei denen Sie nicht mehr darauf warten sollten, dass es irgendwann besser wird.

1. Sie quälen sich jeden Morgen zur Arbeit

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel sieht Ihnen ein Griesgram entgegen. Und wir reden dabei nicht von jener schlechten Laune, die eine Tasse Kaffee kuriert. Anschließend nehmen Sie zahlreiche Umwege auf der Fahrt ins Büro, dort angekommen gehen sie noch einmal um den Block. Unbewusst zögern Sie den Beginn des Arbeitstags hinaus.

2. Die dicke Luft im Büro könnte man schneiden

Kollege Müller schmollt seit zwei Wochen, weil die ersehnte Projektleitung an Frau Krause ging. Kollege Schulz fühlt sich unterfordert und lässt das alle wissen, indem er sie von oben herab behandelt. Währenddessen arbeiten Herr Schmidt und Frau Maier nur halb verborgen daran, den Chef zu stürzen. Was Sie gar nicht so schlimm finden, weil Meetings mit dem Chef zu zwei Dritteln aus Schuldzuweisungen und einem Drittel aus Selbstbeweihräucherung bestehen.

Sie werden nicht für Ihre therapeutischen Fähigkeiten bezahlt. Suchen Sie sich ein Unternehmen, in dem man sich gegenseitig hilft, statt sich Steine in den Weg zu legen.

3. Sie arbeiten und arbeiten – und dann passiert: nichts

Sie haben wieder einmal Zusatzaufgaben geschultert, sie pünktlich beim Chef abgeliefert und er ... hat sie mit einem Nicken zur Kenntnis genommen. Inzwischen empfinden Sie es als Lob, wenn er Ihre Arbeit nicht kritisiert – so selten werden Sie für gute Leistungen belohnt.

Ihre Motivation in allen Ehren, aber hier ist sie verschwendet. Wer sich so sehr engagiert, sollte auch belohnt werden. Suchen Sie sich einen Arbeitgeber, der Ihre Leistung zu würdigen weiß.

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4. Ihre Karriereleiter hat keine Stufen mehr

Ihr Vorgesetzter ist sehr zufrieden mit Ihnen, dennoch kann oder will er sie nicht befördern. Im Unternehmen gibt es angeblich keine adäquate Stelle zu besetzen. Ihr Chef macht sich nicht einmal mehr die Mühe, Ihnen zu versichern, dass es im nächsten Jahr vielleicht schon ganz anders aussieht.

In manchen Unternehmen ist trotz guter Leistungen einfach kein Weiterkommen. Damit sollten Sie sich nicht abfinden und stattdessen dort anheuern, wo die Karriereleitern länger sind.

5. Sie wissen mehr als Ihr Chef

Wenn Ihr Chef nicht weiter weiß, kommt er zu Ihnen. Keiner in Ihrer Abteilung kann Ihnen das Wasser reichen. Die Zeiten, in denen Sie sich von Kollegen oder Vorgesetzten etwas abschauen konnten, sind vorbei. Sie haben ausgelernt.

Zumindest scheint es so. Doch lebenslanges Lernen ist nicht nur eine Phrase. Wenn Sie sich an Ihrem derzeitigen Arbeitsplatz nicht mehr weiterentwickeln können, dann sollten Sie anderswo weiterwachsen.

6. Zur Mittagspause haben Sie Ihr Pensum erfüllt

Pünktlich donnerstags um 12 Uhr sind Sie mit Ihrer Arbeit für die Woche fertig. Der Schreibtisch ist aufgeräumt, die E-Mails sind sortiert und der Chef hat keine Zusatzaufgaben mehr für Sie. Die restlichen eineinhalb Tage versuchen Sie, nicht allzu offensichtlich unbeschäftigt auszusehen.

Es gibt mit Sicherheit Schlimmeres als seine Aufgaben vor der Deadline abzuschließen. Aber langweilen sollten Sie sich in Ihrem Job nicht. Da draußen wartet ein aufregenderer Job auf Sie.

7. Ihr Zuhause kennen Sie nur vom Schlafen

Doch es geht auch andersherum: Sie verbringen so viel Zeit im Büro, dass Sie Ihr Zuhause eigentlich nur zum Schlafen nutzen. Ihren 18-Stunden-Tag verbringen Sie in ständiger Betriebsamkeit und mit einer zweistelligen Anzahl Kaffees als Konzentrationshilfe. Ihre sozialen Kontakte beschränken sich auf gelegentliche Facebook-Nachrichten in der Mittagspause.

Wenn Familie und Freunde in Vergessenheit geraten und freie Tage zum halbjährlichen Ereignis werden, ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen – und sich ein Job mit einer besseren Work-Life-Balance zu suchen.

So schlimm wie in unseren Beispielen muss es bei Ihnen hoffentlich nicht zugehen, bevor Sie die Reißleine ziehen. Eine Ausrede können Sie nämlich nicht geltend machen: Dass es an Alternativen fehlt. In unserem Jobportal finden Sie täglich neue Jobs. Riskieren Sie einen Blick.

Bildquelle: © Gina Sanders / Fotolia.com

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