Karrieretipp: Bitte nur fit zum Job!

Von Alenka Mladina 24. Dezember 2013

In der kalten Jahreszeit haben Grippe, Bronchitis und Co. Hochkonjunktur. So mancher Kollege schleppt sich trotz Husten und Schnupfen ins Büro. Einer Studie* zufolge ist es sogar jeder Zweite, der krank zur Arbeit geht. Doch nur wer fit ist, hält sein Leistungsniveau und fördert seine Karriere.

Die Nase läuft, im Kopf hämmert es und Sie fühlen sich einfach nur schlapp. Weil Sie jedoch erst vor Kurzem krank waren, treibt Sie das schlechte Gewissen ins Büro.

Aber Vorsicht! Wer nicht gesund ins Büro kommt, gefährdet auch seine Kollegen. Meist dauert es nicht lange bis das Virus die Runde im Team macht.

Und wenn Sie sich dann einigermaßen besser fühlen, liegen die Projekte der kranken Kollegen womöglich auch noch auf Ihrem Tisch. Sicherlich – guten Willen haben Sie gezeigt. Aber die Folgen sind meist kritischer für Ihre Karriere als ein paar Fehltage.

Nur wer gesund ist, leistet im Job wie gewohnt

Fakt ist: Ein geschwächter Körper ist weniger leistungsfähig. Die Konzentration ist stark beeinträchtigt. Ihre Arbeitsleistung fällt während dieser Phasen auf den Tiefpunkt. Als Folge passieren Ihnen Fehler, die sonst nicht passieren würden. Die ganze Schinderei bringt also nichts – schon gar nicht für Ihre Karriere. Deshalb: Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, kurieren Sie sich zuhause aus. Sie werden so schneller wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren können.

Wie Sie Ihre Karriere trotz Fehlzeit beflügeln

Ihre Chancen auf eine Beförderung steigen vielmehr, wenn Sie die verbleibende Energie in die Umorganisation Ihrer Aufgaben investieren.

Listen Sie alle offenen Aufgaben auf. Priorisieren Sie dann diejenigen mit hoher Dringlichkeit und auch diejenigen, die noch liegen bleiben können. Ihr Chef wird Ihnen für dieses Übergabeprotokoll dankbar sein. Sie zeigen damit, wie gut Sie mitdenken und dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Beste Voraussetzungen also, um sich als perfekter Kandidat für neue Karrierechancen zu zeigen. In dringenden Fällen sollten Sie übrigens erreichbar sein, damit im Büro nichts ins Stocken gerät. Sie werden merken: Sobald alles umorganisiert ist, fühlen Sie sich schon deutlich besser. Hier sind unsere 5 Tipps:

Karrieretipp 1: Bei Krankheit zu Hause bleiben

Karrieretipp 2: Unverzüglich Arbeitgeber informieren, auch über voraussichtliche Dauer der Krankheit

Karrieretipp 3: Übergabeprotokoll vorbereiten und dem Vorgesetzten präsentieren

Karrieretipp 4: Spätestens am dritten Tag zum Arzt gehen und Attest ausstellen lassen insofern keine andere Regelung bei Ihrem Arbeitgeber gilt

Karrieretipp 5: Für dringende Anfragen aus dem Büro erreichbar sein

Achtung: Bei Fehlverhalten droht Karriere-Aus

Nehmen Sie das Thema Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht auf die leichte Schulter. Denn fehlt diese, hat der Arbeitgeber das Recht, Sie abzumahnen. Bei mehrfacher Abmahnung ist dann erstmal Schluss mit Ihrer Karriere - zumindest bei diesem Arbeitgeber.

Der Gesetzgeber schreibt die Einreichung des ärztlichen Attestes am dritten Tag nach der Erkrankung beim Arbeitgeber vor. In bestimmten Fällen allerdings kann der Chef trotz dieser gesetzlichen Vorschrift die ärztliche Bescheinigung bereits am ersten Tag verlangen. Das ist dann der Fall, wenn sich Mitarbeiter auffällig oft kurz oder typischerweise immer freitags krank melden.

Generell können Unternehmen unabhängig vom Gesetzgeber die Abgabe der ärztlichen Bescheinigung bereits am ersten Tag verlangen. Schauen Sie dazu am besten in Ihren Arbeitsvertrag oder sprechen Sie mit Ihrer Personalabteilung. Wenn Sie nicht arbeiten weil Sie nicht fit sind, dürfen Sie auch nicht auf Partys oder Konzerte.

Werden Sie dabei erwischt, müssen Sie im schlimmsten Fall mit einer unverzüglichen Kündigung rechnen. Prinzipiell gilt: Sie dürfen alles tun, was Ihre Genesung fördert, z.B. spazieren gehen. Auch dürfen Sie wichtige Besorgungen machen, wie etwa Lebensmittel einkaufen.

Sie sind gesund, aber Ihre Kinder nicht?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass auch Erkrankungen Ihrer Kinder ein Risiko für Ihre Kollegen sind? Auch wenn Sie offensichtlich gesund sind, können Sie Überträger für Masern, Windpocken oder Röteln sein.

Gerade für Erwachsene oder für das ungeborene Baby schwangerer Kolleginnen kann das erhebliche Folgen haben. Sprechen Sie sich daher am besten mit Ihrem Arzt oder Kinderarzt ab, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.

Übrigens, welchen Anspruch Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber haben wenn Ihr Kind krank ist, hat der Bewerberblog hier zusammengefasst. Achten Sie also auf Ihr Gesundheitsbedürfnis und das Ihres Umfeldes. Ihrer Karriere wird es sicherlich nicht schaden, wenn Sie ein paar Tage zu Hause bleiben.

Konzentrieren Sie sich darauf, schnell wieder fit zu werden. Denn nur wer fit und leistungsfähig ist, läuft im Job auf Hochform auf und sichert sich bessere Karrierechancen. Bleiben Sie konsequent zu Hause, wenn Sie sich nicht wohl fühlen? Oder sorgen Sie sich um Ihre Karriere?

*Studie des Jobportals karriere.at

 

Bildquelle: © vladimirfloyd - Fotolia.com

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