Jobsuche: Wie Sie den Bewerbungsmarathon motiviert durchstehen

Frustriert von der Jobsuche? Tipps für neue Motivation

„Vielen Dank für Ihr Interesse. Leider müssen wir Ihnen mitteilen …“ – das haben Sie kürzlich sehr oft gelesen? Ihre Motivation, auch nur noch eine einzige weitere Bewerbung zu schicken, sinkt auf den Nullpunkt.

Das muss nicht sein. Was Sie tun können, um Ihre Jobsuche erfolgreich zu meistern und motiviert zu bleiben, verraten Ihnen unsere Tipps.

Frustfaktor Nr. 1: Eine Absage nach der anderen

Die ständige Suche nach dem „Warum“: Sie haben Berufserfahrung, glänzen mit beeindruckenden Kompetenzen in Ihrem Lebenslauf, zeigen sich in Vorstellungsgesprächen von Ihrer besten Seite. Und trotzdem flattert eine Absage nach der nächsten ins Haus. Es ist ein Auf und Ab, Hoffnung gefolgt von Enttäuschung – kein Wunder, wenn Sie auf Dauer Ihren Mut verlieren.

Damit Sie bei der Jobsuche am Ball und motiviert bleiben, ist es wichtig, dass Sie die Absagen nicht zu sehr an sich heranlassen. Nehmen Sie die Entscheidung des Personalers nicht persönlich.

Schauen Sie nach vorne und überlegen Sie, was Sie anders machen könnten. Wollten Sie bisher lieber in Großkonzernen arbeiten, sollten Sie darüber nachdenken, sich auch bei mittelständischen Unternehmen zu bewerben – eventuell sind dort Ihre Erfolgsaussichten größer.

Möglicherweise liegt es auch an der Art, wie Sie sich dem Personaler gegenüber präsentieren. Stellen Sie deshalb mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden ein Vorstellungsgespräch nach und bitten Sie diese um ein ehrliches Urteil.

Oder Sie bewerben sich über einen Personaldienstleister. Die Berater von Robert Half beispielsweise geben Ihnen nicht nur individuelle Tipps für das Vorstellungsgespräch, sondern auch Informationen, die Sie nicht in der Stellenanzeige finden.

Wenn Sie sehr unsicher sind, empfiehlt sich auch ein professionelles Coaching. Objektive Tipps und ein erweiterter Blick bei der Jobauswahl helfen Ihnen als Bewerber, Absagen zu vermeiden.

 

Jobsuche: Die besten Tricks, motiviert zu bleiben

  1. Nehmen Sie Bewerbungsabsagen nicht persönlich
  2. Üben Sie Vorstellungsgespräche mit Freunden oder der Familie
  3. Strukturieren Sie Ihren Bewerbungsprozess
  4. Nehmen Sie sich Auszeiten
  5. Haken Sie beim Unternehmen nach
  6. Holen Sie sich Hilfe von professionellen Personalvermittlern

 

Frustfaktor Nr. 2: Keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung 

Eine Absage hat auch einen Vorteil: Klarheit. Sie wissen, dass es mit der erhofften Stelle nicht klappt und können sich wieder voller Elan auf Ihre Jobsuche stürzen.

Anders ist es, wenn Sie über Wochen und Monate auf Ihre Bewerbung keine Reaktion bekommen: Der Eingang Ihrer Unterlagen wurde bestätigt, vielleicht wurden Sie auch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Es hieß, man würde sich bei Ihnen melden und was kam – nichts!

Haben Sie noch eine Chance auf den Job oder sind Sie aus dem Rennen? Warten, hoffen, bangen – die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Unsicherheit macht sich breit.

Was Sie jetzt brauchen, sind Aufgaben. Nutzen Sie die Wartezeit effektiv für Ihre Jobsuche und geben Sie Ihren Tagen, Wochen und Monaten eine feste Struktur.

Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, montags und dienstags bei Unternehmen anzurufen, nach Stellenangeboten zu fragen und Ihr Netzwerk zu kontaktieren. Mittwochs und donnerstags gehen Sie auf Jobsuche im Internet und in Zeitungen. Freitags bis sonntags erstellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen.

Setzen Sie sich dabei ein Ziel wie: pro Tag vier Bewerbungen. Erfüllen Sie Ihre Aufgaben, stärkt das Ihr Selbstwertgefühl und die Wartezeit kommt Ihnen nur noch halb so lang vor.

Frustfaktor Nr. 3: Zu viele Bewerbungsrunden

Sie haben unzählige Bewerbungen geschrieben, waren in vielen Vorstellungsgesprächen, kamen sogar häufig in die nächste Runde. Doch Sie wissen: Das ist nur eine von vielen Hürden.

Denn viele Unternehmen setzen mehr als zwei Bewerbungsrunden an. Zwischen Assessment Center und nächstem Jobinterview können Sie an nichts anderes mehr denken. Zwischendurch mal entspannen: Fehlanzeige!

Was Sie nun brauchen, ist ein frischer Kopf durch kleine Auszeiten – und selbst die können Sie sinnvoll für Ihre Jobsuche nutzen. Zum Beispiel indem Sie ehemalige Kollegen und Freund treffen. So bekommen Sie jede Menge Kontakte zu anderen Menschen und erfahren vielleicht so von einer Stelle, die noch gar nicht ausgeschrieben ist?

Frustfaktor Nr. 4: Wo bleibt der Arbeitsvertrag!?

Endlich sieht es so aus, als würde es klappen: Sie wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen, sind in die zweite Runde gekommen und durften sogar schon die künftigen Kollegen kennenlernen? Trotzdem warten Sie noch immer auf eine endgültige Zusage und Ihren Vertrag. Sie fragen sich: „Wann haben das ewige Warten und meine Jobsuche bloß ein Ende?“

Anstatt sich selbst mit dieser Frage zu quälen, sollten Sie das direkt mit dem potenziellen Arbeitgeber klären. Fragen Sie aktiv nach, wie die nächsten Schritte sind und wann Sie mit einer endgültigen Entscheidung rechnen können. Idealerweise bereiten Sie zwei bis drei Argumente vor, die für Sie sprechen.

Der Personaler wird so merken, dass Sie den Job unbedingt haben wollen. Wie motiviert ein Bewerber ist, wirkt sich oftmals stärker auf die finale Entscheidung aus, als die perfekte fachliche Kompetenz.

Fazit: Halten Sie durch!

Die Jobsuche ist mitunter eine Nervenprobe. Aber: Auch wenn sie sich wahrscheinlich nicht über Nacht erledigt, bleiben Sie motiviert.

Sie können zwar keine Entscheidung herbeiführen, aber die richtigen Schritte einleiten, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen. Mit einem gesunden Selbstbild, hohem Engagement und der nötigen Unterstützung heißt es bestimmt bald auch für Sie: „Wir freuen uns, Sie in unserem Team willkommen zu heißen!“

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