Im Vorstellungsgespräch wirkt schon der erste Handschlag

Von Alenka Mladina 10. Oktober 2013

Der Händedruck verrät in wenigen Sekunden mehr über Sie als Ihnen vielleicht recht ist. Ein fester Händedruck signalisiert bei den meisten Menschen ein entschlossenes Gegenüber während ein lascher Handschlag eher mit einer zurückhaltenden, unsicheren Person assoziiert wird. Im Bewerbungsgespräch achten Personaler daher sehr genau auf Ihren Handschlag.

Nein, es ist nicht nur die Kleidung, auf die Personaler in einem Vorstellungsgespräch ganz besonders achten. Die Art und Weise, wie Kandidaten ihnen zur Begrüßung die Hand geben, wird von Personalern aufmerksam registriert. Das zeigt eine von uns in Auftrag gegebene Studie unter 200 HR-Managern: Demnach ist die Qualität der Begrüßung im Vorstellungsgespräch der wichtigste Faktor bei der Beurteilung des Gesamteindrucks eines Bewerbers.

Üben Sie daher den perfekten Handschlag. Mit der Begrüßung und vor allem mit dem Handschlag setzen Sie wichtige Signale bei Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber.

Drücken Sie fest zu, strecken Sie eher verkrampft den ausgestreckten Arm entgegen oder zögern Sie, so dass gerade mal Ihre Fingerspitzen zu fassen sind?

Jede noch so kleine Geste löst beim Gesprächspartner eine bestimmte Reaktion aus. So wird ein fester Handschlag generell einer entschlossenen Person zugeschrieben. Hingegen hinterlässt ein lascher Händedruck den Eindruck von Unsicherheit.

Eine Frage der Haltung: Ein selbstbewusster Auftritt im Bewerbungsgespräch

Der Catwalk vor dem Kleiderschrank entfällt deswegen jedoch nicht. Ein gut sitzender Anzug, saubere Schuhe oder ein geschmackvoller Rock entscheiden selbstverständlich auch über den Erfolg eines Vorstellungsgesprächs. Rund 70 % der Befragten legen großen Wert auf den Kleidungsstil und ein höfliches Auftreten der Kandidaten. So wäre es zum Beispiel keine gute Idee, sich ohne Aufforderung zu setzen. Dennoch: Unterm Strich werden Haltung und Körpersprache eines Bewerbers wesentlich aufmerksamer registriert. Halten Kandidaten den Blickkontakt, hören Sie konzentriert zu und wie bewegen sie sich, wenn sie von sich erzählen? Das sind die wirklich interessanten Fragen.

Bewerber können also einiges tun, um im Vorstellungsgespräch möglichst positiv rüberzukommen. Sicher, nicht jeder ist ein Naturtalent und kommt mit spielender Leichtigkeit gut an. Ein selbstbewusstes Auftreten im Bewerbungsgespräch lässt sich trainieren.

  • Der Händedruck sollte kurz und kräftig sein. Quetschen und schütteln Sie nicht. Das eine tut weh, das andere wirkt plump vertraulich. Üben Sie mit jemandem die passende Dosierung. Wichtig: Der Unterarm ist leicht gebeugt, sonst wirkt die Begrüßung verkrampft.
  • Drücken Sie den Rücken durch und gehen Sie gerade. Die Körperhaltung bestimmt maßgeblich, wie Sie sprechen und auf andere wirken.
  • Halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber, damit signalisieren Sie Aufmerksamkeit im Bewerbungsgespräch.
  • Lächeln Sie – das wirkt sympathisch und baut Stress ab.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Outfit ebenso angemessen wie bequem ist. Nur wer sich in seiner Haut wohl fühlt, wirkt auch nach außen hin selbstbewusst. Wo es kneift oder unter den Achseln ziept, ist die Konzentration schnell dahin.

Abgesehen von der äußeren Erscheinung sollten Sie aber auch inhaltlich gut vorbereitet sein. Legen Sie sich Antworten auf kritische Fragen zurecht. Das beruhigt enorm – und schlägt sich damit positiv in Tonfall und Körpersprache nieder. Mit welchen kniffligen Fragen Sie rechnen müssen, erfahren Sie u. a. auf unserer Robert Half Webseite.

Wie bereiten Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

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