Helau und Alaaf - Mit diesen 5 Regeln wird Karneval im Büro zum Karriereturbo

Von Christina Holl 3. Februar 2016

Wilde Tanzeinlagen, Gefühlsausbrüche oder unvergessliche Karaoke-Nummern – auf der Firmenfeier von sich reden zu machen, ist nicht schwer. Gezieltes Netzwerken sieht allerdings anders aus. Mit diesen Tipps bleiben Sie positiv im Gedächtnis.

Ob Kick-Off-Event im neuen Jahr oder Karneval im Büro: Für die einen ist es eine willkommene Gelegenheit, die Kollegen außerhalb der Arbeitswelt zu treffen, für die andere ein ungewollter Pflichttermin. Ganz unabhängig von Anlass und Jahreszeit ist eine Betriebsfeier aber vor allem eine perfekteChance, um zu netzwerken. Wenn man sich dabei an 5 Grundregeln hält, bleibt man auch in positiver Erinnerung bei den Gesprächspartnern.

Bringen Sie vor der Party den Dresscode in Erfahrung

Für das Firmenevent gilt dasselbe wie für das Vorstellungsgespräch: Die richtige Kleiderwahl erleichtert den Einstieg ungemein. Natürlich sticht man mit ungewöhnlicher Garderobe aus der Masse heraus, aber damit bauen Sie auch Distanz zu den Kollegen auf. Kein guter Anfang, wenn man den Grundstein zum Netzworking legen will.

Wer bereits länger in der Firma arbeitet, kennt den gängigen Dresscode. Neulinge fragen am besten einen Kollegen. Aber aufgepasst: Nicht für jeden Anlass eignet sich dasselbe Outfit: Während es bei Abendveranstaltungen gern etwas schicker sein darf, geht es auf Büropartys in der Regel entspannter zu.

Gehen Sie im Zweifelsfall auf Nummer sicher und entscheiden Sie sich für eine schlichte Garderobe. Die Betriebsfeier mit den Kollegen ist schließlich nicht der Ausgehabend mit den engsten Freunden. Machen Sie lieber durch eine freundliche, offene Art auf sich aufmerksam, als durch ein extravagantes Outfit.

Keine Angst vor Fremden

„Und als ich zwei Stunden still in der Ecke stand und eingehend meine Füße beobachtet hatte, kam plötzlich der CEO zu mir und machte mir ein Kompliment zu meiner Arbeit.“ So beginnen Erfolgsgeschichten eher selten. Auf die Firmenfeier zu gehen ist zwar der erste Schritt zum erfolgreichen Networking, aber längst nicht die halbe Miete.

Zum Glück ist die Lösung für dieses hausgemachte Problem recht einfach: Gehen Sie offen auf die anderen Gäste zu. Nutzen Sie die Gelegenheit, Beziehungen zu Kollegen aufzubauen, denen Sie im Alltag selten begegnen. Ob Abteilungskollege oder Vorstandsmitglied – hier gibt es keinen, den Sie nicht ansprechen dürfen. Schließlich soll die Betriebsfeier die Mitarbeiter zusammenbringen.

Unterhaltung – leicht und freundlich

Natürlich sollten Sie auch etwas zu sagen haben, wenn Sie Kollegen ansprechen, und ein klein wenig Fingerspitzengefühl beweisen. Den Finanzvorstand mit einem Witz am Büffet zu überfallen, ist vielleicht nicht der beste Start für ein gutes Gespräch.

Allgemein sollten Sie sich fragen, ob Arbeitsthemen auf einer solchen Veranstaltung etwas verloren haben. Wenn sich das Gespräch in die Richtung entwickelt, ist es sicher nicht verwerflich, Berufliches anzuschneiden. Sie merken in der Regel an der Reaktion Ihres Gegenübers, ob er das Thema vertiefen möchte.

Ansonsten nutzen Sie die Zeit am besten, um Ihre Kollegen einmal von einer anderen Seite kennenzulernen. Am besten, Sie überlegen sich bereits im Vorfeld ein paar Dinge, zu denen es sich prima ein Small-Talk fürhren lässt. Urlaub oder Hobbys sind immer eine gute Grundlage.

Vielleicht teilen Sie mit dem ein oder anderen sogar gemeinsame Interessen. Ihre Beziehungsprobleme oder politischen Ansichten sollten Sie hingegen zuhause lassen. Kleben Sie auch nicht den ganzen Abend lang an einem Gesprächspartner fest. Wechseln Sie lieber immer wieder einmal von Kollege zu Kollege. So knüpfen Sie nicht nur mehr Kontakte, sondern vermeiden auch unangenehmes Schweigen.

Rhetorik statt Promille

Ein Gläschen Sekt mag über die Anfangsnervosität hinweghelfen. Und bei guter Stimmung besteht die Gefahr, dass es nicht bei einem Glas bleibt. Doch widerstehen lohnt sich. Arbeit und Alkohol sind keine vielversprechende Kombination. Wer hier verzichtet, reduziert die Gefahr peinlicher Moment – die den Kollegen meist gut im Gedächtnis bleiben.

Jeder sollte die eigenen Grenzen realistisch einschätzen, damit aus dem unterhaltsamen Abend mit Networking-Option kein Ausrutscher wird, der den eigenen Karriereaussichten ein Bein stellt.

Am Ball bleiben

Neu geknüpfte Kontakte wollen gepflegt werden, das gilt auch in der Berufswelt. Damit sich neue Bekanntschaften nicht schnell wieder im Sande verlaufen, gibt es soziale Plattformen wie Xing oder LinkedIn. Frischen Sie Ihre Kontakte auf und halten Sie die Konversation am Laufen.

Über gemeinsame Interessen oder Hobbys kommen womöglich gemeinsame Aktivitäten zustande. Und wer weiß, vielleicht ist der ein oder andere Kollege sogar für einen Ausflug in die Stammkneipe oder den Lieblingsclub tauglich.

Welche Networking-Tipps können Sie noch von Ihrer letzten Büro-Party mit uns teilen?

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