Finanzbuchhalter und Controller sind beide Zahlenprofis. Dennoch handelt es sich dabei um zwei völlig verschiedene Jobs, mit anderen Aufgaben und Perspektiven.

Unterschiede gibt es auch beim Gehaltsvergleich: In puncto Einkommen haben Controller die Nase vorn. Lesen Sie hier, wie sich die beiden Berufsgruppen unterscheiden – und in welcher deutschen Großstadt Finanzfachkräfte das höchste Gehalt verdienen.

Zwei Berufsbilder – geballte Kompetenz für Unternehmen: Der Buchhalter dokumentiert die Zahlen, der Controller bewertet diese und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab.

Auch wenn in modernen Unternehmen die Aufgabenbereiche oft miteinander verschmelzen, gibt es bei beiden Profilen nach wie vor gravierende Unterschiede: Im Gegensatz zum Finanzbuchhalter treffen Controller auch strategische und operative Entscheidungen, für die sie geradestehen müssen.

Dieses "Mehr" an Verantwortung macht sich beim Einkommen bemerkbar: So liegt das Bruttojahresgehalt eines Controllers mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung zum Beispiel zwischen 46.250 und 66.500 Euro. Im Vergleich dazu verdienen Finanzbuchhalter mit derselben Erfahrung zwischen 38.250 und 44.500 Euro.

Finanzbuchhalter: Alle wichtigen Zahlen auf dem Schirm

Finanzbuchhalter haben alle Bilanzen des Unternehmens voll unter Kontrolle, verstehen etwas von Planzahlen, Reportings und Kostenrechnungen. Sie verfügen über tiefgehendes kaufmännisches Wissen. Auch in handels- und steuerrechtlichen Fragen sind Sie kompetente Ansprechpartner.

Sie sind verantwortlich dafür, alle geschäftlichen Vorgänge lückenlos zu erfassen und zu dokumentieren. Ihre wichtigste Aufgabe: Sie liefern Ergebnisse darüber, wie sich Unternehmen hinsichtlich Vermögen und Schulden entwickeln. Damit sind ihre Zahlen die Arbeitsgrundlage für das Controlling.

Zu den typischen Aufgaben eines Finanzbuchhalters gehören:

  • Sie bearbeiten den Zahlenverkehr,
  • führen die Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung durch,
  • erstellen Statistiken und Auswertungen,
  • buchen Geschäftsvorfälle (= Kontierung),
  • prüfen die Rechnungen,
  • überwachen die Zahlungseingänge,
  • kontrollieren, ob Mahnungen bezahlt wurden – und
  • bereiten Monats-, Quartals- sowie Jahresabschlüsse nach deutschem Handels- und Steuerrecht (HGB) vor.

Neben Fachwissen sind auch Soft-Skills gefragt: Der Finanzbuchhalter muss einen genauen Blick für Details und ein gutes Zahlenverständnis haben. Dabei geht er analytisch, systematisch und exakt vor. Gleichzeitig zeigt dieser Zahlenexperte viel Fingerspitzengefühl und ist diskret – schließlich hat er Einblick in sensible Daten.

Controller: Dank Zahlen die Zukunft steuern

Controller verantworten die betriebswirtschaftliche Unternehmensplanung, die Kostenrechnung und das Berichtswesen. Ihre Analyse ist die Grundlage, auf der alle Prozesse im Unternehmen geplant und mit Blick in die Zukunft gesteuert werden. Damit tragen sie eine hohe Mitverantwortung dafür, dass Ziele auch erreicht werden. Deshalb beobachtet er stets den Markt und verfolgen Branchentrends.

Das gehört zu den typischen Aufgaben als Controller:

  • Sie setzen strategische und operative Entscheidungen um,
  • beraten die Unternehmensführung,
  • reporten an das Management, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden und
  • liefern konkrete Strategien, wie diese erreicht werden können.

Vom Controller erwartet das Unternehmen, konkrete Handlungsempfehlungen für die Entscheider im Unternehmen aus Reportings abzuleiten. Deshalb werden von ihnen besondere Skills gefragt – wie etwa Durchsetzungsstärke und Einfühlungsvermögen. Zudem präsentieren sie überzeugend, haben Erfahrung mit Problemlösungstechniken sowie im Projektmanagement.

Gehaltsvergleich: So viel verdienen Finance-Fachkräfte in deutschen Großstädten

Egal, ob Finanzbuchhalter oder Controller: Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen haben derzeit beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Passende Talente werden händeringend gesucht. Das macht sich auch bei den Gehältern bemerkbar, die laut der Robert Half Gehaltsübersicht auch im nächsten Jahr weiter steigen sollen.

Hier sehen Sie die wichtigsten regionalen Unterschiede beim Gehaltsvergleich auf einen Blick:

  • Am meisten verdienen Finanzfachkräfte bei Unternehmen in der Finanzmetropole Frankfurt. Dort liegen die Gehälter 16 % über dem bundesweiten Durchschnitt.
  • Auch die Städte München (plus 9 %) und Stuttgart (plus 7 %) gehören zu den Spitzenreitern, was Gehälter im Finance-Bereich angeht.
  • In Berlin, Essen und Mannheim gehen Sie mit weniger Einkommen nach Hause: Hier liegen die Gehälter sogar bis zu 16 % unter dem deutschen Durchschnitt. Vorteil: In diesen Städten liegen auch die Lebenshaltungskosten unter denen deutscher Ballungszentren.

Quelle: Robert Half Gehaltsübersicht 2017

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