Finance-Profis von heute möchten umworben werden

Von Christina Holl 9. Mai 2017

London war einmal: Bisher galt die englische Hauptstadt als wichtigster Finanzstandort der EU. Seit dem Brexit rückt Frankfurt am Main immer mehr in den Fokus – und damit Deutschland als global bedeutender Finance-Standort.

Das bedeutet nicht nur, dass händeringend Mitarbeiter im Finanzsektor gesucht werden. Diese müssen auch technisches Know-how mitbringen. Wie Sie hoch qualifizierte Finanzexperten der „neuen Mitarbeitergeneration“ für sich gewinnen, lesen Sie hier.

IT-affine Finanzexperten: Schnittstellenkompetenz für die Finanzabteilungen

Paris, Dublin, Luxemburg – sie alle ringen darum, EU-Finanzplatz Nummer eins zu werden. Auch ganz vorne mit dabei: Frankfurt am Main, Finanzzentrum von Weltrang. Doch damit es Deutschland an die europaweite Spitze schafft, müssen vor allem die Unternehmen im Finance-Bereich mitziehen wie Finanzdienstleister und Banken: Als Arbeitgeber brauchen Sie spezialisierte Experten, die mit ihrer Arbeit und ihren Kompetenzen den Standort stärken.

Durch die Digitalisierung reichen „klassische“ Kompetenzen im Finanzsektor jedoch längst nicht mehr aus. Gebraucht und händeringend gesucht werden Finanzprofis einer neuen Generation, die sowohl mit Wissen im Finanz - als auch im IT-Bereich punkten.

Schnittstellenkompetenz lautet das Stichwort. Doch: „Das Angebot an Kandidaten reicht bei Weitem nicht aus“, erklärt Stephan Bahns, Director beim Personalvermittler Robert Half in Frankfurt.

Digitalisierung im Finanzsektor: So locken Sie Data Scientists und Co.

Neben IT-affinen Finanzexperten sind auch Mitarbeiter mit den Fähigkeiten von Data Scientists und Co. im Finanzsektor gefragt. Die Finanzabteilungen profitieren von den Experten mit Kenntnissen in Statistik und Informationstechnologien. Spätestens seit der voranschreitenden Digitalisierung geht es ohne sie im Bereich Finance, Buchhaltung und Rechnungswesen nicht mehr – das spürt auch die Finanzmarktbranche immer deutlicher.

Sie braucht das das fachliche und analytische Know-how der Experten, um komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge auswerten und vorhersagen zu können – Stichwort: Big-Data und Predictive Analytics.

Gerade das heizt den Wettbewerb um neue, spezialisierte Kandidaten im Finanzsektor zusätzlich an: Die meisten wollen sie, doch der Kandidatenmarkt ist begrenzt.

Hier sind Sie als Arbeitgeber gefragt: Locken Sie die Finanzexperten mit Benefits. Dabei werden „Statussymbole wie Dienstwagen oder hohes Gehalt weniger wichtig“, weiß Stephan Bahns.

Überzeugen Sie mit weichen Faktoren, zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten. Die neue Generation an Mitarbeitern fordert ein modernes Umfeld, möchte autonom und mobil arbeiten. „Die Zeiten des grauen Buchhalters, der im Keller sein Büro hat und vor sich hinarbeitet, sind vorbei“, betont Bahns.

Bei der Suche nach den neuen Finanzprofis reicht es nicht mehr, nur eine Anzeige zu schalten und abzuwarten, wie dies früher häufig gemacht wurde. „Gehen Sie proaktiv auf die Kandidaten zu“, rät Bahns: „Der Kandidat von heute möchte gefunden und umworben werden. Er weiß um seine Stellung im Markt und kann sich zwischen einer Vielzahl von Angeboten entscheiden“.

Deshalb ist es wichtig, ihn individualisiert anzusprechen – und ihm so das Gefühl zu geben, dass genau er mit seinen persönlichen und fachlichen Skills gesucht wird. Dabei helfen spezialisierte Personaldienstleister wie Robert Half.

Eigene Mitarbeiter im Finanzsektor fördern

Denken Sie auch daran, Ihre bestehenden Finance-Profis fit für die digitale Zukunft zu machen. Motivieren Sie Ihr Personal, sich auf Veränderungen einzulassen und begeistern Sie es für neue Technologien.

Denn die Anforderungen gehen in Zukunft über die klassischen Kompetenzen Ihrer Finanzfachkräfte hinaus – und damit weit über das, was in der Ausbildung vermittelt wurde.

Sorgen Sie dafür, indem Sie Ihr Personal gezielt nachschulen und weiterbilden. Kenntnisse in EDV sowie SAP mit seinen Finanzmodulen FI (Rechnungswesen) und CO (Kostenrechnung) etwa würden heutzutage einfach vorausgesetzt, bestätigt Stephan Bahns die Veränderungen im Finanzsektor.

Nur Fachkräfte, die den Anforderungen der Digitalisierung gewachsen sind, stärken Ihr Unternehmen und damit auch Deutschland als global bedeutenden Finance-Standort. Was sich künftig im Finanzsektor genau ändern muss und wie Sie als Arbeitgeber IT-affine Finanzexperten sowie Datenspezialisten für sich gewinnen, verrät Ihnen Stephan Bahns im Interview mit FINANCE TV (Bitte auf den Link oder das Bild klicken):

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