Erfolgreich durch die Probezeit: Zeigen Sie Teamgeist!

Von Christina Holl 11. September 2013

Die ersten Wochen und Monate entscheiden nicht nur darüber, ob Sie die Probezeit bestehen. Vom Einstieg hängt auch Ihre weitere Karriere im Unternehmen ab. Fettnäpfchen lauern vor allem im Zwischenmenschlichen. Jobeinsteiger treffen auf ein eingespieltes Team, in dem die Rollen klar verteilt sind. Sie müssen nicht nur Ihren Chef, sondern auch die neuen Kollegen von sich überzeugen.

Der erste Arbeitstag rückt heran, die Spannung steigt. Mit der Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag ist eine wichtige Hürde genommen. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch mit der Probezeit: Überall unbekannte Gesichter, fremde Büros und Abläufe, die man nicht kennt. Eine heikle Situation.

Denn in den ersten sechs Monaten können sich Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen von ihren neuen Mitarbeitern trennen. Wie oft das der Fall ist, zeigt ein  Blick in die Statistik. Danach endet jedes fünfte Arbeitsverhältnis schon in der Probezeit. An fachlichen Mängeln liegt es selten. Konflikte im Job sind einer der häufigsten Trennungsgründe in der Probezeit.

Achten Sie in der Probezeit besonders auf die ungeschriebenen Regeln

Wie finde ich meinen Platz im Unternehmen? Das herauszufinden ist eine Gratwanderung. Einerseits ist Zurückhaltung in der Probezeit oberstes Gebot. Andererseits wollen Sie natürlich möglichst schnell mit Ihren Fähigkeiten punkten. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Es dauert, bis Sie die vielen ungeschriebenen Regeln kennen, die das Arbeitsklima maßgeblich bestimmen. Fahren Sie die Antennen aus und beobachten Sie.

  • Mit wem arbeiten Sie zusammen, wer ist wofür zuständig, wer kann gut mit wem, wo gibt es Kompetenzgerangel und wer könnte für Sie als Mentor infrage kommen? Nichts ist wichtiger für Ihre eigene Karriere als dieses Beziehungsgeflecht möglichst schnell zu durchschauen.
  • Von Jobeinsteigern wird Eigeninitiative erwartet: Seien Sie offen und geben Sie den Kollegen die Möglichkeit, sich in der Probezeit ein Bild von Ihnen zu machen. Auch die anderen wissen nicht, wen sie vor sich haben.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie zügig gute Arbeit leisten können. Was fehlt Ihnen noch an Informationen, kommen Sie mit den IT-Systemen klar, sind Sie komplett ausgestattet? Verlangen Sie einen Einarbeitungsplan. Eine Checkliste erleichtert beiden Seiten einen reibungslosen Einstieg.
  • Keine Scheu vor Fragen: In der Probezeit haben Sie einen gewissen Bonus. Peinlich werden Fragen erst, wenn sie zu spät gestellt werden. Aber halten Sie nicht den Betrieb auf. Tipp: Bündeln Sie offene Punkte und gehen Sie damit gezielt auf Vorgesetzte und Ansprechpartner zu.

In der Probezeit sind Sie das kleinste Glied in der Kette. Dennoch: Lassen Sie sich nicht mit gering qualifizierten Tätigkeiten abspeisen und an den Kopierer verbannen. Natürlich übernehmen Sie auch weniger imagefördernde Aufträge. Signalisieren Sie jedoch immer wieder Ihr Interesse an verantwortungsvollen Aufgaben, zum Beispiel in einem Projekt.

Bei aller Freundlichkeit, die für den erfolgreichen Start in einer Firma absolut notwendig ist: Der Grat zwischen Zurückhaltung und Unterordnung ist in der Probezeit schmal. Was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten, zeigt unser (zugegebenermaßen überspitztes) Karrierevideo:

 

Schreiben Sie uns, wie haben Sie die Probezeit erfolgreich überstanden? 

Bildquelle: © fotogestoeber - Fotolia.com

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