Diese 7 Antworten rund ums Gehalt interessieren jeden

7 Fragen und Antworten rund um den Verdienst

Über Gehalt spricht man nicht – oder doch? Spätestens, wenn der eigene Verdienst im Vorstellungsgespräch verhandelt wird, werden Hintergrundinfos zum Thema Einkommen wichtig. Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Verdienst. So punkten Sie in Ihrem nächsten Bewerbungs- oder Gehaltsgespräch garantiert!

1. Fair bezahlt: Was ist das richtige Einstiegsgehalt?

Für Bewerbungsgespräche gilt: Gute Vorbereitung ist der halbe Job. Dazu gehört auch, sich im Vorfeld über das Einstiegsgehalt schlauzumachen. Wie viel Sie wert sind, darüber entscheiden zu Beginn Ihrer beruflichen Laufbahn Ihre Leistungen an der Schule, Ihrer Ausbildung oder Ihrer Hochschule. Später werden dann Ihre gesammelte Berufserfahrung und persönlichen Skills wichtiger.

Doch wie finden Sie heraus, welches Gehalt für Ihre Position und Branche angemessen ist? Wichtige Hintergrundinfos liefern Ihnen fundierte Studien über den Arbeitsmarkt – zum Beispiel die Gehaltsübersicht von Robert Half.

Darin finden Sie das Einkommen von Berufen im Finanz-, IT-, kaufmännischen und Assistenzbereich. So wissen Sie genau, wie viel ein Arbeitnehmer mit Ihren Kenntnissen und Qualifikationen verdient – und starten perfekt vorbereitet in Ihr Vorstellungsgespräch oder Ihre Gehaltsverhandlung.

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2. Gehaltsvorstellung im Anschreiben gefordert: Wie gehen Sie damit souverän um?

Manche Personaler wollen nicht erst im Vorstellungsgespräch über Ihre Gehaltsvorstellungen sprechen – sondern fordern diese Info bereits in Ihren Bewerbungsunterlagen.

Kommen Sie dieser Aufforderung unbedingt nach, ansonsten riskieren Sie Minuspunkte. Denn damit will Ihr zukünftiger Arbeitgeber auch herausfinden, ob Ihre Forderung in seine Budgetplanung passt und auch, ob Sie Ihren Marktwert kennen und sich realistisch einschätzen können.

Geben Sie Ihren Gehaltswunsch als Spanne an – zum Beispiel: „Ich möchte zwischen 40.000 und 45.000 Euro jährlich verdienen.“

Diese Formulierung lässt Ihnen mehr Verhandlungsspielraum. Thomas Hoffmann, Direktor bei Robert Half, rät: „Achten Sie als Fachkraft darauf, dass die Spanne nicht zu groß ist. Sie sollte  maximal 3.000 bis 5.000 Euro betragen, sonst wirken Ihre Forderungen schnell beliebig.“

3. Wie antworten Sie auf: Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?

Die Frage nach dem aktuellen Gehalt im Vorstellungsgespräch wird von vielen gefürchtet. Denn Sie stellt viele Bewerber vor ein Dilemma: Sollen Sie ein wenig flunkern, um ihren Preis nach oben zu treiben? Oder müssen Sie ehrlich darauf antworten?

"Bleiben Sie ehrlich – aber nicht zu ehrlich. Wurde erst einmal eine Zahl genannt, wird sich das Gespräch in der Regel nicht allzu weit von diesem Betrag entfernen“, weiß Robert-Half-Experte Thomas Hoffmann.

Mit Ihrer Aussage stecken Sie also einen Verhandlungsrahmen fest – und dieser sollte angemessen sein. Machen Sie im Vorfeld Ihre Hausaufgaben: Informieren Sie sich über Ihren künftigen Arbeitgeber, das Tätigkeitsprofil und damit verbundene Gehaltsspannen.

Das hilft Ihnen dabei, strategisch sinnvoll zu antworten – zum Beispiel:

  • „Mein bisheriges Gehalt ist kein guter Vergleichswert. Deshalb stelle ich mir ein marktübliches Bruttoeinkommen von … vor.“
  • „Mein derzeitiges Bruttojahresgehalt liegt bei … Euro im Jahr. Da ich bei Ihnen mehr Verantwortung übernehme, strebe ich eine Steigerung von 10 % an.“
  • „Mein Gehalt sollte sich an meiner Qualifikation, meinen Erfahrungen und Leistungen für Sie orientieren. Deshalb finde ich ein Bruttogehalt in Höhe von … angemessen.

4. Wie hoch dürfen Sie bei Gehaltsverhandlungen pokern?

Überzogene Gehaltsvorstellungen können ein K.-o.-Kriterium sein. Damit machen Sie sich als Bewerber im schlimmsten Fall unglaubwürdig.

Zu niedrig sollten Sie allerdings auch nicht einsteigen: In der Regel versucht Ihr künftiger Arbeitgeber, einen niedrigeren Verdienst zu verhandeln. Kalkulieren Sie das bei Ihrem Wunschgehalt mit ein und nennen Sie ein höheres Einkommen, als eigentlich geplant.

Doch welche Summe als Ausgangswert nehmen? Orientieren Sie sich hierbei am besten an durchschnittlichen Gehältern für Ihre ausgeschriebene Position – und diesen Tipps:

  • Schlagen Sie bei einem Jobwechsel maximal 10 % Gehaltsteigerung auf. Damit sind Sie in der Regel an der oberen Skala der aktuellen Gehälter angekommen, die bei Ihrer Erfahrung und für Ihren Job bezahlt werden.
  • Betreiben Sie kein Gehalt-Dumping – mit zu niedrigen Forderungen signalisieren Sie mangelndes Selbstbewusstsein oder fehlende Erfahrung und stehen als schlecht informiert da.
  • Halten Sie es einfach: Geben Sie ein Bruttojahresgehalt an, in dem Sie alle Zusatzleistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie mögliche Prämien und Boni einkalkuliert haben.

5. Tabuthema Gehalt: Wie viel verdienen Ihre Kollegen?

Mit den Kollegen über Gehalt zu sprechen – das ist rechtlich zwar in den meisten Fällen erlaubt, firmenintern jedoch heikel.

In vielen Unternehmen gehört es zur Politik, sich untereinander nicht über Einkommen auszutauschen. Halten Sie sich nicht daran und Ihre Vorgesetzten erfahren davon, wirft das ein unprofessionelles Licht auf Sie.

Gehen Sie mit dem Thema Einkommen deshalb sensibel um. Statt mit den Kollegen zu sprechen, fragen Sie besser Freunde, die in vergleichbaren Positionen arbeiten oder ehemalige Mitarbeiter Ihres Unternehmens.

Auch fundierte Gehaltsstudien geben Ihnen einen wichtigen Überblick zu marktüblichen Gehältern. So finden Sie schnell heraus, ob Sie im Vergleich zu Ihren Kollegen überdurchschnittlich viel oder wenig verdienen.

6. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen?

Ob Ihre Gehaltsverhandlung den gewünschten Effekt bringt, hängt auch vom richtigen Timing ab – wie deutsche Finance-Chefs Robert Half verraten haben.

Entgegen der gängigen Meinung ist dies nicht das Mitarbeitergespräch: Auf Platz eins liegt der Zeitpunkt, an dem Sie mehr Verantwortung übernehmen oder in ein größeres Projekt starten.

Steigern Sie mit Ihren neuen Aufgaben auch Ihre Ergebnisse, ist das ein guter Moment, um mit Ihrem Vorgesetzten über Ihr Gehalt zu sprechen. Tipp: Geben Sie Ihrem Chef vorher Bescheid, dass Sie sich über Ihr Gehalt unterhalten möchten. So kann er sich darauf vorbereiten.

7. Gehaltserhöhung: Wie kommen Sie zum Ziel?

Sie haben mit Ihrem Chef einen Termin vereinbart, in dem Sie mit ihm über eine Gehaltserhöhung sprechen. Jetzt heißt es: Ruhig bleiben, sich gut vorbereiten und die richtigen Argumente finden

Wenn Sie Ihrem Vorgesetzten nicht plausibel erklären können, warum Sie mehr wert sind und welche Gegenleistungen er dafür erhält, haben Sie schlechte Karten.

Thomas Hoffmann empfiehlt: „Gehen Sie niemals unvorbereitet, ohne klare Gehaltsvorstellungen oder Strategie in ein solches Gespräch.“ Am besten beginnen Sie mit Ihrer eigenen Erfolgsbilanz – und machen sich Gedanken darüber:

  • was Sie bisher geleistet haben,
  • welchen Mehrwert Sie für Ihr Unternehmen erzielt haben – und
  • worin der künftige Nutzen Ihrer Leistung für Ihren Arbeitgeber liegt.

Damit haben Sie alle Argumente parat, um Ihrem Chef zu zeigen, dass er am Ende nur davon profitiert, wenn er mehr für Sie zahlt.

Übrigens: Zur guten Vorbereitung auf ein Gehaltsgespräch gehört auch, über aktuelle Gehaltsentwicklungen auf dem Laufenden zu sein. So kennen Sie Ihren Verhandlungsspielraum genau und können das Maximum herausholen.

 

Wie viel Gehalt verdient wer? Aktuelle Zahlen finden Sie in der Gehaltsübersicht von Robert Half. Sie zeigt Ihnen übersichtlich den Verdienst verschiedener Berufe im IT und Finanzbereich sowie im Rechnungswesen und kaufmännischen Bereich. Jetzt kostenlos herunterladen!

 

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