​Die ultimativen 8 Regeln gegen Überstunden

Von Alenka Mladina 28. April 2017

Immer nur Arbeit! Sie ist der Grund, warum Sie den Weg zu Ihrem Fitnessstudio fast vergessen, wichtige Arzttermine verpassen und sich nur noch von Fast Food ernähren.

Doch seit Sie gestern auch noch Ihren besten Freund versetzen mussten, weil im Büro noch etwas zu erledigen war, haben Sie die Nase gestrichen voll. Jetzt ist Schluss mit Überstunden! Wie Sie es schaffen, Ihr Überstundenkonto abzubauen, zeigen unsere 8 Tipps.

Wenn Sie oft spät abends noch im Büro sitzen, sind Sie vermutlich nicht immer allein: Mehr als jeder dritte deutsche Arbeitnehmer (35 %) hat mit einem stressigen Job zu kämpfen, so ein Ergebnis unserer Studie „DIE ZEIT IST REIF. GLÜCKLICH ARBEITEN“

Die Gründe dafür sind vielfältig. Ab und an müssen Sie wahrscheinlich länger arbeiten, weil ein Projekt mehr Ressourcen benötigt als ursprünglich geplant. Manchmal fällt Mehrarbeit an, weil Sie die Urlaubsvertretung für einen Kollegen übernommen haben.

Spätestens aber, wenn die Überstunden statt eine Ausnahme zu bleiben zur Regel werden, müssen Sie reagieren. Auf Dauer wirken sich lange Arbeitszeiten und zu kurze Erholungspausen negativ aus, im schlimmsten Fall erleiden Sie einen Burn-out.

Abhilfe schaffen können oft schon ein paar kleine Änderungen im Zeitmanagement. Strukturieren Sie Ihren Arbeitstag so, dass Sie Prioritäten fest einplanen, aber auch Raum für kurzfristige Arbeitsaufträge lassen.

Landen zu viele kurzfristige und dringende Aufgaben auf Ihrem Tisch, müssen Sie auch einmal “Nein” sagen. Was sonst noch zu einem pünktlichen Feierabend führt, lesen Sie in den folgenden Tipps.

Die 8 ultimativen Anti-Überstunden-Regeln

1. Schreiben Sie sich eine To-do-Liste

Überlegen Sie sich schon beim ersten Kaffee am Morgen, was Sie am Tag erledigen möchten. Schreiben Sie sich eine Liste mit Ihren Aufgaben und priorisieren Sie. Erledigen Sie zuerst dringende oder schwierige Arbeiten.

Achten Sie darauf, dass Sie To-dos, die Ihnen besonders schwerfallen, möglichst bald von der Liste streichen. Sie werden sehen: Anschließend fallen Ihnen die kommenden Aufgaben viel leichter.

Wenn Sie Ihre Aufgaben Punkt für Punkt abarbeiten, wissen Sie genau, was noch fehlt – und was getrost bis zum nächsten Tag warten kann.

2. Schätzen Sie den Arbeitsaufwand ein

Sie bekommen eine Aufgabe mit einer Deadline, die völlig unrealistisch ist? Dann sprechen Sie mit dem Verantwortlichen. Erklären Sie, warum Sie die geplante Abgabe nicht schaffen. Niemand kann den Aufwand für das, was Sie tun, so gut abschätzen wie Sie.

Ein guter Arbeitgeber wird Ihre Ehrlichkeit schätzen. Und Sie haben die Möglichkeit, das Projekt in Ihrer Regelarbeitszeit abzuschließen – ohne Überstunden zu schieben.

Tipp: Stecken Sie sich kurzfristige Ziele. Dabei geben Sie sich für eine Aufgabe einen bestimmten Zeitrahmen – und teilen Ihren Tag in Etappen auf. So motivieren Sie sich selbst.

3. Legen Sie Termine früher

Um pünktlich nach Hause zu gehen, setzen Sie ihre Termine lieber vormittags an. Meetings dauern gerne länger als ursprünglich angesetzt. Damit Sie garantiert keine Überstunden wegen eines Meetings machen, bieten Sie Termine am Vormittag an. So scheint die Sonne auch noch, wenn Sie Feierabend machen.

4. Bleiben Sie auch mal hart

Sie haben um sieben Uhr eine Verabredung zum Essen? Sagen Sie Ihren Kollegen Bescheid, dass Sie rechtzeitig Feierabend machen. Verhalten Sie sich bestimmt und selbstbewusst.

Auch wenn Sie Ihren Kollegen gerne helfen, sagen Sie auch mal: „Nein, heute nicht“. Ihr Chef beurteilt Sie nicht nach Ihren Überstunden, sondern nach der Leistung und den Ergebnissen, die Sie zeigen und liefern.

5. Starten Sie zeitig (Morgenmuffel dürfen gleich beim nächsten Tipp weiterlesen :-))

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Damit Sie nach Feierabend noch etwas Frühlingssonne abbekommen, fangen Sie morgens bald an. Dann ist es auch Ihr gutes Recht, früher zu gehen.

Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie vor allen anderen im Büro sind, ist es ruhiger und Sie arbeiten konzentrierter. Sie werden staunen, wie produktiv Sie morgens sind.

6. Legen Sie Ihr Handy weg

Ein Handy kostet Sie mehr Zeit, als Sie glauben. Wenn Sie bei jeder Neuigkeit auf Ihr Smartphone schauen, lenkt Sie das von Ihrer Arbeit ab. Das schränkt Ihre Produktivität enorm ein, wie eine Studie verschiedener Universitäten belegt: Sie sind unkonzentrierter und brauchen länger für Ihre Aufgaben. Legen Sie Ihr Handy deshalb lieber weg.

7. Machen Sie konkrete Pläne für den Feierabend

Wenn Sie etwas mit Ihren Freunden planen, legen Sie einen Ort und eine genaue Uhrzeit fest. Wenn Sie auf eine konkrete Uhrzeit hinarbeiten, fällt es Ihnen leichter, pünktlich Feierabend zu machen.

Eine verbindliche Uhrzeit übt einen höheren Druck aus als eine wage Abmachung. Dann steht Ihrem Kinobesuch um acht Uhr nichts mehr im Weg.

8. Setzen Sie sich ein Zeitlimit

Ihre Lieblingsstunde im Fitnessstudio beginnt um 19 Uhr. Da wollen Sie natürlich pünktlich sein. Planen Sie deshalb genau, wann Sie mit der Arbeit aufhören und wann Sie zusammenpacken.

Hören Sie auf mit dem Argument „Ich muss nur noch schnell...“. So belügen Sie nur sich selbst, denn es dauert immer länger. Setzen Sie sich ein Limit: eine Viertelstunde, bevor Sie den Schreibtisch räumen.

Machen Sie immer noch Überstunden?

Sie setzen schon viele dieser Tipps um, schieben aber immer noch dauernd Überstunden? Dann setzen Sie sich mit Ihrem Vorgesetzten zusammen und überlegen Sie gemeinsam, woran das liegen könnte.

Machen Sie deutlich, dass eine gesunde Work-Life-Balance wichtig für Ihre Leistung und Motivation ist – und Sie deshalb unbedingt eine Lösung finden möchten. In einem guten Arbeitsverhältnis sollte das drin sein.

In Ihrem Unternehmen sind Überstunden an der Tagesordnung? Finden Sie einen Job, der für einen besseren Ausgleich zwischen Privat- und Arbeitsleben sorgt. Wir helfen Ihnen dabei! Laden Sie jetzt Ihren Lebenslauf hoch.

Bildquelle: © nd3000 / Fotolia.com

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