Die Bewerbung über Social Media

Von Christina Holl 11. April 2014

Sich bewerben heißt positiv auffallen. Hierbei können Ihnen soziale Netzwerke helfen. Sie sind meist kostenlos. Weiterer Pluspunkt: Immer mehr Unternehmen und auch Personaldienstleister wie Robert Half nutzen „Social Recruiting“. Da alle online geteilten Informationen zugleich Arbeitsproben sind, sollten Sie sich an bestimmte Regeln halten: Seien Sie aktiv, aber niemals penetrant. Und: Qualität vor Quantität.

Kostenloses Selbstmarketing

Egal, ob Sie Xing, Facebook und wie sie alle heißen, lieben oder hassen: Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen Onlinenetzwerke für die Jobsuche bieten: Sie haben eine riesen Reichweite und sind meist kostenlos.

Wichtig zu wissen: Die Bewerbung über Social Media erfolgt oft passiv. Anstatt Unterlagen zu versenden, stellen Sie diese auf Plattformen wie Xing und LinkedIn ein. Wenn Sie sich hier gut verkaufen, müssen Sie nicht mehr selbst nach einem Job suchen. Im Idealfall werden Sie gefunden. Es gilt allerdings, die wichtigsten Benimmregeln zu beachten.

Social Recruiting: So werden Sie gefunden

Beim Social Recruiting suchen Unternehmen auf Netzwerken wie Xing gezielt nach bestimmten Fähigkeiten und Qualifikationen.

Besuchen Sie die Profile der Personalentscheider Ihrer Wunschfirma und fügen Sie die Begriffe, die dort unter „Ich suche“ aufgelistet sind, in Ihrem Profil unter „Ich biete“ ein.

Stellen Sie sicher, dass alle geteilten Informationen korrekt und präzise sind. Sie sind Ihre ersten Arbeitsproben. Auch für die Bewerbung über Social Media gilt: Übertreibungen fallen spätestens beim Vorstellungsgespräch auf.

Schützen Sie private Informationen

Facebook eignet sich primär für das Pflegen privater Kontakte. Sprechen Sie Personalentscheider dort nur nach Aufforderung an. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Ihre Facebook-Seite unter Umständen von Personalern eingesehen werden kann. Passen Sie die Privatsphäre-Einstellungen dementsprechend an und achten Sie darauf, welche Inhalte Sie teilen.

Facebook, Google+ und Twitter eignen sich vor allem zur passiven Nutzung. Informieren Sie sich auf den Social-Media-Karriereseiten der Unternehmen über Jobmessen und aktuelle Ausschreibungen. Folgen Sie über Twitter wichtigen Leuten. Beteiligen Sie sich nur dann an Diskussionen, wenn Sie Fachliches beitragen können.

Richtig Netzwerken statt Kontakte sammeln

Auf Xing und LinkedIn sollten Sie hingegen aktiv Kontakt aufnehmen. Bauen Sie sich ein Netzwerk auf, das sich für Sie langfristig auszahlt. Das Ziel ist nicht, möglichst viele Kontakte zu gewinnen, sondern die richtigen. Treten Sie nur an Menschen heran, wenn es sich sinnvoll begründen lässt.

Standardanfragen an Unbekannte sind tabu. Stellen Sie stattdessen gezielt Fragen zu Stellenausschreibungen und halten Sie Kontakt mit Kollegen. Wer Entscheider aus der eigenen Branche im Netzwerk hat, suggeriert Fachkenntnis und Aktualität.

Tipps für Ihre Social-Media-Bewerbung

Wenn Sie anfangs unsicher sind, beobachten Sie zunächst das Geschehen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Menschen, die Social Media bereits erfolgreich nutzen.

Unsere Tipps helfen Ihnen bei den ersten Schritten:

  • Entwickeln Sie eine Strategie: Welche Ziele wollen Sie mit Social Media erreichen?
  • Präsentieren Sie sich in Ihrer Bewerbung über Social Media so, wie Sie auch im wahren Leben sind.
  • Vermeiden Sie Kommentare, die sie politisch oder gesellschaftlich ins Abseits befördern.
  • Verwenden sie professionelle Profilbilder, auch gute Selfies sind inzwischen okay.

Haben Sie bereits Erfahrung mit Social Recruiting oder Fragen dazu? Verraten Sie uns Ihre Tricks und Erlebnisse.  

Bildquelle: © alphaspirit - Fotolia.com

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