Die 7 wertvollsten Burnout-Blocker im Job

Von Alenka Mladina 25. März 2015

Wenn die Belastung bei der Arbeit zu hoch wird, sendet der Körper Warnsignale. Manchmal leider erst, wenn es zu spät ist und der Burnout bereits an die Tür klopft. Wer die folgenden Tipps befolgt, baut Stress effektiv ab und vermeidet die gefährliche Burnout-Falle.

Wie schnell die Zeit vergeht. Leider verfliegen mit ihr auch die guten Neujahrsvorsätze, wie etwa, den Stress in der Arbeit zu reduzieren. In den meisten Fällen bleibt dieser Vorsatz ein Vorsatz, denn auch das neue Jahr bringt meist nicht weniger Arbeit mit sich.

Also geht es vielmehr darum, seine Zeit effizienter zu nutzen, Pausen einzuplanen und auch mal Nein im Job zu sagen. Wie wichtig das ist, zeigt die Burnout-Statistik: In den Jahren 2004 bis 2011 sind die Krankentage aufgrund von Burnout um das 18-Fache gestiegen. Wie Sie den Stress in der Arbeit reduzieren und einen möglichen Burnout vermeiden, verraten die folgenden Tipps:

Burnout-Blocker 1: Ehrlichkeit

Es gibt Zeiten, in denen immer wieder neue Arbeit auf Ihrem Schreibtisch landet und Ihre To-Do-Liste immer länger wird. Damit sind Sie nicht allein und für einen begrenzten Zeitraum ist das auch okay. Nicht okay ist, wenn die Arbeit dauerhaft Ihre Leistungsfähigkeit übersteigt. Spüren Sie das dies der Fall ist, wäre es ganz falsch, dieses Gefühl der Überforderung zu ignorieren oder klein zu reden.

Vereinbaren Sie ein Gespräch mit dem Vorgesetzten und schildern Sie ihm, welche Aufgaben derzeit zu Überstunden führen. Arbeiten Sie gemeinsam daran, Projekte und Aufgaben zu priorisieren und suchen Sie nach Möglichkeiten, Aufgaben an Kollegen zu delegieren. Setzen Sie eine Frist. Sollte sich innerhalb dieser Frist nichts geändert haben, sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken.

Burnout-Blocker 2: Zeitmanagement

Eine Möglichkeit, die Erschöpfung im Job zu reduzieren und einen Burnout zu vermeiden, ist durchdachtes Zeitmanagement. Wenn Sie zu viel Energie für unwichtige Aufgaben aufwenden, erzeugen Sie zusätzlichen Druck bei der Arbeit. Erstellen Sie eine einfache Übersicht der Aufgaben pro Woche und unterteilen Sie diese in verschiedene Kategorien.

Inzwischen gibt es auch viele Apps, die Ihnen dabei helfen können (z.B. Trello). Identifizieren Sie Ihre Zeitfresser, indem Sie eine Zeit lang eine tägliche Stundenliste führen. Nutzen Sie das Eisenhower-Prinzip, um wichtige und dringende Aufgaben zu unterscheiden.

Burnout-Blocker 3: Um Unterstützung bitten

Müssen Sie wirklich alle Aufgaben selbst erledigen? Vielleicht denken Sie, Sie sind der einzige, der ein bestimmtes Dokument durchgehen kann, weil Sie das Projekt am besten verstehen. Einen Kollegen oder Mitarbeiter um Hilfe zu bitten, hat jedoch immense Vorteile: Sie profitieren von seinem frischen Blick und haben etwas Luft für andere Aufgaben. Die eigenen Grenzen zu akzeptieren und sie auch einzuhalten, ist ein guter Weg, den Burnout zu vermeiden.

Burnout-Blocker 4: Pausen

Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Akkus aufzuladen. Auch wenn Sie viele Stunden arbeiten, können Sie Stress entgegenwirken und Ihre Performance verbessern, wenn Sie über den Tag verteilt kleine Pausen von fünf bis zehn Minuten einlegen. Stehen Sie vom Schreibtisch auf und strecken Sie Ihren Körper oder machen Sie einen kleinen Spaziergang. Anstatt vor Ihrem Computer zu sitzen, sollten Sie Ihre Mittagspause lieber mit Kollegen verbringen.

Burnout-Blocker 5: Aus-Knopf

In nahezu allen Führungs- und zunehmend auch in Fachkräftepositionen ist es heute fast selbstverständlich, auch in der Freizeit telefonisch oder zumindest per E-Mail erreichbar zu sein. Die Folge: Sie können kaum mehr abschalten und riskieren einen Burnout.

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass Sie auch außerhalb der Bürozeiten erreichbar sind, stecken Sie gewisse Zeiten ab. Danach schalten Sie das Handy aus und schließen das E-Mail-Programm. Selbst wenn es nur fünf Minuten dauert, eine E-Mail zu lesen, sind Sie danach wieder gedanklich bei der Arbeit – anstatt Ihre Freizeit dafür zu nutzen, wofür sie gedacht ist: zum Abschalten.

Burnout-Blocker 6: Schlaf und Bewegung

Der Körper hat keine Warnlampe, die bei Überforderung aufleuchtet. Ignorieren Sie dauerhaft Ihre körperlichen Bedürfnisse, führt das in den meisten Fällen zu einem Burnout. In erster Linie geht es dabei um ausreichend Schlaf und Bewegung. Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ganz klar. Doch mit weniger als sechs bis sieben Stunden kommen die wenigsten dauerhaft aus.

Wenn Sie einen Burnout vermeiden wollen, sollten Sie einen regelmäßigen Rhythmus einhalten, an den sich der Körper gewöhnen kann. Bewegung kommt in den meisten Bürojobs zu kurz, vor allem während der kalten Winterzeit, wenn die Tage kürzer sind. Ist es draußen bereits dunkel, macht das Joggen vielen nur noch halb so viel Spaß. Bauen Sie Bewegung in die tägliche Routine ein: Lassen Sie das Auto stehen und fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit und nutzen Sie Treppen anstatt den Aufzug.

Burnout-Blocker 7: Soziale Kontakte

In Bürojobs verbringen wir einen Großteil unserer Arbeitszeit vor dem Bildschirm. Das strengt nicht nur die Augen an, sondern auch das Gehirn. Wenn Ihre abendliche Freizeitbeschäftigung wiederum daraus besteht in einen Bildschirm – ob Computer oder Fernseher – zu schauen, strengen Sie die bereits belasteten Teile Ihres Körpers noch mehr an. So bequem es erscheint, sich vom Fernseher berieseln zu lassen – die eigentliche Entspannung bleibt aus. Kochen Sie doch am Abend mit Freunden oder Familie - das gesellige Beisammensein hilft sehr gut, auf andere Gedanken zu kommen.

Wie sorgen Sie im Alltag für die nötige Entspannung? Wir freuen uns über Ihre Tipps!

 

Bildquelle: © Wolfgang Zwanzger - Fotolia.com

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