Damit müssen Sie aufhören, um endlich im Job erfolgreich zu sein

Von Alenka Mladina 1. September 2016

Sie sind bei der aktuellen Beförderungsrunde schon wieder übersehen worden, obwohl das letzte Projekt so gut lief. Woran das liegt? Manche Erfolgshindernisse fallen uns selbst oft gar nicht auf.

Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus? Wollen Sie befördert werden und endlich Ihr eigenes Team leiten?

Jeder hat berufliche Ziele. Doch woran liegt es, dass nicht jeder sie erreicht? Manchmal sind die äußeren Umstände verantwortlich: Ein Chef, der Sie nicht fördert. Ein Unternehmen, zu dem Sie nicht passen. Oder zu starke Konkurrenz. In solchen Fällen kann ein Jobwechsel die Lösung sein.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in den Bereichen IT, Finanz- und Rechnungswesen oder Administration? Die Jobs in unserer Stellenbörse werden täglich aktualisiert.

Doch in vielen Fällen stehen wir uns einfach selbst im Weg. Wir haben 6 Verhaltensweisen gesammelt, die verhindern, dass sich unsere Karriere weiterentwickelt. Räumen Sie diese Hindernisse aus dem Weg - dann werden Sie auch dort landen, wo Sie hingehören.

Erfolgshindernis 1: Die Angst, zu versagen

Gerade wenn Sie ein neues Projekt starten, für das Sie noch wenig Erfahrung mitbringen, beginnt das Kopfkino: Vor Ihrem inneren Auge sehen Sie, was alles schief gehen könnte. Sie enttäuschen den Chef, verlieren an Selbstbewusstsein – und bekommen schlimmstenfalls keine zweite Chance.

Weil Sie Angst haben zu versagen, verabschieden Sie sich lieber von Ihren Zielen. Und das ist schade. Denn in den meisten Fällen sind Sie einer psychologischen Täuschung zum Opfer gefallen. Der Ökonomienobelpreisträger Daniel Kahneman nennt diese menschliche Reaktion: “What you see is all there is” – das, worauf wir uns konzentrieren, füllt unser ganzes Bewusstsein aus. Für Entscheidungen ist das verheerend, weil wir so Risiken überbewerten.

Auf unser Beispiel übertragen bedeutet es: Die Gefahr zu scheitern erscheint Ihnen viel größer als sie eigentlich ist. Deshalb lassen Sie sich von dem Gedanken abbringen, es überhaupt zu versuchen und schaden dadurch Ihrer Karriere.

Um das Kopfkino zu beenden, reicht es oft schon aus, Chancen und Risiken aufzuschreiben. So können Sie realistisch einschätzen, welche Vor- und Nachteile lauern und wie hoch die Wahrscheinlichkeiten eines Misserfolgs ist – und damit Unsicherheiten überwinden.

Lassen Sie Ängste nicht die Oberhand gewinnen.

Erfolgshindernis 2: Das Warten auf den richtigen Augenblick

Es gibt ein verhängnisvolles Sprichwort: „Timing ist alles.“ Diese Redensart verleitet uns dazu, auf den richtigen Moment zu warten. Dabei gibt es ein Problem: Woran erkennt man ihn?

Wenn Sie ihn von allen Seiten beleuchten, können Sie an jedem Zeitpunkt etwas aussetzen: Der Chef hat zu viel um die Ohren, um mit Ihnen über die Fortbildung zu sprechen. Die Marktlage ist zu unsicher, um sich nach einem besseren Job umzusehen. Die Zeit ist einfach noch nicht reif, um Karriere zu machen.

Gründe um abzuwarten, finden Sie immer. Lassen Sie sich davon nicht ausbremsen, sonst warten Sie bis in alle Ewigkeit.

Werden Sie aktiv: Der richtige Zeitpunkt ist dann, wenn Sie sich bereit fühlen.

Erfolgshindernis 3: Zu früh aufgeben

Der Weg zum Erfolg verläuft selten gerade. Meist stoßen wir auf Hindernisse. Doch wer beim ersten Hindernis umkehrt, wird sein Ziel nie erreichen. Vielleicht hat die lang ersehnte Fortbildung nicht den erwünschten Effekt erzielt. Dafür wissen Sie beim nächsten Mal besser, worauf es wirklich ankommt. Vielleicht hat der Chef trotz großem Engagements noch nicht erkannt, dass Sie der Richtige für die Beförderung sind. Sprechen Sie ihn beim nächsten Mitarbeitergespräch doch direkt auf Ihre Entwicklungsmöglichkeiten an. Und sagen Sie auch direkt, warum Sie für den nächsten Karriereschritt der Richtige sind.

Rückschläge gehören zu jedem Lernprozess, auch in der Arbeitswelt. Nur selten gelingt etwas auf Anhieb. Wer sich auf diese Glücksfälle verlässt, sollte sich auf eine lange Wartezeit gefasst machen. Trauen Sie sich etwas zu.

Machen Sie Fehler – und lernen Sie daraus.

Erfolgshindernis 4: Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung

Selbstbewusstsein ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Aber der Glaube an die eigenen Fähigkeiten sollte Sie nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Ein einfaches Beispiel: Sie haben einen Job entdeckt, der perfekt zu Ihnen passt. Sie bringen alles mit, was das Unternehmen sucht – und sogar noch ein bisschen mehr. Trotzdem dürfen Sie nicht davon ausgehen, dass das Vorstellungsgespräch ein Selbstläufer wird.

Schneller Wechsel, statt langem Bewerbungsweg: Schicken Sie uns Ihren Lebenslauf und wir finden den passenden Job für Sie. In den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, IT und Assistenz.

Bereiten Sie sich gewissenhaft vor. Sonst erwischt Sie eine unerwartete Frage auf dem falschen Fuß, Sie machen einen schlechten Eindruck und ein anderer bekommt die Stelle – trotz Ihrer guten Eignung.

Werden Sie auf dem Weg zum Ziel nicht leichtsinnig. Selbst, wenn Sie es fast erreicht haben.

Erfolgshindernis 5: Sie schützen Ihr Investment

Viele Menschen tendieren dazu, ihren Einsatz zu schützen. Selbst wenn sie riskieren, damit noch mehr zu verlieren. Das gilt für Geld, Zeit oder auch Arbeitseinsatz.

Der Wirtschaftswissenschaftler Martin Shubik hat im Versuchsaufbau „Dollarauktion“ gezeigt, dass Personen unter bestimmten Umständen irrational handeln, obwohl sie eigentlich alle notwendigen Informationen haben, um sich rational zu verhalten. Das sieht man auch häufig im Arbeitsleben: Menschen bleiben einem Job treu, der ihnen keinen Spaß macht, weil sie bereits 6 Jahre in ihn „investiert“ haben. Anstatt sich auf die Zukunft zu konzentrieren, blicken sie zurück und wollen nicht, dass die letzten Jahre umsonst waren.

Tappen Sie nicht in die Investmentfalle. Irren ist menschlich. Nur weil Sie in der Vergangenheit falsche Entscheidungen getroffen haben, sollte das nicht Ihr Leben bestimmen. Verlassen Sie den Job, der nicht mehr zu Ihnen passt. Dasselbe gilt für jede Art des beruflichen Investments: Verabschieden Sie sich von Prozessen und Tools, die sich nicht bewähren. Beenden Sie unproduktive Kollaborationen.

Konzentrieren Sie sich auf Ihr Ziel – nicht auf die Vergangenheit.

Erfolgshindernis 6: Bequemlichkeit

Es liegt in der menschlichen Natur, Unbequemlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Unser Gehirn entscheidet sich in den meisten Fällen für den Weg des geringsten Widerstands. Leider bringt uns dieser Weg unseren Zielen selten näher.

Deshalb ist es wichtig, die berühmte Komfortzone zumindest zeitweise zu verlassen, wenn Sie erfolgreich sein möchten. Sei es, indem Sie Überstunden leisten, unliebsame Aufgaben übernehmen oder einen beruflichen Neuanfang wagen.

Um beruflich weiterzukommen, müssen Sie Einsatz zeigen.

Was steht Ihnen bei Ihren beruflichen Zielen im Weg? Wir freuen uns über einen Kommentar mit Ihren Erfahrungen!

Bildquelle: © Syda Productions / Fotolia.com

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